Archiv für Juli 2009


Abendbrot-Rezepte, Teil 1

29. Juli 2009 - 09:51 Uhr

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Abendbrot-Hauptdarsteller, Teil 1

29. Juli 2009 - 09:40 Uhr

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Feldforschung Abendbrot vor Ort, Lengerich

28. Juli 2009 - 21:25 Uhr

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Der Wetterbericht hält, was er verspricht: der strahlende Sonnenschein, der uns tagsüber beglückt hat, wird abends einer Regenfront weichen. Als wir in der idyllischen Siedlung in der Robert-Koch-Straße ankommen, ist es erst noch trocken. Kaum haben wir jedoch aufgebaut, stellt sich schwacher aber nachhaltiger Regen ein – keine guten Voraussetzungen für ein geselliges Beisammensein im Freien. Wir verziehen uns ins Abendbrotmobil, und die Bewohner bleiben vorerst in ihren Häusern – allenfalls mitleidige Blicke lassen sich hinter wackelnden Gardinen erahnen.

Aber wir sollen nicht alleine bleiben: trotz des Regens kommen immer wieder vereinzelt Gäste zu uns an und vor allem in das Mobil. Marion Marx, die wir schon im DA-Kunsthaus Kloster Gravenhorst kennengelernt haben, besucht uns und bringt einen köstlichen Kartoffelsalat mit. Westfälisch ist er insofern, da nur Gemüse aus dem eigenen Garten verwendet wurde (Danke für das Rezept!). Wir decken im Mobil den Tisch, essen gemeinsam Abendbrot und tauschen uns lange über Lebensläufe, Essensgewohnheiten und Nachbarschaften aus.

Und so schreitet der Abend voran und der wenige Platz im Mobil ist fast immer durch Besuch besetzt. Es sind erstaunlicher Weise ausschließlich die Damen, der umgebenden Nachbarschaft, die wissen wollen, was es mit dem Mobil in ihrem beschaulichen Wendehammer auf sich hat. Eine nette Nachbarin macht gleich mit Rauhaardackel Olli bei uns Station und lässt sich zu einem Abendbrot-Imbiss einladen. So sind wir im Nieselregen doch ständig im Gespräch, wenn auch intimer als erwartet. Ein öffentlich gedachtes Abendbrot bekommt einen privaten Charakter.

Wir danken Marion Marx und den Nachbarinnen der Robert-Koch-Straße für die Gesellschaft im Abendbrotmobil und den aufgeschlossenen Austausch. Natürlich würden wir uns freuen, wenn das eine oder andere Abendbrotfoto vom privat gedeckten Tisch in den nächsten Wochen bei uns eintrudeln würde!

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FELDFORSCHUNG ABENDBROT privat, 7. Einladung

28. Juli 2009 - 21:14 Uhr

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7. Einladung: Riesenbeck

Gastgeschenk: Angemachter fränkischer Zwiebeleskäs‘ und hessische „Ahle Worscht“

Eine Abendbroteinladung im größeren Familienkreis steht heute Abend an: um 19.30 Uhr sind wir auf dem BIOLAND-Bauernhof der Familie Gehring in Riesenbeck eingeladen. Ruth und Wolfgang Gehring führen neben der Landwirtschaft mit Schweinehaltung ein Bauernhofcafé und einen Partyservice. Sie haben sechs Kinder, von denen fünf noch zu Hause leben.

Auf dem Bauernhof angekommen bewundern wir das auf der Weide hinter dem Haus grasende Damwild, während Wolfgang Gehring professionell den Grill anwirft. Im Hintergrund tummeln sich noch die Helfer des Bauerncafés, die den Betrieb nach einem langen Sonntag langsam seinem Feierabend entgegenführen. Sonntags herrscht besonderer Andrang im Café – drei Buffets bietet Familie Gehring dann über den Tag an: ein Bauernfrühstück, ein Mittags- und ein großes Kuchenbuffet. Nun klingt der Arbeitstag aus und die Reste des Tages (die nicht danach aussehen!) werden auf den Abendbrottisch der Familie auf die Terrasse hinterm Haus getragen. Am Grill hilft der Praktikant aus Irland, am Tisch die Praktikantin aus Usbekistan – beide jungen Leute leben auch in der Familie.

Schnell sind Fleisch (aus eigener Haltung) und Würstchen fertig gegrillt. Ruth trommelt die Familie zusammen, und rasch sammelt sich die Großfamilie nebst Helfern um den Abendbrottisch. Mit der Großmutter, vier anwesenden Kindern und einem Freund, den beiden Praktikanten und den Eheleuten Gehring nehmen außer uns zehn Personen am gedeckten Tisch Platz! Während des Essens berichtet Ruth von den Abendbrotgewohnheiten der Familie. Außer dem selbstgebackenen Brot, das es immer gibt, sehen die Abendmahlzeiten recht unterschiedlich aus. Im Sommer wird bei schönem Wetter oft gegrillt, warmes Essen herrscht auch sonst vor – gegessen wird zumeist, was in der Gastwirtschaft vom Tage übrig blieb. Heute gibt es zum Gegrillten Tortellini-Salat und einen Salat mit Paprika, Schafskäse, Zucchini, Zwiebeln und Oliven.

Nach dem Essen sind alle schnell wieder verschwunden. „Das ist eigentlich immer so.“, berichtet Ruth. „Eine so große Bande ist nicht lange gemeinsam am Tisch zu halten.“ Während Lea, das Nesthäkchen der Familie um uns herumturnt, erfahren wir viel über den Alltag der Gehrings, der von Landwirtschaft und Gastronomie geprägt ist. Außerdem bekommen wir Einblicke in die regionale Speisekarte, auf der „Rindfleisch mit Zwiebelsoße“, „Töttchen“ und „Herrencreme“ nicht fehlen darf. Zum Abschluss bekommen wir noch eine Führung über das weitläufige Gelände des Hofes mit Gemüsegärten, Strohlabyrinth für die Kinder, Damwild-Weide, Ziegengatter, Schweineställen und einem sehr schönen Biergarten.

Wir danken Ruth und Wolfgang für die Gastfreundschaft und für die Zeit, die sie sich am Ende eines langen Arbeitstages für uns genommen haben. Die BIOLAND-Schweinesteaks waren außerordentlich lecker! Außerdem würde uns die Zusendung der Salat-Rezepte sehr freuen und unsere Sammlung bereichern.

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31. Woche 2009

28. Juli 2009 - 14:14 Uhr

Abendbrot der Woche von Darja Wachsmuth: Möhrensalat mit Butterbrot

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Auf die Frage nach dem Rezept schrieb Darja aufrichtig zurück:

Jetzt haste mich erwischt!
Habe das Brot nur geknetet- es entstammt den freundlichen Helfern aus Industrie und Handel.
Brotbackmischung „Bauernbrot“. Zu meiner Ehrenrettung kann ich anführen, daß ich es wenigstens noch mit Vollkornmehl aufgemotzt habe.
Der Salat ist einfachstes Nivau und deshalb gerade gut:

1. Fleißpunkte sammeln beim Raspeln von 500g Möhren
2. Kleine Zwiebel fein würfeln
3. Dressing aus 3El Apfelessig, 4El Rapsöl, Pfeffer und Salz anrühren
4. Gut durchmischen
5. Geduld- mindestens 2 Stunden ziehen lassen.

Ich muß meinen Möhrensalat leider immer im Blindflug herstellen, da ich gegen rohe Möhren allergisch bin. Wenn der Salat gezogen ist, kann ich ihn essen. Meist gelingt er ohne Abschmecken ganz gut. Wenn er mal aus dem Gleichgewicht geraten ist, wird eben noch mit Zucker nachgeholfen.
So ich hoffe, die Mengenangaben stimmen wenigstens ansatzweise…
Schütte inzwischen alles wild in die Schüssel.
Diesen Salat gibt es bei mir schon seit über 20 Jahren.

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Feldforschung Abendbrot vor Ort, Greven

25. Juli 2009 - 12:10 Uhr

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Der Wetterbericht hat für die Abendstunden Starkregen angekündigt. Ein Gewitter liegt schon hinter uns, als wir im Kloster Gravenhorst aufbrechen, um mit dem Abendbrotmobil nach Greven zu fahren. Dort angekommen empfängt uns erst einmal ein strahlender Himmel. Doch das Bild trügt – kaum haben wir aufgebaut, spült uns ein starkes Gewitter wieder in den sicheren Schutz unseres Wohnwagens. Kurz nach 18.00 Uhr – dem offiziellen Beginn unserer Aktion vor Ort – reißt der Himmel aber auf; das Gewitter ist vorbeigezogen.

Der dunkel drohende Gewitterhimmel hat aber wohl so manche Nachbarn verschreckt, die von unserer Mitgastgeberin Anne Fellenberg eingeladen wurden (oder ist es etwa das merkwürdige Abendbrotvorhaben der Akteure?). Doch nach und nach finden sich die Gäste ein und die, die kommen, sind neugierig und verweilen lange. Zusammen lässt man sich am größten der Tische nieder, isst Brote und tauscht sich aus. Was es mit dem Projekt auf sich hat, ist eine zentrale Frage. Wir antworten gerne und fragen im Gegenzug nach Kindheitserinnerungen. Bei geschmierten „Reiterchen“ (unserer Kindheitserinnerung) erfahren wir einiges über die von Mangel geprägten Kindheitsabendbrote der vorwiegend älteren Anrainer.

Besonders lecker sind die Pumpernickel-Käse-Rosinenbrot-Sandwiche, die Anne auf einer großen Platte anbietet. Süß-herb im Geschmack, skulptural ansprechend und für uns völlig neu in dieser Kombination sind die von ihr so getauften Münsterländer „Dreispitze“. Helmut, Annes Ehemann, bereichert später die Abendbrotgesellschaft mit gutem Rot- und Weißwein (den der Sohn Dirk gerade erst aus Hamburg importiert hat), und das Abendbrot bekommt nun den Charakter einer kleinen Feier unter Freunden.

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Ein besonderer Moment des Abends: eine Nachbarin stößt später zu der geselligen Runde dazu und bringt auf einem Tablett ein arrangiertes Abendbrot-Stillleben mit, das in eindrücklicher Weise die Veränderungen der Abendbrotgewohnheiten der vergangenen 50 Jahre zeigt. Ein schlichtes Abendessen steht für 1959: Holzbrettchen, schlicht belegtes Brot und eine Tasse starker schwarzer Tee. Stellvertretend für die international gewordenen Abendbrotgewohnheiten des Jahres 2009 dagegen: ein Glas Weißwein und italienische Bruschetta mit gehackten Tomaten. Wir sind begeistert über diesen spontanen und bildhaften Beitrag zur Abendbrotforschung!

Wir danken Anne und Helmut für die Unterstützung, den freundschaftlichen Austausch, das überlassene Quiche-Rezept und die prima Dreispitzbrote! Außerdem ein Dankeschön an die Nachbarschaft, mit denen wir einen schönen Abendbrotabend verbracht haben.

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FELDFORSCHUNG ABENDBROT privat, 6. Einladung

25. Juli 2009 - 11:59 Uhr

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6. Einladung: Mettingen-Schlickelde

Gastgeschenk: Angemachter fränkischer Zwiebeleskäs‘

Um 18.00 Uhr, zur traditionellen Abendbrotzeit, sind wir bei Elisabeth und Thomas Hartmann in Schlickelde eingeladen. Das Wetter ist uns wieder zugetan, und wir nehmen in der Abendsonne auf der Terrasse des ehemaligen Bauernhofes Platz. Die Gastgeber überlassen uns ihre angestammten Plätze, so dass wir auf der Bank sitzend in den ungewöhnlich weitläufigen und schönen Garten schauen können. Ein kleiner Skulpturenpark eingebettet in viel grüne Rasenfläche und versehen mit einzelnen Plastiken von Thomas Hartmann erstreckt sich da vor unseren Augen.

Elisabeth Hartmann bereitet den Abendbrottisch vor. Die aufgedeckten Teller wecken bei mir Erinnerungen an die eigene Kindheit – das Dekor lässt vergangene Abendbrotbilder aufsteigen. Es gibt dreierlei Brot, Käse, Wurst und einen leckeren grünen Salat mit wilden Erdbeeren und Kräutern aus dem Garten. Eines der Brote, ein Roggenschrotbrot, hat Thomas Hartmann selbst gebacken. (Es ist auffällig, wie oft unsere Gastgeber selbst Brot backen!) Das Schwarzbrot, Pumpernickel von Bosse, schmeckt uns besonders gut, da es eher mild ist und hervorragend zum Schinkenbelag passt. Den bei der letzten Abendbroteinladung kennengelernten Wurf-Test (siehe 5. Einladung) würde es allerdings wohl eher nicht überstehen.

Das Abendessen begleiten Gespräche über Kunst, Brotsorten, flügge Kinder, westfälische Spezialitäten und die Mettinger Familie. Gespannt lauschen wir den Erzählungen über „die Firma“, bekannt als Kaufmannsfamilie Brenninkmeijer und Besitzer von C&A.

Nachdem wir mit Wein und Wasser noch eine Weile im Haus am Kamin Platz genommen haben, um uns etwas aufzuwärmen, beschließt ein Einblick in Thomas Hartmanns Atelier – hier gibt es u.a. für die Abendbrotforscher spannende „Honigscheiben“ zu sehen – den anregenden Abend.

Wie danken Elisabeth und Thomas Hartmann für die Gastfreundschaft, das gute Abendbrot und die Tagua-Nuss und würden gerne unser Rezept für den Zwiebeleskäs‘ gegen das für den Salat und das Brotrezept tauschen!

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FELDFORSCHUNG ABENDBROT privat, 5. Einladung

23. Juli 2009 - 16:49 Uhr

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5. Einladung: Ibbenbüren

Gastgeschenk: Hessische „Ahle Worscht“

Pünktlich um 19.30 Uhr sind wir in Ibbenbüren bei unserem Gastgeber Peter Hole, der schon den Abendbrottisch auf der Terrasse gedeckt hat. „Das sieht so aus, wie wir auch sonst im Alltag Abendbrot essen“, betont der bekennende Koch aus Leidenschaft, von dem man den Eindruck hat, er hätte seinen Gästen auch gerne mehr von seiner Kochkunst gezeigt. Aber wir sind froh über die Zurückhaltung und den Einblick in eine alltägliche Essenssituation, wie Peter Hole und seine Lebensgefährtin Anne sie an gemeinsamen Abenden gestalten.

Wir nehmen Platz an dem mit Bedacht gedeckten Tisch (mit Buttermesser!) und lassen uns die Vorspeise, einen Salat, zum Weißwein schmecken. Mit Tomaten und Kräutern aus dem Garten (apart schmeckt der Liebstöckel raus) ist der grüne Salat um Weintrauben ergänzt, die hervorragend zu dem mit Honig abgeschmeckten Dressing passen. „Der Westfale mag es süß“, berichtet der Hausherr, der selber als gebürtiger Schwabe die Soße auch gerne mal saurer zubereitet, mit Blick auf die Lebensgefährtin aus dem Münsterland. Uns schmeckt es hervorragend und die große Schüssel wird schnell leer. Im Anschluss gibt es selbstgebackenes Brot, Aufschnitt, Käse und Radieschen. Abgerundet wird die Abendbrotmahlzeit durch ein Eis mit Schokolade sowie einen Riesling-Schnaps.

Während des ausgedehnten Abendessens plaudern wir angeregt über unser Projekt, Kunstvereinstätigkeiten, Abendbrotgewohnheiten, regionale Mentalitäten und Geschirrvorlieben. Wir erfahren, dass ein wirklich gutes Pumpernickel an der Wand kleben bleiben muss, wenn man es dagegen wirft, und dass wir im Münsterland unbedingt „Beschüten“ beim Bäcker einkaufen müssen. Beim Gespräch über Tischkultur zeigt sich, dass es im Haus geteilte Auffassungen über Buttermesser und Messerbänkchen gibt. Ist das Messerbänkchen nun ein Zeichen für Ärmlichkeit, weil man sich die zweite Garnitur Besteck verkneift, oder ein Ausweis gepflegter Bürgerlichkeit?

Später bekommen wir noch einen Einblick in das im großzügigen Garten befindliche Gewächshaus mit prachtvollen (!) Tomaten. Unsere gemeinsame Leidenschaft für Geschirr beschließt den Abend mit der Betrachtung einiger schöner KPM Stücke.

Wir danken Peter Hole für die Einladung, das gute Abendbrot, die viele Zeit und anregenden Gespräche. Gerne würden wir das Rezept für den leckeren Salat mit Gartenkräutern in unsere Sammlung aufnehmen.

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FELDFORSCHUNG ABENDBROT privat, 4. Einladung

21. Juli 2009 - 18:29 Uhr

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4. Einladung: Greven

Gastgeschenk: „Ahle Worscht“ aus Hessen

Nach einer mehrwöchigen Projektpause sind wir wieder im Münsterland angekommen, um unsere Abendbrotforschung fortzusetzen. Bereits am ersten Abend unseres Aufenthalts sind wir zum privaten Abendessen in Greven eingeladen. Anne Fellenberg, bildende Künstlerin, deckt gleich mehrere zusätzliche Teller auf ihrem Abendbrottisch, denn neben uns sind auch ihr ältester Sohn mit Frau und Enkel Philipp eingeladen. So wird das Mahl bei Fellenbergs zu einem Drei-Generationen-Abendbrot bei sommerlichem Wetter auf der Terrasse.

Die Gastgeberin serviert das sogenannte „Gästeabendbrot“: Quiche und Nudelsalat. Diese Speisen sind eine liebgewonnene Tradition, wenn Besuch zum Abendbrot erwartet wird. Freunde der Familie sagen wohl: „Wenn es dieses Essen gibt, wissen wir immer, wo wir sind!“

Bei Wein und Bier – für den Hausherren gehört ein Glas Wein unbedingt zu einem guten Abendbrot – lassen wir uns das leckere Essen schmecken und reden über die Veränderung der eigenen Abendbrotgewohnheiten. „Eigentlich gestaltet sich das Abendbrot, seit die Kinder aus dem Haus sind, täglich anders. Zeit ist aber ein wichtiger Faktor!“ – so ein Fazit.

Die Planungen zum Abendbrot, das gemeinsam und öffentlich am kommenden Freitag in der direkten Nachbarschaft durchgeführt werden soll, begleiten den Nachtisch – eine erfrischende, regionale Spezialität für Sommertage: Stippmilch.

Wir danken Anne Fellenberg und ihrer Familie für die Einladung, das gute Essen und freuen uns auf das kommende Nachbarschaftsabendbrot. Außerdem würden wir uns sehr über die Rezepte für „Gästequiche“ und Stippmilch freuen!

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Feldforschung Abendbrot vor Ort Teil 2

15. Juli 2009 - 11:26 Uhr

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