Grenswerte

3. September 2010 - 09:27 Uhr

http://www.grenswerte.eu/tijdelijk/agenda/de

Kommentieren » | Allgemein, grenswerte

Abendbrot für unsere Gastgeber(innen) im DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst am 30.01.2010

23. Februar 2010 - 02:45 Uhr

abendbrot-8abendbrotabendbrot-2

abendbrot-3abendbrot-4abendbrot-5

abendbrot-6abendbrot-7abendbrot-9

Hörstel, Kloster Gravenhorst, 18.00 Uhr: Abendbrotzeit

Mit dem Abbau unserer Ausstellung im Kunsthaus nimmt unser Feldforschungsprojekt im Münsterland sein Ende. Es heißt Abschiednehmen vom Kloster und unserem neuen Lieblingsbrot, dem Pumpernickel. Zum letzten Mal laden wir zum Abendbrot ein und bitten die Menschen an den Tisch unseres Projektraumes, die uns im vergangenen Jahr mit viel Neugier und Offenheit an ihre privaten Abendbrottische gebeten haben.

Schnee und glatte Straßen verhindern, dass wir vollzählig sind – aber der Tisch ist gut besetzt und wir freuen uns über die Gäste, die mit uns das Abschiedsabendbrot teilen! Bei Wurstsalat, Handkäse, “ahler Worscht”, Möhren-Apfelsalat, Eibrot und Pumpernickeldreispitz sitzen wir lange zusammen und plaudern kreuz und quer über den Tisch. Vertraut sind wir inzwischen mit unseren ehemals fremden Gastgebern und wissen, dass wir dies dem Abendbrot zu verdanken haben. Auch wenn wir nun abreisen und unsere Aufenthalte im Münsterland nun nicht mehr so regelmäßig stattfinden werden, können wir gewiss sein, dass es hier ab jetzt einige Abendbrottische gibt, die uns in freundschaftlicher Weise offen stehen!

Kommentieren » | Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

Wurste- und Leberbrot

28. Oktober 2009 - 13:47 Uhr

Zum Abschluß unserer Aufenthalte im Münsterland wurden wir ganz spontan nochmals eingeladen. Familie Lepa brachte dazu eine Herbst- und Winterspezialität auf den Tisch: Wurste- und Leberbrot. Die Münsterländer wissen wohl die Dinge richtig zu kombinieren. Mehr dazu auf http://de.wikipedia.org/wiki/Wurstebrot.

ww1)w2

w3w4k

Als Reinhard Lepa dann noch Reste vom “Kalten Hund” -  http://de.wikipedia.org/wiki/Lukullus (Süßspeise) - auftischte, waren wir noch ein wenig trauriger, das Münsterland erst einmal wieder verlassen zu müssen.

1 Kommentar » | Abendbrot der Woche, Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus, Zu Gast: Abendbrotforschung privat

Erinnerte Abendbrote

18. Oktober 2009 - 19:55 Uhr

Am 8. Oktober haben wir in Ibbenbüren belegte Brote gegen Abendbroterinnerungen getauscht.

ab26-3577

“Ich erinnere mich an die Tomatenbrot-Reiterchen nach dem Samstagsbad von meiner Mutter vor dem Fernseher serviert.”

“Eine Geschichte zum gestrigen Abendbrot kann nicht erzählt werden, da der Stramme Max (2 Brote mit Schinken und Spiegelei) absolut unkommunikativ war und das Verspeisen seiner selbst schweigend hingenommen hat.”

“Da ich aus einer multikulturellen Familie komme, kenne ich das konventionelle Abendbrot-Dasein in Deutschland gar nicht. Bei uns zu Hause gibt es nämlich auch abends noch was Warmes.”

“Als Kind habe ich am liebsten mein Brot mit Leberwurst und Gurke gegessen, heute esse ich lieber Käse. Bei meinen Kindern ist es witzigerweise so, dass sie auch am liebsten Leberwurst und Gurke essen. Das Abendbrot ist für uns sehr wichtig, da wir tagsüber nicht die Gelegenheit haben, zusammen zu essen, daher dauert das Abendessen oftmals sehr lang.”

“Ich erinnere mich an eines der ersten Abendbrote bei meinen (damals noch nicht) Schwiegereltern: opulent mit drei Sorten Brot, Gemüse, Aufschnitt, Käse, Milch, Tee, Bier u.v. a.m. an geradezu festlich gedecktem Tisch.”

“In der Großfamilie wurde bei uns grundsätzlich im großen Kreis zu Abend gegessen. Heute schaffe ich mit meiner Ehefrau meistens nur am Wochenende ausgiebige Abendessen. Hierzu gehören im Idealfall Bratkartoffeln und im Anschluß ein guter Wein.”

“Das Abendbrot gehörte für mich trotz mancher Leckerei zu den lästigen Familienritualen, weil ich immer pünklich zu Hause sein musste. Für mich ist Zeit jedoch ein sehr dehnbarer Begriff, deshald gab es oft Ärger…”

“Ich freu mich immer auf Samstag abends, da gibt es meistens Italienisch mit der ganzen Familie.”

“Neidisch macht mich der Anblick einer Großfamilie beim gemeinsamen Abendbrot.”

“Wenn meine Enkelkinder kommen, heißt es immer: Oma machst du zum Abendbrot Arme Ritter mit Pflaumenmus?”

“Abends sitzen wir gerne lange in der Küche oder im Garten und lassen den Tag ausklingen. Oft mit Brot oder Brötchen und etwas Salat. Im Winter gibt es oft eine Tasse Suppe oder einen Strammen Max. Meine Kinder lieben diese Zeit, weil niemand hetzen muss. Am Wochenends kochen wir abends auch mal was Schönes.”

“Der Resopaltisch hier vermittelt sofort die Erinnerung an die eigene Kindheit, wo Frühstück, Mittagessen und Abendbrot gemeinsam mit der Familie eingenommen wurden und zwar in der Küche oder am Eßzimmertisch.”

“Meine Großeltern haben das Brot zum Abend sehr präzise (jeden Quadratmillimeter) mit Butter bestrichen. Auch der Aufstrich wurde sehr korrekt aufgetragen.”

“In Dänemark, wo ich herkomme, ißt man meistens abends warm. Ich hatte aber sehr schöne belegte Brote mit in der Schule, z.B. mit Bananenscheiben mit einer Rosine in der Mitte oder mit Leberwurst und Gurkenscheiben belegt. Abends habe ich am liebsten Kartoffelpüree mit Zwiebeln, Speck und Äpfeln gegessen. Das nennt man in Westfalen: Himmel und Erde. Und sooo gut schmeckt es auch!”

“Manchmal ist mein innigster Wunsch, das Abendbrot möge üppig und lautlos durch die Haustür spazieren. Manchmal ist es einsam und öde, nach einem langen Tag des Schaffens oder des Versuchs ein Abendmahl zu richten – oftmals misslingt’s.”

“Freitags war das Abendbrot immer am schönsten, weil mein Vater da immer einen großen Berg Wurst aus der Metzgerei mitgebracht hat, denn er hat im Lebensmittelhandel gearbeitet und zum Wochenende immer Probierpakete mit nach Hause bekommen.”

Kommentieren » | Allgemein

FELDFORSCHUNG ABENDBROT Künstlerbuch

14. Oktober 2009 - 10:24 Uhr

abednbrotforschung-kuenstlerbuch

Das Künstlerbuch zur FELDFORSCHUNG ABENDBROT ist erschienen und im DA – Kunsthaus Kloster Gravenhorst oder bei den KünstlerInnen erhältlich.

Die Abendbrot-Edition mit Abendbrotmesser hat eine Auflage von 25 Stück.

Ein großes Dankeschön gilt  dem “Steinofenbäcker” Reinhard Laukemper  für die finanzielle Unterstützung dieser Publikation und Giselheid Herder-Scholz von “Windmühlenmesser” für die Unterstützung der Edition.

Kommentieren » | Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

Brotworte im Münsterland

6. Oktober 2009 - 13:15 Uhr

af56

knifte

Die Sammlung wird fortgesetzt.

Kommentieren » | Allgemein

brot:tüten:sprichworte

6. Oktober 2009 - 13:13 Uhr

af5

af58

Die Sammlung wird fortgeführt.

Kommentieren » | Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

Rezepte

6. Oktober 2009 - 13:09 Uhr

afo-9-2

af57

Kommentieren » | Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus, Rezepte

Abendbrotforschung im WDR

6. Oktober 2009 - 08:40 Uhr

http://www.wdr.de/themen/kultur/3/abendbrot/index.jhtml

Kommentieren » | Allgemein

Ausstellungseröffnung im DA-Kunsthaus am 10. Oktober 2009.

5. Oktober 2009 - 22:21 Uhr

Einladung_Abendbrot_vorne

Einladung_Abendbrot_hinten

Kommentieren » | Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

“Der Westfale mag es gerne süß.”

5. Oktober 2009 - 22:15 Uhr

-marmeladenbrot-6495

Ein Zitat – gehört bei “Zu Gast: Abendbrotforschung privat”.

Kommentieren » | Abendbrotnotizen, Allgemein, Feldforschung Abendbrot vor Ort, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

Feldforschung Abendbrot vor Ort, Steinfurt

6. September 2009 - 13:12 Uhr

steinfurt-web-(1-von-15)steinfurt-web-(2-von-15)steinfurt-web-(3-von-15)

steinfurt-web-(4-von-15)steinfurt-web-(5-von-15)steinfurt-web-(6-von-15)

steinfurt-web-(7-von-15)steinfurt-web-(8-von-15)steinfurt-web-(9-von-15)

FELDFORSCHUNG ABENDBROT zu Gast in Pastors Garten

Unsere allererste private Einladung zum Abendbrot im Juni bei Familie Bäumer führte zu der spontanen Idee Willi Bäumers ein gemeinsames Abendbrot mit uns in „Pastors Garten“ zu organisieren. Heute soll dieses Abendbrot nun ab 18.00 Uhr im idyllischen Garten des katholischen Pfarrhauses in Steinfurt stattfinden.

Auf der weitläufigen Wiese des Gartens platzieren wir unser Abendbrotmobil unter dem schützenden Laubdach eines großen Baumes. Willi Bäumer sorgt für ausreichend Sitzgelegenheiten und an dem doch schon herbstlich kühlen Abend für Wärme aus der Gasflasche. Unsere Abendbrotgesellschaft ist an diesem Abend so international wie noch nie: Gäste aus Deutschland, Tschechien, Polen, Afrika und Indien nehmen an der langen Tafel Platz – darunter alleine sechs Geistliche.

Vielfältig ist auch das Speisenangebot dieses Abends und unsere geschmierten Brote sowie der Wurstsalat werden um einige mitgebrachte Abendbrotspezialitäten ergänzt. Brigitte Bäumer bereichert den Abendbrottisch um Kartoffelsalat und Würstchen sowie eine Platte mit “Schachbrettbroten” aus Schwarzbrot, dazu Knochenfleisch und westfälischen Schinken. Aus dem Pfarrhaus kommen frisch zubereitete Rosmarinkartoffeln mit Kräuterbutter auf den Tisch, und ein Freund der Familie Bäumer serviert sein Junggesellenabendbrot: geschmierte Klappstullen, Tomaten und Bier.

Der Hausherr Pastor Heinrich Wernsmann spendiert Weißwein und Schnaps und der Abend nimmt den Verlauf eines ausgelassenen Gartenfestes. Zwischen den Bissen werden immer wieder persönliche und internationale  Abendbrotgewohnheiten ausgetauscht. Den Abend beschließt die christliche Abendbrotgemeinde mit dem Singen einiger Lieder und einem wärmenden Feuer.

steinfurt-web-(10-von-15)steinfurt-web-(11-von-15)steinfurt-web-(12-von-15)

steinfurt-web-(13-von-15)steinfurt-web-(14-von-15)steinfurt-web-(15-von-15)

Wir danken Brigitte und Willi Bäumer für die Vermittlung in Pastors Garten, Herrn Pastor Wernsmann für die Gastfreundschaft und allen weiteren Gästen für den schönen und geselligen Abend. Für uns war dieser Abendbrotabend im Kreis einer Gemeinde eine außergewöhnliche Erfahrung!

Natürlich freuen wir uns über rücklaufende Rezepte, Abendbrottischfotos und Antwortkarten!

Kommentieren » | Allgemein, Feldforschung Abendbrot vor Ort, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

FELDFORSCHUNG ABENDBROT privat, 8. Einladung

5. September 2009 - 10:18 Uhr

gora-hochstrate-(1-von-6)gora-hochstrate-(3-von-6)gora-hochstrate-(4-von-6)

gora-hochstrate-(2-von-6)gora-hochstrate-(5-von-6)gora-hochstrate-(6-von-6)

8. Einladung: Brochterbeck

18:30 Uhr ist feste Abendbrotzeit bei Familie Gora-Hochstrate. Und heute Abend sind wir mit an den Abendbrottisch der Familie eingeladen. Dies ist gleichzeitig unser letzter privater Abendbrottermin im Rahmen unseres Projektstipendiums im Kreis Steinfurt. Als wir pünktlich erscheinen, ist auch Vater Henri gerade erst von der Arbeit nach Hause gekommen. Eva Gora-Hochstrate und Tochter Linda haben bereits den Tisch gedeckt, und wir dürfen gleich Platz nehmen, denn alle sind hungrig.

Die siebenjährige Linda hat extra für die Gäste einen Blumenstrauß im Garten gepflückt, der nun den Tisch schmückt. Auf der üppig bestückten Abendbrottafel gibt es außerdem Wurst, Käse und Kräuterquark, einen bunten Salat, hartgekochte Eier, selbstgebackene Brötchen, gemischtes Ost, Oliven und Gürkchen. Besonders lecker ist das mit Schafskäse gefüllte, selbstgebackene Weißbrot! Während des Essens sprechen wir lange über die Wichtigkeit von Strukturen, die gemeinsame Mahlzeiten im Familienleben bilden, über den Wert selbstzubereiteter Speisen, private Esskulturen, unser Abendbrotprojekt und partizipatorische Kunst im Allgemeinen. Wir sind erstaunt, mit welcher Offenheit und Sympathie unserem Projekt von Seiten unserer Gastgeber begegnet wird.

Wir danken Eva, Henri und Linda herzlich für die Einladung und den schönen Abend in freundschaftlicher Atmosphäre. Henri sei außerdem gedankt für den neuen Beitrag für das andere (Wort)Archiv. Dankbar wären wir natürlich, wenn das Rezept für das Weißbrot mit Schafskäse in unsere Sammlung  eingehen würde!

Kommentieren » | Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus, Zu Gast: Abendbrotforschung privat

Feldforschung Abendbrot vor Ort, Rheine

4. September 2009 - 17:18 Uhr

rheine-web-(1-von-18)rheine-web-(2-von-18)rheine-web-(3-von-18)

rheine-web-(4-von-18)rheine-web-(5-von-18)rheine-web-(6-von-18)

rheine-web-(7-von-18)rheine-web-(8-von-18)rheine-web-(9-von-18)

Wenn man im öffentlichen Raum agiert, spricht man oft vom Wetter. Wieder blicken wir den ganzen Tag über bang in den Himmel – dunkle Wolken, kräftiger Wind und immer wieder Regenschauer beherrschen den heutigen Donnerstag.

In Rheine mit unserem Mobil angekommen, ist es kühl doch trocken – und soll es überraschenderweise auch bleiben. Vor dem Haus der Familie Lukaschek, die uns sowie Nachbarn und Freunde eingeladen hat, bauen wir unsere Abendbrotstation auf. Kaum fertig werden wir schon von einer großen Gästeschar umringt: eine ganze Berufsschulklasse begleitet von ihrer Lehrerin findet sich bei uns ein. Die Hauswirtschaftlerinnen haben in der Zeitung von unserer Aktion gelesen und bringen professionelles Interesse an der Abendbrotforschung mit. Schnell sind alle Sitzgelegenheiten belegt, eifrig werden unsere Fragekarten ausgefüllt, Brote und Radieschen-Salat verzehrt.

Mitten in dem Trubel stoßen weitere Gäste dazu – es wird eng um das Abendbrotmobil! Nach ausführlichen Gesprächen und Erläuterungen zu unserem Projekt verlassen uns die Damen von der Hauswirtschaftsschule und gleich finden sich weitere Gäste voller Neugier ein. Eine Nachbarin bringt Heringsdipp und Pellkartoffeln mit – eine typisch norddeutsche Abendbrotmahlzeit, die regen Anklang findet und unsere hessischen Wurstbrote ergänzt.

Obwohl es kühl ist, wird in guter Stimmung gemeinsam gegessen und geratscht. Eine gesellige Atmosphäre lässt verweilen. Abendbrotgespräche flammen hier und da immer wieder auf, wenn neue Gäste eintreffen. Erst um 22.00 Uhr räumen wir zusammen – angefüllt von vielen intensiven Gesprächen.

rheine-web-(10-von-18)rheine-web-(11-von-18)rheine-web-(12-von-18)

rheine-web-(13-von-18)rheine-web-(14-von-18)rheine-web-(16-von-18)

rheine-web-(17-von-18)rheine-web-(15-von-18)rheine-web-(18-von-18)

Familie Lukaschek danken wir für ihre Einladung nach Rheine und das nachhaltige Neugierigmachen ihres Freundeskreises sowie das gute selbstgebackene Brot. Wir hatten viel Spaß an diesem lebendigen Abend mit vielen spannenden Begegnungen. Schön wäre es, wenn wir das Brotrezept sowie das Rezept für den Heringsdipp der Nachbarin für unsere Sammlung erhalten würden!

Anette Rose danken wir für die Fotos.

Kommentieren » | Allgemein, Feldforschung Abendbrot vor Ort, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

Abendbrotnotizen

3. September 2009 - 14:41 Uhr

abendbrotnotizen-(1-von-1)

Individuelle Abendbrotkultur in Ibbenbüren, Rheine, Steinfurt, Greven, Lengerich, Mettingen

„Manchmal kommen mein Mann und ich relativ spät von der Arbeit nach Hause. Dann ist es die Aufgabe der Kinder, das Abendbrot zu machen. Sie schmieren dann für die ganze Familie große Abendbrotteller mit belegten Broten, die sie sehr liebevoll dekorieren. Gegessen wird immer gemeinsam.“

„Das Abendbrot hat sich völlig verändert, seitdem die Kinder aus dem Haus sind. Als wir noch zu viert waren, gab es feste Zeiten und abends das klassische kalte Abendbrot. Nun gibt es kaum noch Rituale und Regelmäßigkeiten. Wir machen uns unser Abendessen sehr individuell und essen auch gar nicht immer zusammen. Ich schmiere mir oft ein paar schnelle Brote in der Küche, während mein Mann das Abendessen eher zelebriert und sich immer etwas Besonderes macht.“

„Auf unserem Abendbrottisch darf auf keinen Fall Kirschmarmelade fehlen!“

„Da ich berufsbedingt häufig sehr spät von der Arbeit nach Hause komme, findet ein  Abendbrot zuhause für mich eigentlich nicht statt. Meine Muße-Mahlzeit ist eher das Frühstück.“

„Das kalte Abendbrot, wie ich es aus meiner Kindheit kenne, spielt eigentlich erst wieder eine Rolle, seit wir selber Kinder haben. Seitdem gibt es ganz feste Zeiten, wir essen alle zusammen und sprechen über das, was wir den Tag über erlebt haben.“

„Das Abendbrot sieht bei uns ganz unterschiedlich aus. Eine Konstante ist allerdings, dass es immer etwas Frisches aus meinem Garten gibt.“

„Selbstgebackenes Brot darf auf unserem Abendbrottisch nicht fehlen. Alleine wegen des guten Brotes essen wir jeden Abend mit Freude kalt.“

„Früher gab es bei uns mittags häufig Reibeplätzchen. Die restlichen wurden dann abends kalt aufs Brot gelegt und gegessen. Das schmeckt unheimlich lecker und ich mag es heute noch gerne essen.“

„Wir essen abends alle gemeinsam. Das ist uns sehr wichtig, weil das Abendessen die einzige Mahlzeit ist, wo das geht, weil tagsüber alle unterwegs sind. Wir haben aber keine festen Zeiten. Das richtet sich danach, wann wir – mein Mann, ich und unsere drei Töchter – zuhause sind. Auch was wir essen, ist sehr unterschiedlich. Es gibt manchmal Brot, aber meistens doch etwas Warmes zu essen.“

„Brot nehmen wir beide, meine Frau und ich, mit zur Arbeit. Abends muss es dann eine warme Mahlzeit geben.“

„Wir haben keine festen Abendbrotgewohnheiten abgesehen von der Zeit – Abendbrot gibt es bei uns immer gegen 18.30 Uhr. Unsere Abendbrote sehen sehr unterschiedlich aus: mal wird gekocht, mal gibt es Reste vom Mittag, mal Brote. Wichtig ist uns allerdings, dass wir gemeinsam mit ausreichend Zeit essen. Außerdem legen wir Wert darauf, Speisen selber zuzubereiten. Ich koche gerne oder backe selber Brot und probiere dabei neue Dinge aus. Fertigprodukte gibt es eigentlich nicht.“

„Bei uns unterscheiden sich die Abendbrotgewohnheiten zwischen Alltag und Wochenende. Unter der Woche essen wir kalt – ganz klassisch: Brot, Aufschnitt und oft etwas Frisches wie Salat dazu. Am Wochenende fällt durch das spätere Aufstehen die Mittagsmahlzeit weg. Wir frühstücken lange und essen dann abends warm.“

„Als Junggeselle schmiere ich mir abends immer Stullen und trinke dazu gerne ein Bier.“

„Wir reden viel beim Abendessen. Die Schule ist dann allerdings kein Thema mehr. Schulsachen müssen die Kinder gleich loswerden, wenn sie aus der Schule kommen. Beim Abendessen ist dann Raum für andere Gespräche.“

Kommentieren » | Abendbrotnotizen, Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

Feldforschung Abendbrot vor Ort, Ibbenbüren

3. September 2009 - 11:16 Uhr

abendbrotforschung-ibbenbueren-web-(3-von-8)abendbrotforschung-ibbenbueren-web-(2-von-8)abendbrotforschung-ibbenbueren-web-(4-von-8)

abendbrotforschung-ibbenbueren-web-(5-von-8)abendbrotforschung-ibbenbueren-web-(6-von-8)abendbrotforschung-ibbenbueren-web-(7-von-8)

abendbrotforschung-ibbenbueren-web-(1-von-8)abendbrotforschung-ibbenbueren-web-(8-von-8)abendbrotforschung-ibbenbueren1-(1-von-1)

Ibbenbüren am 1. September 2009. Der Himmel kündigt schon seit dem Nachmittag nichts Gutes an, und so beschränken wir unsere Gestaltung am Ort schlicht auf unsere mobile Butterbrotausgabe – Tische und Stühle bleiben unausgepackt. Länger draußen verweilen mag ohnehin niemand. Auch unser Abendbrotangebot ist den Witterungsbedingungen angepasst – es gibt praktische Stullen, die auch im Vorübergehen verzehrt werden können.

So steht unser Mobil malerisch am Hang der Ibbenbürener Neubausiedlung und trotzt den schwarzen Wolkenwänden – wir tun es ebenso und schmieren Klappstullen. Diese finden auch Absatz, denn neugierig macht die unkonventionelle Situation am zentralen Verkehrskreisel der Siedlung doch. Mit Regenschirmen und Windjacken ausgerüstet kommen die Gäste ans Abendbrotmobil. Mancher nimmt die angebotene Stulle mit auf den Heimweg, andere bleiben, essen mit uns gemeinsam und berichten ausführlich über die persönliche Abendbrotkultur.

Unser kleiner Querschnitt für diese Siedlung zeigt: hier wird abends häufig warm gegessen. Etwas Warmes könnten wir heute auch gebrauchen – zumindest eine Fußbodenheizung im Abendbrotmobil. Dass es dies durchaus auch für Wohnwägen gibt, erfahren wir von einem Gast mit langer Campingerfahrung. Erstaunlich ist, wie viel Platz unser kleines Mobil bietet – als eine interessierte Mutter mit ihren drei Töchtern zu uns stößt, passen wir alle dicht gedrängt an unseren Abendbrottisch.

Und so führen wir an diesem Abend, bevor die Dunkelheit schneller als erwartet hereinbricht, intensive Abendbrotgespräche und hoffen, dass die ausgeteilten Brotboxen uns einige Lieblingsrezepte nebst Abendbrotfotos bringen werden!

Kommentieren » | Allgemein, Feldforschung Abendbrot vor Ort, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

Feldforschung Abendbrot vor Ort Teil 3

25. August 2009 - 11:26 Uhr

Feldforschung-Abendbrot-Teil-3-1Feldforschung-Abendbrot-Teil-3-2

Kommentieren » | Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

Feldforschung Abendbrot bei RESET im Kaiser and Cream Frankfurt/M.

17. August 2009 - 15:17 Uhr

Am 14.8.2009 war die FELDFORSCHUNG ABENDBROT zu Gast in der Ausstellung RESET im Kaiser and Cream Frankfurt/M.

Butterbrote im Bankenviertel. Die Sonne brannte. Und wir kamen unserer Lieblingstätigkeit nach: Stullen schmieren. Zwischen den hochaufragenden Bankentürmen gaben wir den wechselnden Gästen und Passanten mit Ei- und Radieschenbroten, Bilderschau und Gesprächen einen Einblick in unsere künstlerische Feldforschung im Münsterland.

Gemundet hat es – Spaß gemacht auch!

feldforschung-abendbrot--(2-von-21)feldforschung-abendbrot--(3-von-21)feldforschung-abendbrot--(7-von-21)

feldforschung-abendbrot--(4-von-21)feldforschung-abendbrot--(5-von-21)feldforschung-abendbrot--(6-von-21)

feldforschung-abendbrot--(1-von-21)feldforschung-abendbrot--(9-von-21)feldforschung-abendbrot-_-(1-von-1)

Vielen Dank an Thorsten Grosch für die Bilder!

Kommentieren » | Allgemein

Abendbrotfragen und Antworten Teil 1

17. August 2009 - 15:11 Uhr

feldforschung-abendbrot--(16-von-21)feldforschung-abendbrot--(17-von-21)feldforschung-abendbrot--(18-von-21)

feldforschung-abendbrot--(19-von-21)feldforschung-abendbrot--(20-von-21)feldforschung-abendbrot--(21-von-21)

Kommentieren » | Abendbrotfragen und Antworten, Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

Serviervorschlag vom 17.8.2009

17. August 2009 - 15:06 Uhr

feldforschung-abendbrot--(8-von-21)

Kommentieren » | Allgemein, Serviervorschläge

33. Woche 2009

17. August 2009 - 15:04 Uhr

feldforschung-abendbrot--(10-von-21)feldforschung-abendbrot--(11-von-21)feldforschung-abendbrot--(12-von-21)

feldforschung-abendbrot--(13-von-21)feldforschung-abendbrot--(14-von-21)feldforschung-abendbrot--(15-von-21)

Das Abendbrot der Woche – sehr lecker – wir freuen uns über die Rezepte von Darja und Mathias.

Kommentieren » | Abendbrot der Woche, Allgemein

Abendbrot-Rezepte, Teil 2

17. August 2009 - 14:59 Uhr

rezepte-2.5rezepte-9

Kommentieren » | Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus, Rezepte

Abendbrot-Hauptdarsteller, Teil 2

17. August 2009 - 14:55 Uhr

utensillien-2utensillien-3utensillien-10

utensillien-9utensillien-15utensillien-14

Kommentieren » | Abendbrothauptdarsteller, Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

Ein wirklich gutes Pumpernickel

3. August 2009 - 18:39 Uhr

“Ein wirklich gutes Pumpernickel muss an der Wand kleben bleiben, wenn man es dagegen wirft.” (Westfälische Pumpernickelweisheit, uns zugetragen bei einem privaten Abendbrotbesuch)

klebt-doch-1-von-1

Kommentieren » | Abendbrotnotizen, Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

Abendbroterinnerungen

3. August 2009 - 18:26 Uhr

Abendbroterinnerungen von Besuchern am Abendbrotmobil in Greven, Rheine und Steinfurt

abendbrotnotizen-1-von-1

“Als Kind musste ich immer etwas Ordentliches essen, d.h. Wurst- und Käsebrote. Ich hätte aber viel lieber Brot mit Marmelade gegessen, was aber von meinen Eltern nicht erlaubt wurde.”

“In meiner Kindheit gab es nie abends Brot. Es war Krieg, und Brot war sehr knapp. Mittags wurde ein großer Topf Eintopf gekocht, und zum Abendessen wurde das Gemüse, das vom Mittag übrig war, aufgewärmt und gegessen.”

“Ich erinnere mich an den Butterbrotetausch unter Freunden auf dem Spielplatz. Da haben wir zum Beispiel Cervelatwurstbrote gegen Quarkschnitten getauscht. Außerdem mochte ich gerne nur Radieschen auf’s Brot. Davon habe ich aber raue Lippen bekommen.”

“Zum Abendbrot gab es immer Tee. Das machen wir heute auch noch so. Wir essen kalt, aber ein warmer Tee – Pfefferminze, Kamille oder Fenchel – darf nicht fehlen. Schwarzen Tee trinken wir abends nicht mehr.”

“Ich habe als Kind unglaublich gerne frisches Brot bestrichen mit dick’ Butter und Senf gegessen. Leider durfte ich mir diese Schnitten aber nur sehr selten machen, weil Senfbrote – so meine Mutter damals scherzhaft – dumm machen.”

“Eine meiner schlimmsten Kindheitserinnerungen ist Klunkersuppe. Die mochte ich überhaupt nicht, aber es gab sie sehr häufig zum Abendessen. Klunkersuppe ist eine Milchsuppe mit kleinen Mehlklümpchen.”

“Als ich Kind war, gab es bei uns sehr häufig kalte Eierpfannkuchen aufs  Brot. Das waren dann die Reste vom Mittagessen, die abends praktischerweise verarbeitet wurden. Ich mochte das als Kind sehr gerne.”

“Brote gab es bei uns nicht täglich zum Abendbrot. Milchsuppe war eine häufige Abendmahlzeit, als ich Kind war. Belegte Brote haben wir eigentlich nur samstags gegessen. Nach dem Samstagsbad haben wir Kinder diese zusammen mit einem warmen Kakao bekommen.”

“Ich kann mich gut daran erinnern, dass sich das Abendbrot für mich als Kind mit dem Jahr 1964 verändert hat. Da haben wir unser erstes Fernsehgerät bekommen. Eigentlich habe ich ab diesem Zeitpunkt unsere Abendbrote nicht mehr als wirklich schön empfunden. Vor dem Einzug des Fernsehens in unsere Familie haben wir immer unheimlich viel beim Abendessen miteinander geredet. Danach wurde das schleichend weniger und das Fernsehprogramm hat oft den Ablauf des Abends bestimmt.”

Kommentieren » | Abendbrotnotizen, Allgemein, Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus

« Ältere Einträge