„Brot tut Not – Eine Einladung zu Abendbrot und Gespräch“

28. August 2015 - 18:46 Uhr

Walkmühle – Wiesbaden

„Brot tut Not – Eine Einladung zu Abendbrot und Gespräch“

02.09.2015Beginn: 20 Uhr

http://www.walkmuehle.net/VERANSTALTUNGEN/2015/201509SalonSEP.html

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Gasthof IFK – Brot tut Not

15. August 2015 - 01:44 Uhr

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Gasthof IFK – Brot tut Not

Projektseminar am Institut für Kunstpädagogik der JLU Gießen

Gastprofessur Ingke Günther & Jörg Wagner, 2015

Seminarankündigung:

Brot tut Not: Von der künstlerischen Auseinandersetzung mit einem Lebensmittel zur bespielten Installation
Neben der starken und auch im Detail reizvollen plastischen Form, die das Brot auszeichnet, haftet ihm vor allem die Aura des Ursprünglichen, Lebensnotwendigen und damit Existentiellen an. So wurde es auch zu einem Objekt, das in der Kunst auf sehr unterschiedliche Weise im Fokus stand.
Im Rahmen dieses Projektseminars werden wir mit vielfältigen Techniken und Medien arbeiten und uns so dem Grundnahrungsmittel Brot annähern. Vom Zeichnen, Collagieren und Fotografieren wird ein Bogen zum Backen, Bauen und Bewirten geschlagen. Während sich der erste Teil des Seminars künstlerisch dem Protagonisten Brot widmet, soll das Seminar im späteren Verlauf in einer temporären Gastwirtschaft auf dem Campus enden. Diese versteht sich als bespielte Installation, in der alles selbst gefertigt wurde: Vom Brot auf dem Teller, über das Bildprogramm an der Wand bis hin zur gestalteten Möblierung.

Wir danken allen Studierenden des Seminars für die wunderbare und sehr engagierte Arbeit.

 

 

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Fortgesetztes Rumgeeier

25. März 2015 - 18:31 Uhr

Kreis-Galerie, Nürnberg

Eröffnung am 2. Mai 2015, 18 Uhr

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Wandarbeit und Aktion
Bereits seit längerem und dezidiert im Jahr 2014 ist das Ei als grundlegendes Nahrungsmittel, Belag und Begleiter des Brots in unseren künstlerischen Fokus gerückt (so im Rahmen der Ausstellung „Massives Rumgeeier“, Kunstverein Essenheim). Im Zusammenhang mit unseren Aktionen und Projekten, die Essen, Gastlichkeit, Alltags- und Küchenkultur ins Zentrum setzen, tritt das Ei häufig als einer der Protagonisten auf. Mit „Fortgesetztes Rumgeeier“ geht das „Massive Rumgeeier“ also in die Verlängerung.
Im Anschluss an die Vernissage findet die Aktion „Rumgeeier“ statt, die im Trubel der Blauen Nacht einen Moment der Entschleunigung anbietet. „Rumgeeier“ versteht sich als exemplarische Gastwirtschaft, die auf reduziertes Angebot, Tauschhandel, Zeit und Exklusivität setzt.
Im Angebot sind die Basisspeisen „Eierbrot & Spiegelei“. Diese werden im Tausch gegen spontan verfasste Abendbroterinnerungen und Spiegelei-Zeichnungen ausgegeben und auf der Empore an einem Tisch für vier Personen serviert. Die Verzehrzeit bestimmt den Wechsel am Tisch und gibt den Rhythmus für die Speisenzubereitung vor.

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Fortgesetztes Rumgeeier – Notizen

25. März 2015 - 18:11 Uhr

Tauchhandel am 2. Mai 2015 in Nürnberg. In der Ausstellung „Fortgesetztes Rumgeeier“ riecht es nach Spiegelei und die Gäste drängeln sich um die einzige dampfende Pfanne. Doch wer ein Eierbrot oder Spiegelei verzehren möchte, muss mit einer Zeichnung oder kurzen Notiz in Vorlage treten.
Hier eine Auswahl der spontan eingetauschten Spiegelei-Zeichnungen und Abendbroterinnerungen:
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Massives Rumgeeier

5. März 2014 - 18:54 Uhr

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Ingke Günther & Jörg Wagner – Massives Rumgeeier
Vernissage: 14. März 2014, 20 Uhr
Einführung: Christian Kaufmann
Ausstellungsdauer: 14. März – 6. April 2014
Finissage: 5. April, 18 Uhr mit „Massivem Rumgeeier“
Öffnungszeiten: Sa 14 – 18 Uhr, So 11 – 18 Uhr

Das „EI“ setzen wir ins Zentrum unserer Ausstellung in Essenheim. Es ist eines der ältesten, grundlegendsten und besonders nahhaften Lebensmittel. Sowohl in der Küche, als auch auf dem Abendbrottisch oder in der Backstube:

Dem Ei kommt eine besondere Schlüssel- und zentrale Schüsselrolle zu.

Im Zusammenhang mit unseren Aktionen und Projekten, tritt das EI häufig als einer der „Hauptdarsteller“ auf. Zudem ist es eine hochästhetische, vom Huhn perfekt geformte plastische Figur, die in seinen unterschiedlichen Verarbeitungsformen zur künstlerisch-kulinarischen Auseinandersetzung herausfordert.
In Essenheim kommt dem EI eine Scharnierstellung zwischen zwei zentralen Projekten zu – es verbindet die FELDFORSCHUNG ABENDBROT mit dem kuchenplattenARCHIV. Beiden Projekten und insbesondere dem EI widmen sich Ausstellung, Aktion und Ausschnitte unserer Eierschneider- und Kuchenplatten-Sammlungen.
Im Ausstellungsverlauf findet die Aktion „Massives Rumgeeier: Eierbrote & Eierschecke“ statt. Hier zeigen sich kulinarische Metamorphosen rund um das EI. Eingeladen wird zu gemeinsamen Verzehr und Gespräch über Küchenkultur.

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Satte Kampagne

5. März 2014 - 18:49 Uhr

Die Feldforschung Abendbrot ist mit der „Satten Kampagne “ zu Gast bei:

Die Früchte von GrensWerte am 23.3.2014

http://www.grenswerte.eu/project/die_fruechte_von_grenswerte/de

2010 ist FELDFORSCHUNG ABENDBROT in der EUREGIO unterwegs gewesen, um Abend- brotgewohnheiten zu befragen. Eine der zentralen Erkenntnisse dieser Reise:
Die ausgeprägten Graubrotferne der Niederländer. Krosse Krusten gingen gar nicht!

Dieser Tatsache möchten die Abendbrotforscher entgegenwirken und mit einer satten Kampagne zur notwendigen Infiltration der Niederlande mit dunklem Brot aufrufen. Im März 2014 beginnt die Aktion für das Sauerteiggebackene mit einer temporären Backstube, die am laufenden Band Schmackhaftes und Wohlduftendes produziert. Alle Gäste werden dazu überredet und angestachelt, die Kunde von gutem, dunklem Brot über die Grenzen zu tragen. Entsprechendes Agitationsmaterial wird bereitgestellt.
Den Gästen auf den Mund geschaut:

„Früher waren wir häufiger bei meiner Tante Angela. Meine Eltern mochten das nicht so gerne, weil sie etwas unordentlich war. Was es bei ihr aber immer gab: Pumpernickel mit Butter und Zucker.“

„Wenn ich zwei Wochen im Urlaub war, freue ich mich auf nichts mehr als auf das gute, deutsche Brot. In Griechenland gibt es ja auch Brot, das von außen dunkel aussieht. Dann schneidet man es auf, und es ist innen hell!“

„Wir kommen aus den Niederlanden und mögen dunkles Brot. Ja, da sind wir die Ausnahme! Ich weiß auch nicht, warum die Holländer so geschmacklos sind.“

„In Holland gibt es auch dunkles Brot, das hat aber keine Kruste und ist nur mir Sirup gefärbt.“

„Können wir das Brot hier kaufen?“

„Zwischen 17 und 19 Uhr sollten sie niemanden in den Niederlanden anrufen. Das ist eine heilige Zeit. Da wird abends gegessen. Es gibt zwar kein Abendbrot, sondern warmes Essen – das aber zu sehr festen Zeiten.“

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www.grenswerte.eu
www.abendbrotforschung.net

 

 

 

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EIERSCHNEIDER

23. Oktober 2013 - 17:31 Uhr

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Liebe Freundinnen und Freunde der Kunst und des Abendbrots,

FELDFORSCHUNG ABENDBROT geht im nächsten Jahr in eine weitere Runde und wird sich verstärkt dem Hauptdarsteller EI zuwenden.
Schon jetzt möchten wir dafür um freundliche Zusendungen von
EIERSCHNEIDERN bitten, um unsere begonnene Sammlung zu erweitern.

Die sogenannte EIERGITARRE ist ein unerlässliches Werkzeug am Abendbrottisch, und wir freuen uns über jedes weitere Schneidegerät – egal ob gebraucht oder neuwertig.

Für das Durchwühlen der Küchenschubladen danken die Abendbrotforscher und grüßen herzlich!

Ingke Günther & Jörg Wagner

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Kleiner Abendbrotkongress, BROT die Zweite

1. Oktober 2013 - 00:24 Uhr

Kleiner Abendbrotkongress, BROT die Zweite

Ein kleiner Abendbrotkongress an ungewöhnlichem Ort: im Rahmen der Ausstellung „Himmelsbrot“ werden Abendbrottische im Hauptschiff der Epiphaniaskirche im Frankfurter Nordend eingedeckt. Ahle Wurst, Käse, Butter und Gürkchen versammeln sich auf den Tischen, die im Bereich unterhalb der Orgel aufgereiht alle Gäste willkommen heißen.  Der Abendbrotkongress beginnt, nachdem sich die Kongressteilnehmer mit den nötigen Arbeitsunterlagen (dreierlei BROT) eingedeckt und Platz genommen haben. Auf dem Expertenpodium – in diesem Falle einer Kirchenbank – hoffen die Abendbrotforscher und Bäckermeister Björn Schwind aus dem Stadtteil auf anregende Gespräche, die sich jedoch rasch und wie von selbst einstellen.

Der Stadtbäcker wird zum Alltag in seinem „Laden“, der ambitionierten Biobäckerei „ZEIT FÜR BROT“, befragt. Er weiß von Modekrankheiten und darauf reagierenden Brotsorten, von produktbewusster Kundschaft und den grundsätzlichen Unterschieden einer Bäckerei im urbanen Umfeld  und einer auf dem Lande zu berichten. Weiter führt er die Vorteile der Teamarbeit aus, benennt die Problematik, in diesem Job gute Auszubildende zu bekommen und beschreibt den täglichen Spagat zwischen Qualität und ökonomischen Zwängen. Ein saftiges, wohlschmeckendes Brot gelinge vor allem dann, wenn es möglichst viel Wasser enthalte, erfahren die Brot schmierenden Teilnehmer. „Der Teig sollte feuchter sein, als Mitarbeiter und Maschinen es in der Verarbeitung mögen“, so der Bäckermeister. Und dass sich hinter dem Bäckereinamen „ZEIT FÜR BROT“ eine Haltung verbirgt, die wortwörtlich zu nehmen ist, versteht sich fast von selbst. Außerdem ergänzt Schwind: „Bei uns kaufen alle ein. Der Porschefahrer und der Öko-Öko. Auch wenn unser Brot hochpreisiger ist, kann es sich jeder leisten. Vielleicht nicht ständig, wenn man sparen muss. Aber zum Glück ist Brot kein Luxusartikel, und ich kann mich grundsätzlich für ein gutes Produkt entscheiden, wenn es mir wichtig ist.“

Hauptdarsteller neben unserem Experten sind an diesem Abend: Achtpfündiges Sauerteigbrot (Bäckerei Lutz / Kleinlinden), Vollkornbrot (ZEIT FÜR BROT / Frankfurt), helles Sauerteigbrot (vor Ort gebacken vom Abendbrotforscher Jörg Wagner). Ein großes Lob gilt heute insbesondere dem Vollkornbrot, das an Saftigkeit Seinesgleichen sucht!

Leider musste Alexander Lutz, Bäckermeister aus Kleinlinden, der an diesem Abend ebenfalls als Experte geladen war, kurzfristig absagen. Sehr bedauerlich! Das Sauerteigbrot aus seiner Backstube hat trotzdem vortrefflich geschmeckt und ihn vertreten.

Die Abendbrotforscher danken der Petersgemeinde und Pfarrer Andreas Hoffmann für die Gastfreundschaft und Björn Schwind für das angenehme, unaufgeregte Gespräch und die Einblicke in modernes Bäckerhandwerk im städtischen Kontext.

Den Kongressteilnehmern auf den Mund geschaut:

„Ich bin eigentlich ein Langschläfer und froh, inzwischen nicht mehr jeden Morgen früh raus zu müssen. So gerne ich in der Backstube bin, ich muss es zum Glück nicht mehr täglich sein.“ (B.Sch.)

„Heute ist das Brot oft schon trocken, kaum dass man es gekauft hat. Vom Geschmack ganz abgesehen.“ (T.H.)

 „Brot war bei uns früher etwas ganz Besonderes. Es wurde bekreuzigt, bevor es angeschnitten wurde. Brot wegzuschmeißen, war ein Frevel. Überhaupt altes Brot zu haben, hieß aber auch, dass man grundsätzlich GENUG Brot hatte. Eben genug, dass es überhaupt alt werden konnte.“ (C.G.)

„Ich bin ein Impulskäufer. Wenn mich ein Brot anlacht, kaufe ich‘s und esse es am liebsten auch gleich auf.“ (T.H.)

„Das helle Sauerteigbrot ist sehr gut geworden. Es ist schön speckig!“ (B.SCH.)

„Alle kennen die Disziplin, die früher am Abendbrottisch herrschte. Es gab schon frisches, wohlduftendes Brot, das aber noch nicht angeschnitten werden durfte. Erst mussten die alten Brotreste aufgegessen werden.“ (J.W.)

„In Frankreich müssen die Bäckereien gekennzeichnet sein und ausweisen, ob sie selbst Baguette backen oder es nur lagern. Wer nicht vor Ort bäckt, darf sich nicht boulangerie nennen.“ (T.V.)

„Ja, für meine Einkäufe brauche ich Zeit. Diesen Käse gibt es in einem sehr guten Käseladen in Gießen, die Wurst wieder in einem anderen. Auch für Obst und Gemüse habe ich meinen speziellen vertrauenswürdigen Dealer. Das Besorgen von guten Lebensmitteln fordert Wege und braucht Zeit.“ (J.W.)

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HIMMELSBROT

15. August 2013 - 10:55 Uhr

„HIMMELSBROT“

Ingke Günther + Jörg Wagner
Manfred Stumpf
8. bis 27. September 2013
Epiphaniaskirche Frankfurt/M.

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Ausstellungseröffnung: Sonntag, den 8. September 2013 um 11 Uhr
Die Ausstellung ist Mittwoch bis Freitag von 16 bis 19 Uhr geöffnet.

18. September 2013, 19 Uhr
Kleiner Abendbrotkongress
Tagesordnungspunkt: BROT
Mit den Experten von Zeit für Brot (Frankfurt) und der Bäckerei Lutz (Gießen)
Essen und Gespräch zur „Feldforschung Abendbrot“ und Bäckerhandwerk

www.evangelische-akademie.de

Das gesammte Programm als PDF zum Download: ea himmelsbrot einladung mail

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MDR Figaro Interview Kunst des Balkonierens

22. Juli 2013 - 22:17 Uhr

Kunst_des_BalkonierensMDR Figaro Interview Kunst des Balkonierens – Ingke Günther und Jörg Wagner im Gespräch mit Dr. Katrin Schumacher

Klicken und hören:
MDR Figaro Interview Kunst des Balkonierens

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http://www.mdr.de/mdr-figaro/journal/balkon112.html#anchor5

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abendbrotGASTWIRTSCHAFT Speisekarte

15. Juli 2013 - 16:23 Uhr

abendbrotGASTWIRTSCHAFT Speisekarte (1 von 1)

Abendbrot und Sonnenschein in Halle! Unter besten Bedingungen konnten die Abendbrotforscher den Kiosk „hr. fleischer“ beziehen und für einen lauen Sommerabend lang zur temporären abendbrotGASTWIRTSCHAFT umwidmen. Die Stadt an der Saale zeigte sich von ihrer urbanen und lebendigen Seite: Familien, Radler, Vereinsmitglieder, Studierende, Zufallskundschaft aber auch gezielt eingetroffene Kulturinteressierte tummelten sich um die Ausgabeluke der Kleinstwirtschaft.
Hungrig kreuzten die Gäste auf dem Speisekartenblock, der bildhaft wie appetitmachend das Angebot versammelte, die Brotbeläge ihrer Wahl an. Dabei freuten sie sich sowohl über die gute Wurst vom ansässigen Biometzger oder die mitgebrachten Käsespezialitäten aus dem Hessisch- bzw. Fränkischen, als auch über die Tatsache, dass gute Dinge überraschend einfach sein können.

Wir danken der Biofleischerei Hündorf, dem Biomarkt am Reileck sowie der Brauerei Landsberg für die Unterstützung unseres Projekts durch ihre schmackhaften Produkte.

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abendbrotGASTWIRTSCHAFT Halle 2013

13. Juli 2013 - 14:03 Uhr

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abendbrotGASTWIRTSCHAFT

17. Juni 2013 - 19:08 Uhr

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Sonntag, 7. Juli 2013, 18 – 22 Uhr

hr. fleischer, Kiosk am Reileck, Halle a. d. Saale

Mit der abendbrotGASTWIRTSCHAFT führen Ingke Günther und Jörg Wagner ihre 2009 im Münsterland im Rahmen eines Projektstipendiums begonnene FELDFORSCHUNG ABENDBROT fort. Im Katalog zum Projekt schreiben sie:

„Müsste man die Punkte, die uns am Abendbrot interessieren, kurz gefasst auf eine Butterbrottüte notieren, würde man da lesen: Das ABENDBROT ist eine deutsche Spezialität – brotbasiert, kalt, komponentenreich, deftig und lecker. Der Hauptdarsteller ‚Brot‘ und seine belegenden Begleiter werfen täglich kompositorische Fragen auf. Und der Gestaltungsraum ‚Tisch‘ nicht weniger! Rituale werden sichtbar – wer sitzt wo und isst immer das letzte Stück Salami auf. Die Feierabendmahlzeit lässt Muße zu und stiftet Kommunikation.“

In Halle möchten die Abendbrotforscher den Kiosk hr. fleischer zur temporären abendbrotGASTWIRTSCHAFT umwidmen. Einen Sommerabend lang werden kleine Abendessen durch die Luke des Kiosks gereicht und geladene Gäste wie Flaneure zum Verweilen eingeladen.

Das Angebot der abendbrotGASTWIRTSCHAFT kann zuvor auf delikaten Fotospeisekarten eingesehen und die verschiedenen Abendbrotgedecke nach Ansehen bestellt werden. Dabei mengen sich Abendbrotspezialitäten aus den Herkunftsländern der beiden Künstler (Hessen und Franken) unter die einheimischen Brotbeläge.

http://herrfleischer.blogspot.de/

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Auf den Teller geschaut

5. Juni 2013 - 09:53 Uhr

Auf den Teller geschaut – Kleiner Abendbrotkongress

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Vom Bäckerhandwerk, Teiglingen, Tischmülleimern und Eiergitarren

2. Juni 2013 - 15:49 Uhr

Vom Bäckerhandwerk, Teiglingen, Tischmülleimern und Eiergitarren

Am 13. Mai versammeln sich 25 Menschen um den großen, eingedeckten Abendbrottisch im Gemeindehaus Lützellinden. Mit von der Partie sind Marco Langsdorf und Alexander Lutz, beide Bäckermeister im eigenen, seit mehreren Generationen geführten Familienbetrieb.

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Während die Gäste hartgekochte Eier schälen, Brote mit Schinken und Käse belegen, Tomaten mit Quark und Kresse garnieren oder Abendbrotbilder betrachten, kreisen die Gespräche um das Projekt der „Abendbrotforschung“ und den Beruf des Bäckers. Beide Bäckermeister berichten aus ihrem Arbeitsalltag, von den Belastungen der Nachtarbeit, den Schwierigkeiten einer handwerklichen Existenz neben den großen, industriell arbeitenden Backketten und dem damit zusammenhängenden Preisdruck, sie geben Einblick in Qualitätsfragen oder die Nachwuchsproblematik. Trotz der pessimistisch gefärbten Schilderungen, die ein sukzessives Sterben des Bäckerhandwerks beschreiben, sprechen beide vor allem mit Überzeugung und Stolz von ihrer Arbeit mit einem wichtigen Nahrungsmittel, für das sie mehr Wertschätzung einfordern.

Gute, am besten regional bezogene Produkte, die für die Teigführung nötige Zeit und Handarbeit führen zu einem Qualitätsprodukt, das, so sind sich beide Bäcker einig, auch am Geschmack zu erkennen ist. Die Abendbrotgäste, unter denen einige Hobbybäcker mit am Tisch sitzen, erfahren unter anderem wie Sauerteig auf traditionelle Weise haltbar gemacht werden kann, was doppelter Teigführung ist, warum die Bäcker in Frankreich das bessere Baguette herstellen, die Deutschen dagegen aber in ihrer Brotvielfalt unschlagbar sind. „Die Bäcker in Frankreich fangen um 7 Uhr an zu backen und sind spezialisiert auf ihr fantastisches und unschlagbares Weißbrot, das sie noch mehrmals am Tag frisch backen. Bei uns will man die Vielfalt, das dunkle und das helle Brot, die Brötchen und die Croissants, Laugengebäck und Kuchen – dies alles natürlich stets auch frisch. Wir fangen nachts an zu backen und sind morgens fertig mit allem. Nachmittags ist die Weißbrotstange dann nicht mehr ofenfrisch.“ Und ergänzend zum Spezialistentum führt Alexander Lutz aus: „Trotz der Anforderung immer alles zu bieten, setzen wir auf Spezialisierung. Nur so kann man gut sein. Bei mir gibt es nur eine kleine Auswahl an Kuchen. Außerdem muss es nachmittags auch keine frischen Brötchen mehr geben. Ich habe das Ziel, nach Ladenschluss so wenig wie möglich übrig zu haben.“

Auf die Frage, wie man als Laie die wenigen handwerklich arbeitenden Bäcker in der Region erkennen kann, bekommen die Gäste den Ratschlag vom Bäcker Langsdorf: „Einen guten Bäcker, der noch Berührung mit dem Teig hat, erkennt man daran, dass das Brot NICHT jeden Tag gleich aussieht. Bei meinen Broten schwankt die Form bisweilen ziemlich. Sie ist abhängig vom Wetter, dem Zeitdruck in der Backstube, den Zutaten und letztendlich auch von meiner Tagesform. Sieht das Brot immer haargenau gleich aus, kann man davon ausgehen, dass es aus einer industriellen Produktion mit immer gleichen Maschineneinstellungen kommt.“ Und er ergänzt an anderer Stelle: „Wenn man bei Aldi oder Lidl für 0.89 € ein Brot kauft und dann gegenüber einen Kaffee für 1.50 € trinkt, dann stimmen die Verhältnisse nicht mehr. Keiner gibt so wenig Geld für Nahrungsmittel aus wie die Deutschen. Da muss ein Umdenken einsetzen.“

Die abschließende Empfehlung der Abendbrotforscher: Die tollen Brötchen sowie Butterloch- und Streuselkuchen beim Bäcker Lutz in Kleinlinden probieren und das 1-A-Sauerteigbrot bei Langsdorf in Lützellinden! Dieses begleitet die Abendbrotforschung schon seit geraumer Zeit und hat bisher allenthalben überzeugt.

Beiden Bäckermeistern danken wir für die spannenden Ausführungen in einer neugierigen Abendbrotrunde, deren Wertschätzung für ihre guten Produkte ihnen gewiss sein kann!

Belauschte Tischgespräche am Rande:

„Ich weiß nie wohin mit den Essensabfällen und bin dafür, dass es auch auf privaten Abendbrottischen einen Tischmülleimer gibt.“ (G.S.) „So ein Quatsch, dafür kann man doch einen Teller oder ein Schälchen nehmen. Mülleimer gehören nie und nimmer auf den Tisch. Das ist auch in Hotels daneben.“ (J.W.)

„Ihr habt Silberzwiebeln, die schmecken, wie Silberzwiebeln schmecken müssen – nicht zu sauer, fast ein bisschen süß – genau richtig. Wie früher!“ (F.R.-S.)

„Kürzlich habe ich erfahren, wie man diese Eierschneider hier auch nennt.“ „Wie denn?“ „Eiergitarren.“ (G.R.)

„Das ist das perfekte Abendbrot: dunkles Brot, Leberwurst, eine saure Gurke und ein Bier dazu. Bier MUSS dazu einfach sein!“ (U.R.)

„Ich erinnere mich an die Resopal-Brettchen aus meiner Kindheit. Oft waren die schon völlig zerschnitten und unansehnlich. Man mochte die aber nur Zuhause gerne. Woanders fand ich sie eklig. Oft rochen sie auch so komisch.“ (G.R.)

„Erstaunlich, wie unterschiedlich die Leberwurst-Praxis ist! Ich konnte beobachten, wie Tischnachbarn immer fein säuberlich das Ende abgeschnitten haben. Andere haben sich ganz selbstverständlich tief in die Wurst eingegraben und das lümmelige Pellen-Enden nicht abgeschnitten.“ (I.R.)

„Wie geordnet und ästhetisch die anderen Teller aussehen. Bei mir ist totales Chaos.“ (K.v.P.)

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Kleiner Abendbrotkongress – tagesordnungspunkt eins: BROT

2. Juni 2013 - 15:48 Uhr

Kleiner Abendbrotkongress

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Der kleine Abendbrotkongress schmilzt das Format der Tagung auf die Größe eines Abendbrottischs zusammen. Die „Zusammenkunft von Personen, die in einem speziellen Themenbereich arbeiten“ (Wikipedia) widmet sich um in eine Gesellschaft, die gemeinsam Brot aufschneidet und belegt, zusammen speist und sich austauscht. Experten des Alltags, denn  alle haben Abendbroterfahrungen, treffen sich und teilen ihr Abendbrotwissen.

Den Auftakt der Kongressreihe bestreitet der Hauptdarsteller des Abendessens: das

BROT.

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In schier unendlichen Sorten, mit regionalen Besonderheiten und in unterschiedlicher Gestalt  bereichert das Brot die kulturelle Besonderheit des deutschen Abendbrots. Begleitet von seinen belegenden Begleitern, Wurst und Käse, macht es die kalte Feierabendendmahlzeit zum komponentenreichen Speise, zur vielfältigen, essbaren Collage. Als Lobbyisten und Experten dieses Grundnahrungsmittels werden zum ersten Abendbrotkongress Vertreter des Bäckerhandwerks mit am Abendbrottisch sitzen.

Der kleine Abendbrotkongress, ausgedacht und moderiert von Feldforschung Abendbrot ist als fortlaufende Reihe angelegt und wird vom Heimatdorf der Abendbrotforscher ausgehend weitere Kreise in unterschiedliche Städte und deutschsprachige Regionen ziehen.

Experten:Marco Langsdorf (Bäckermeister, Lützellinden) undAlexander Lutz (Bäckermeister, Kleinlinden)

1. Kongress-Ort: Gemeindesaal Lützellinden, Zum Dorfplatz 6, Gießen

Abendbrottermin:Montag, der 13. Mai um 19 Uhr

Weitere Termine zu den Abendbrot-Themen „Käse“, „Wurst“, „Messer“ oder „Tisch decken“ sind in Planung.

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Die Abendbrotforschung im Tagesspiegel – 2. November 2012

13. November 2012 - 12:10 Uhr

Der Tagesspiegel berichtet am 2.11. 2012 unter dem Titel „Die Retter des Abendbrots“ von der Abendbrotforschung.

Der Artikel als PDF zum Download:

Die Retter des Abendbrots (November 2012)

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Feldforschung Abendbrot in der Schweiz – Ausstellung und Aktion

2. September 2012 - 23:31 Uhr

Ausstellung Stadt(t)räume  25./26. August 2012 . 14 – 19 Uhr

Nach der Gastfreundschaft und Offenheit, die wir sowohl an den Abendbrottischen der Baseler als auch auf den Plätzen und Straßen der Stadt erlebt haben, geben wir in verdichteter Form zurück, was wir erlebt und gesammelt haben. Für zwei Tage laden wir ein ins „Café complet“ – ein temporäres Abendbrotcafé im Rahmen der Ausstellung „Stadt(t)räume“.

Stadt(t)räume –    http://supe.ch/doc/index.php?id=193&L=0

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Feldforschung Abendbrot in der Schweiz – Tüütschi auf der Suche nach dem Café complet

24. August 2012 - 02:20 Uhr

Per Mail und zwischen Tür und Angel zugetragen:

„Abendessen ja, Abendbrot nein, insofern es nicht meine >Sitte< ist. Meine Großmutter nahm mich manchmal noch mit ins >Tearoom<, als ich noch klein war und bestellte dort dann dieses Café complet, was mir komplett fremd war und nur durch diese Tearoom-Besuche eine Realität gewann, verbunden mit meiner Großmutter… also ich spreche hier von einer Enkeltochter aus den 1960er Jahren. Ich selbst praktiziere nichts Ähnliches.“ (Andrea)

„Zu einem Café complet gehört für mich unbedingt billige Wurst dazu. Die billigste, die es gibt.“ (Ralf)

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Auf der Suche nach dem Schweizer Nachtessen Café complet: Donnerstag 23. August, 20 Uhr, Privat zu Gast

24. August 2012 - 02:15 Uhr

Donnerstag, 23. August 2012, 19.30 Uhr, zu Gast bei Katharina

Zu unserer letzten Abendbroteinladung in Basel nehmen wir heute eine „Ahle Worscht“ als Gastgeschenk mit und machen uns wieder auf den Fußweg nach Kleinbasel. Bei Katharina, die wir am Wettsteinplatz kennengelernt haben, wartet schon der gedeckte Abendbrottisch auf ihrem handtuchschmalen Balkon auf uns. Gemeinsam mit ihrer zehnjährigen Tochter Sophie rücken wir eng an einem Tisch zusammen, der von einer großen Schüssel Bircher Müsli und ungewöhnlich schönen Schalen dominiert wird. Letztere hat Katharina auf einem Flohmarkt in Odessa erworben, wo ihre große Tochter studiert.

Wir freuen uns über das erste Bircher Müsli, das wir zu einem Café complet serviert bekommen. Dazu gibt es Waliser Brot, selbstgemachte Quittenmarmelade und Tee – keinen Kaffee. „Für mich ist seit Kindertagen ein kaltes Nachtessen ein Café complet – dazu gehört alles Mögliche, aber kein Kaffee, auf keinen Fall Kaffee“, sagt Katharina, die lange Zeit in Deutschland gelebt hat. Aus dieser Zeit erinnert sie zwei Unterschiede im Vergleich der Abendbrotkultur: „Mir waren bis dahin die Abendbrotbrettchen völlig unbekannt, die es in Deutschland in unterschiedlichsten Formen gibt. Außerdem kenne ich aus der Schweiz einen anderen Umgang mit dem Butterbrot – nicht die ganze Scheibe wird mit Butter bestrichen und dann belegt, sondern Bissen für Bissen schmiert man ein bisschen Butter auf das Brot und bestückt es entsprechend mit mundgerechten Häppchen Käse oder Wurst. Das ist natürlich auch die eher bürgerliche Art, das Brot zu essen.“

Als Sophie ins Bett muss, rückt Janina, Katharinas Mitbewohnerin, an den Abendbrottisch nach – mit einem Teller duftender Kürbissuppe mit Zucchini nimmt sie Platz. Sie arbeitet als Deutsche in der Schweiz und hat den Begriff Café compet noch nie gehört. „Ich esse abends aber ohnehin meistens warm.“

Katharina macht uns an diesem Abend gleich dreifach Bircher Müsli-Freuden: mit einer persönlichen Geschichte, ihrem leckeren Müsli-Rezept und einem, für die Herstellung dieser schweizer Spezialität, unerlässlichen Utensil.

Katharinas Geschichte: Mit dem Bircher Müsli ist ihre Herkunft auf besondere Weise verknüpft. Die Mutter ihres Vaters hat seinerzeit ein Treffen zwischen ihren zukünftigen Eltern „angebahnt“, bei dem der Sohn, dessen Entlobung gerade vorausgegangen war, eine neue (progressive) Frau kennenlernen sollte. Diese hat sich auf Nachfragen der Großmutter als Speise zu dieser allerersten Zusammenkunft ein Bircher Müsli gewünscht.

Katharinas Bircher-Müsli-Rezept: Haferflocken in Wasser einweichen, zu den gequollenen Flocken später Joghurt, etwas saure Sahne, geraspelte Äpfel, geschnittene Nektarinen und Himbeeren geben.

Katharinas Präsent: eine original Bircher-Raspel (!) zum Reiben der Äpfel. Als Beleg, dass es sich um die echte Reibe handelt, zeigt sie ihre formgleiche, geerbte Familienraspel, die die Aufschrift: „Original Dr. Bircher“ trägt.

Wir verlassen Katharina nach einem sehr schönen Nachtessen mit Gesprächen über die Kunst, das Schreiben, eigene Häuser und Ställe und das bedingungslose Grundeinkommen. Mit auf den Weg gibt uns Katharina noch den wunderbaren Begriff „Uffgschtellts“. Eine Bezeichnung für das Nachtessen in der Innerschweiz – man stellt auf den Tisch, was Küche und Kühlschrank hergeben.

Wir danken Katharina für ihre Einladung und ein besonderes Abendessen wie unter Freunden.

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Auf der Suche nach dem Schweizer Nachtessen Café complet: Mittwoch 22. August, 20 Uhr, Privat zu Gast

24. August 2012 - 02:08 Uhr

Mittwoch, 22. August 2012, 20 Uhr, zu Gast bei Annabel und Hans

Die Einladung zum heutigen Nachtessen stammt von einem echten Café complet-Experten und geht auf unsere Abendbrotstation am Rheinufer zurück – dort  haben wir unseren Gastgeber Hans kennen gelernt. In Badehose trat er amüsiert an unseren Abendbrottisch heran und sagte: „Café complet? Das mache ich jeden Abend. Den Kaffee lasse ich allerdings inzwischen weg.“

Nun sind wir bei ihm und seiner Frau Annabel eingeladen und setzten uns an den bereits mit Bedacht gedeckten Tisch. Bei geöffneten Fenstern blicken wir auf den Rhein. Wie angekündigt haben die beiden auf den früher obligatorischen Kaffee verzichtet und bieten uns ein Nachtessen an, wie sie es auch sonst im Alltag jeden Abend gemeinsam einnehmen: Brot, Butter und eine Auswahl an Käse, Salat und Obst. Dazu einen Apfelmost und Wasser, manchmal einen Wein, den es auch heute gibt. Besonders der Salat aus fleischigen, geschälten Tomaten, Avocado und Rucola schmeckt ausgezeichnet. Beide Gastgeber legen Wert auf gesunde Ernährung, einen schön gedeckten Tisch und Essen ohne Hektik. „Dieses ständige Essen im Gehen kann ich nicht nachvollziehen“, sagt Annabel, die ursprünglich aus England stammt, aber sehr lange in Hamburg gelebt hat und akzentfrei Deutsch spricht. Von ihr lernen wir die Bezeichnung „englische Arbeitszeiten“ – er steht für den Arbeitstag mit kurzer Mittagspause und Feierabend um 17 Uhr, auf den am Abend eine warme Mahlzeit folgt. Auch in Deutschland und der Schweiz ist dies immer verbreiteter.

Während des Nachtessens, das ohne Kaffee und Konfitüre an ein Abendbrot erinnert, wie wir es aus Deutschland kennen, sprechen wir ausgiebig über unser aktuelles Projekt, das von Gesprächen und Begegnungen lebt. Außerdem kommen wir bei unserer anregenden Unterhaltung auf die Existenz als Künstler, Ernährungsgewohnheiten in anderen Ländern, ganzheitliche Gesundheitskonzepte, die angebliche „Germanophobie“ der Deutschschweizer und die Beschleunigung des täglichen Lebens zu sprechen.

Wir danken Hans und Annabel für die Einladung an ihren Abendbrottisch, an dem wir uns schnell nicht mehr fremd gefühlt und gemeinsam einen entspannten Abend mit guten Gesprächen verbracht haben.

P.S.: Vom Gastgeschenk, dem „Handkäs mit Musik“, wurde vom Hausherrn mit Neugier, aber nicht unbedingt nachhaltiger Freude gekostet…

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Auf der Suche nach dem Schweizer Nachtessen Café complet: 22. August 2012, Rheinsprung

24. August 2012 - 02:05 Uhr

22. August 2012, ABENDBROTTISCH am Rheinsprung 18

Für unsere letzte Abendbrotintervention im öffentlichen Raum in Basel haben wir uns einen Platz in unmittelbarer Nähe zu unserem Domizil in der Altstadt ausgesucht. Eine schmale Gasse weitet sich zu einer Terrassensituation und gibt den Blick auf den Rhein und die Mittlere Brücke frei. Auffällig ist hier eine große, quadratische Teerfläche, die auf das Pflaster gelegt ist. Wahrscheinlich eine temporäre Ausbesserungsmaßnahme. Uns ist sie willkommen, denn sie bietet unserem Abendbrottisch eine fast bühnenartige, auf jeden Fall herausgehobene Situation.

Berufstätige eiligen Schrittes sowie Touristen, die zum Ausblick auf den Rhein kurz an der Mauer verweilen, passieren unseren Tisch. Besonders auffällig sind die vielen Radfahrer, die sich die steile Straße herauf kämpfen oder flott in die andere Richtung herunterfahren. Auch Jogger in großen Gruppen eilen schwitzend und schmunzelnd an unserem Aufsteller vorbei.

Café complet? Noch nie gehört! Wir kommen allerdings auch aus Deutschland, leben und arbeiten aber hier. Ich bin mit einem Schweizer verheiratet. Komisch, dass mir der Begriff noch nie begegnet ist. Ich werde meinen Mann gleich heute Abend mal interviewen, was er damit verbindet.“ (Junge Frau in Begleitung einer Freundin)

„Ich komme aus der Westschweiz – aus Lausanne – da ist das Café complet nicht so verbreitet, aber ich kenne es und esse abends oft kalt. Heute werde ich im Zug essen, da ich noch nicht einmal zum Mittagessen gekommen bin. Ich bin Student und arbeite gerade in  einer Firma in Lörrach. Wenn ihr sehen wollt, wie mein Nachtessen heute aussieht (breitet seinen Einkauf auf unserem Tisch aus) – Brot, Käse und Nektarinen wird es heute geben. Das ist eigentlich ein typisches Essen für mich. Das Leben in der Schweiz ist teuer und ich bemühe mich, preiswert einzukaufen (legt auch den Bon auf den Tisch zu seinem Einkaufsstillleben).“ (Junger Mann mit großer Tasche)

„Ich weiß nicht, was ein Café complet ist, aber eure Wurst kenne ich. Das ist >Ahle Worscht<, oder? Ich komme aus Kassel, dort gibt es diese hessische Wurst auch. Ja, eure ist sehr lecker. Mit meiner Mutter hat es einmal ein Missverständnis gegeben, als wir uns zum Essengehen verabredet haben. Klar war, dass wir uns zu einer warmen Mahlzeit verabredet haben, über die Uhrzeit haben wir nicht gesprochen. Als ich abends kam, um sie abzuholen (ich esse immer abends warm), war sie tödlich beleidigt, denn sie hat ab mittags auf mich gewartet. Für sie war ganz natürlich die warme Mahlzeit mit dem Mittagessen gleichgesetzt. Abends gab es bei ihr klassisch Abendbrot, pünktlich um 19 Uhr. Warum meine Mutter sauer war, habe ich erst viel später erfahren. Ich dachte damals, weil ich mich um einige Minuten verspätet habe…“ (Ältere Dame, die für einige Tage in Basel ist und gerade aus der Jeff Koons Ausstellung kam.)

Café complet? Das ist doch ganz klar! Das ist das, was wir daheim haben: Kaffee, Konfi, Käse, Gschwellti.“ (Ruft uns ein Mann mittleren Alters im Vorbeigehen zu und zählt die Zutaten wie einen Abzählreim auf.)

„Na klar, kennen wir den Café complet. Wir sind Deutsche, die hier im Grenzgebiet wohnen. Ob wir den für uns auch machen? Nein, das ist ganz klar eine Schweizer Sache. Wir würden nie abends Kaffee trinken. Wir trinken unseren Kaffee immer schon direkt nach dem Mittagessen. Wichtig ist uns dabei, dass er aus einem Glas getrunken wird. Seit ich denken kann, gab es bei uns nach dem Mittagessen einen Kaffee und diesen immer aus Gläsern, die an einfache Weingläser erinnern. Nach dem Krieg hat mein Vater seinen Kaffee mittags immer mit einem Kirschwasser darin getrunken. Ich glaube, der Café complet spielt hier eine Rolle, weil die Schweizer einfach sehr gerne und viel Kaffee trinken. Die machen ja auch einfach einen verdammt guten. Wenn man sich in der Schweiz auf etwas verlassen kann, dann auf den Kaffee und die sauberen, guten Betten.“ (Älteres Ehepaar)

„Ich kenne mich mit dem Café complet nicht aus. Mit Abendessen aber schon – da bin ich sehr flexibel und esse sehr unterschiedlich, in der Regel, was eben da ist. Zurzeit bin ich wieder länger mit dem Fahrrad unterwegs – ich komme gerade aus Norwegen – da esse ich abends vor meinem Zelt meistens kalt. Das beste und reichlichste Abendessen habe ich in Georgien im Kaukasus kennengelernt, da wird man so gastfreundschaftlich und gut bewirtet, dass man kaum dagegen anessen kann.“

(Mann mittleren Alters aus Bayern, der mit dem Fahrrad bei uns anhält. Als Weltenbummler hat er in den vergangenen 12 Jahren den gesamten Globus mit dem Rad umrundet und war jeweils mehrere Monate am Stück unterwegs. Er berichtet uns von seinen Reisen, den vor Ort gemachten Erfahrungen und wie sich sein Beruf als Werkzeugmacher mit den Langzeitreisen in Verbindung bringen lässt. „Ich finde es viel verrückter jeden Tag zur Arbeit zu gehen, als das, was ich mache.“ Uns verspricht er ein spezielles Abendbrotfoto von einer seiner Reisen.)

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Stadt(t)räume – Programm

20. August 2012 - 10:55 Uhr

Stadt(t)räume
Ein Projekt von Susanne Schär & Peter Spillmann und Janine Schmutz.

Event #01
24. – 26. August 2012

Vernissage: Freitag, 24. August 2012 . 19 Uhr
Ausstellung: 25./26. August 2012 . 14-19 Uhr

Maria Ångermann / FIN
Nicolas Carrier / F
Urs Aeschbach / CH
Merrick Belyea / AUS
Jan Torpus / CH
Ingke Günther & Jörg Wagner / D

Zum Kleinen Markgräflerhof
Augustinergasse 17 . Basel / CH

http://project.supe.ch

. . . . . . . . . .

 

Programm: Details – Event #01

Inke Günther & Jörg Wagner – Feldforschung Abendbrot
. „Café complet“ – Aktion und Installation
.
. Freitag, 24. August: Vernissage ab 19 Uhr
. Aktion – „Café complet en miniature“, Kleines Nachtessen für alle.
. Samstag, 25. und Sonntag, 26. August 2012 . 14-19 Uhr
. Ausstellung – das „Café complet“ ist als Installation begehbar.
. Sonntag, 26. August . ab 17 bis 19 Uhr
. Aktion – „Geschlossene Gesellschaft“.

Jan Torpus – lifeClipper3
. Augmented Reality-Spaziergänge im St. Johannspark, Basel
.
. Samstag, 25. und Sonntag, 26 August
. Spaziergänge – jeweils ab 14 bis ca.18 Uhr im St. Johannspark
. Anmeldung während der Vernissage.

. mehr Informationen unter http://project.supe.ch

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Auf der Suche nach dem Schweizer Nachtessen Café complet: Samstag, 11. August, 20 Uhr, Privat zu Gast

20. August 2012 - 10:51 Uhr

Samstag, 11. August, 20 Uhr,  Privat zu Gast im Wirtshaus Lallekönig

Nachdem wir die Abendbrotstation am Wettsteinplatz abgebaut haben, packen wir erneut unser Gastgeschenk, den hessischen Handkäs, ein und laufen zum Lallekönig, der unweit unseres Domizils, dem Kleinen Markgräflerhof, liegt. Hier werden wir von Barbara, der Wirtsfrau, begrüßt, die auf den einzigen eingedeckten Tisch im Lokal verweist. „Wir haben da was vorbereitet.“ Kaffeetassen stehen neben den Tellern bereit, die gleich darauf mit schwarzem Kaffee und warmer Milch gefüllt werden. Der Kaffee ist nicht zu stark und sehr lecker. Kurz darauf folgen die Gschwellti – Barbaras Kindheitserinnerung – unter einer Serviette zum Warmhalten verborgen. Dazu serviert sie uns einen Teller mit Butter umringt von zweierlei Hartkäse. Das schlichte Essen schmeckt uns äußerst gut, gegen die Menge können wir allerdings nicht ganz anessen. Barbara erläutert uns, das der Begriff „Gschwellti“ von „geschwellt“ = „gekocht“ kommt. Geschwellt werden aber keine Nudeln, geschwellt werden nur Kartoffeln, erklärt sie auf unsere Nachfrage. Die Kinderspeise ihrer eigenen Kinder sei Griespudding mit Apfelmus gewesen, dass habe es abends häufig gegeben. Mit einer Süßspeise abgerundet wird auch unser Nachtessen: wir bekommen eine lauwarme, köstliche Apfel-Aprikosen-Wähe. Sehr fein – wobei wir nach den mächtigen Gschwellti ziemlich kämpfen müssen. Zum Abschluss kosten wir von einer der vielen Basler Biersorten auf die Barbaras Wirtschaft spezialisiert ist.

Wir danken Barbara für die großzügige private Einladung in ihr Lokal, die sie neben dem normalen Gasthausbetrieb gehändelt hat. Die Verpflegung war ganz hervorragenden und ein bisschen „wie bei Muttern“!

 

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Auf der Suche nach dem Schweizer Nachtessen Café complet: 11. August 2012, Wettsteinplatz

20. August 2012 - 10:50 Uhr

11. August 2012, Wettsteinplatz  

Auf dem neu gestalteten Wettsteinplatz richten wir unseren Abendbrottisch im Schatten eines aufgelassenen Kiosks ein. In Interwallen gesellen sich um uns herum immer wieder Menschentrauben, die auf die Ankunft von Tram oder Bus warten. Die Taktung der Abfahrtszeiten regelt häufig die Verweil- und Gesprächsdauer und unterbricht den Dialog amüsant-abrupt. Doch einige Café-complet-Experten vergessen die Zeit und entscheiden sich bewusst dazu, den nächsten Bus zu nehmen, um ausgiebig mit uns zu plaudern.

„Heute hatten wir schon unseren Café complet, da wir jetzt noch in den Park gehen. Normalerweise nehmen wir um 18 Uhr unser Nachtessen ein, das eigentlich immer ein Café complet ist. Und ja, wir nennen das auch so, denn wir kommen vom Land. Inzwischen, wir sind ja nicht mehr die Jüngsten, haben wir den Kaffee gegen Tee eingetauscht. Früher gab es auch häufig Reste vom Mittag zum kalten Nachtessen dazu. Heute koche ich mittags weniger für mich und meinen Mann und es bleibt nichts mehr übrig. Mein Mann ist 89 Jahre alt und – schauen Sie ihn an – mein Essen und Café complet haben ihn fit gehalten. Als ich Kind war, gab es jeden Tag Rösti zum Café complet und einmal in der Woche Gschwellti.“ (Älteres Ehepaar; sie erzählt ausgiebig, nachdem sie zu Beginn des Gesprächs noch meint, sie wisse nicht, was Café complet sei. Dies lag aber nur an unserer falschen Aussprache…)

„Ja, vor allem im Spital ist das Café complet noch ein Begriff. Dort wird es jeden Sonntag gemacht. Es ist wendig aufwendig und gut vorzubereiten für die Küche.“  (Ältere Dame)

„Was? Café complet? Kenn ich nicht!“, er. Sie: „Doch – das kennst du. Das ist eine Brotzeit. Mit Kaffee? Nein, für mich ohne Kaffee.“            (Junges Paar mit zwei Kindern)

„Ein Café complet wird mit Filterkaffee gemacht und mit warmer Milch serviert. Zum Frühstück gibt es dann ein Hörnchen zum Eintunken dazu. Eine andere Variante ist die mit Brot, Butter und Konfi. – Ja, als Abendbrot gibt und gab es das auch, aber in meiner Familie haben wir das nicht gemacht. Ich glaube der Begriff kommt ursprünglich aus der französischsprachigen Schweiz.“                    (Ältere, sehr elegante Dame)

Café complet? Das ist ja lustig – meine Tochter und ich haben kürzlich gesagt, wenn wir mal ein Café aufmachen sollten, dann muss es Café complet heißen, denn wir essen das gerne am Abend. Wir kommen nicht von hier, sondern sind aus Graubünden, da ist es, glaube ich, noch üblicher.“   (Junge Mutter mit drei Kindern – die große Tochter freut sich tierisch darüber, auf unserem Plakat einen Café complet zu entdecken)

„Ob es DER oder DAS Café complet heißt? DER Café complet heißt es amtssprachlich und das sagt man wohl eher im Dialekt.“            (Susanne)

Café complet ist in der Schweiz so beliebt, weil der Schweizer eben gerne Kaffee trinkt. Hier gibt es einfach auch guten Kaffee. Der Kaffee in Deutschland schmeckt mir zum Beispiel nicht. Morgens esse ich in der Regel ein Bircher Müsli und abends ein Stück Brot, dann auch gerne einen Kaffee dazu – ich habe kein Problem mit dem Schlafen. Aus der Kindheit hat sich eine Abendbrotgeschichte besonders eingeprägt: Meine Mutter hat früher als Nachtessen häufig Griespudding gekocht. Der kam dann in der Form zum Auskühlen in ein Wasserbad; oft schwamm er dann im Badezimmerwaschbecken. Eines Tages – ich war ein kleines Mädchen und musste auf die Toilette – hat es mich sehr gereizt, den im Becken dümpelnden Pudding anzuschubsen. Einmal, zweimal, bis natürlich Wasser reinschwappte. Zur Strafe musste ich dann ins Bett. – Nein, nicht ohne Essen, ich musste den wässrigen Griespudding aufessen während mein Vater mit strenger Miene daneben saß.“   (Ältere Dame, die länger mit uns redet und mehrere Busse verpasst)

„Für mich steht der Begriff >Abendessen< für eine kalte Mahlzeit, wie der Café complet und ein >Nachtessen< ist warm. Ich bin ein Bauernsohn und meine Mutter hat immer eine ganz spezielle Kaffeemischung in einem großen Topf angerührt: Bohnenkaffe, Getreidekaffee, Zichorie und dunkler, gerösteter Zucker – den gab es in so blauen, abgepackten Würfeln – wurden vermischt. Dazu gab es natürlich warme Milch. Dieser Kaffee wurde dann auch in großen Behältnissen aufs Feld gebracht.“ (Mann mittleren Alters mit Tochter; als seine Frau dazu stößt, werden wir spontan zum Abendessen eingeladen)

 

 

 

 

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