Erinnerte Abendbrote

Am 8. Oktober haben wir in Ibbenbüren belegte Brote gegen Abendbroterinnerungen getauscht.

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„Ich erinnere mich an die Tomatenbrot-Reiterchen nach dem Samstagsbad von meiner Mutter vor dem Fernseher serviert.“

„Eine Geschichte zum gestrigen Abendbrot kann nicht erzählt werden, da der Stramme Max (2 Brote mit Schinken und Spiegelei) absolut unkommunikativ war und das Verspeisen seiner selbst schweigend hingenommen hat.“

„Da ich aus einer multikulturellen Familie komme, kenne ich das konventionelle Abendbrot-Dasein in Deutschland gar nicht. Bei uns zu Hause gibt es nämlich auch abends noch was Warmes.“

„Als Kind habe ich am liebsten mein Brot mit Leberwurst und Gurke gegessen, heute esse ich lieber Käse. Bei meinen Kindern ist es witzigerweise so, dass sie auch am liebsten Leberwurst und Gurke essen. Das Abendbrot ist für uns sehr wichtig, da wir tagsüber nicht die Gelegenheit haben, zusammen zu essen, daher dauert das Abendessen oftmals sehr lang.“

„Ich erinnere mich an eines der ersten Abendbrote bei meinen (damals noch nicht) Schwiegereltern: opulent mit drei Sorten Brot, Gemüse, Aufschnitt, Käse, Milch, Tee, Bier u.v. a.m. an geradezu festlich gedecktem Tisch.“

„In der Großfamilie wurde bei uns grundsätzlich im großen Kreis zu Abend gegessen. Heute schaffe ich mit meiner Ehefrau meistens nur am Wochenende ausgiebige Abendessen. Hierzu gehören im Idealfall Bratkartoffeln und im Anschluß ein guter Wein.“

„Das Abendbrot gehörte für mich trotz mancher Leckerei zu den lästigen Familienritualen, weil ich immer pünklich zu Hause sein musste. Für mich ist Zeit jedoch ein sehr dehnbarer Begriff, deshald gab es oft Ärger…“

„Ich freu mich immer auf Samstag abends, da gibt es meistens Italienisch mit der ganzen Familie.“

„Neidisch macht mich der Anblick einer Großfamilie beim gemeinsamen Abendbrot.“

„Wenn meine Enkelkinder kommen, heißt es immer: Oma machst du zum Abendbrot Arme Ritter mit Pflaumenmus?“

„Abends sitzen wir gerne lange in der Küche oder im Garten und lassen den Tag ausklingen. Oft mit Brot oder Brötchen und etwas Salat. Im Winter gibt es oft eine Tasse Suppe oder einen Strammen Max. Meine Kinder lieben diese Zeit, weil niemand hetzen muss. Am Wochenends kochen wir abends auch mal was Schönes.“

„Der Resopaltisch hier vermittelt sofort die Erinnerung an die eigene Kindheit, wo Frühstück, Mittagessen und Abendbrot gemeinsam mit der Familie eingenommen wurden und zwar in der Küche oder am Eßzimmertisch.“

„Meine Großeltern haben das Brot zum Abend sehr präzise (jeden Quadratmillimeter) mit Butter bestrichen. Auch der Aufstrich wurde sehr korrekt aufgetragen.“

„In Dänemark, wo ich herkomme, ißt man meistens abends warm. Ich hatte aber sehr schöne belegte Brote mit in der Schule, z.B. mit Bananenscheiben mit einer Rosine in der Mitte oder mit Leberwurst und Gurkenscheiben belegt. Abends habe ich am liebsten Kartoffelpüree mit Zwiebeln, Speck und Äpfeln gegessen. Das nennt man in Westfalen: Himmel und Erde. Und sooo gut schmeckt es auch!“

„Manchmal ist mein innigster Wunsch, das Abendbrot möge üppig und lautlos durch die Haustür spazieren. Manchmal ist es einsam und öde, nach einem langen Tag des Schaffens oder des Versuchs ein Abendmahl zu richten – oftmals misslingt’s.“

„Freitags war das Abendbrot immer am schönsten, weil mein Vater da immer einen großen Berg Wurst aus der Metzgerei mitgebracht hat, denn er hat im Lebensmittelhandel gearbeitet und zum Wochenende immer Probierpakete mit nach Hause bekommen.“

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