Abendbrotkommentare aus Dinxperlo, Coevorden und Bad Bentheim

„Einmal war ich hier in der Gegend zum Abendbrot eingeladen. Dort habe ich ein merkwürdiges Teeritual kennengelernt: Mit einem Teebeutel wurde eine Tasse Tee aufgegossen, dann eine zweite, eine dritte und weitere. Schließlich wurde dieser Teebeutel in die Kanne gehängt und nochmals aufgegossen… Das sind sparsame Menschen hier.“

„Wir sind eine gemischte Familie hier in Dinxperlo: deutsch-holländisch. Das klassische, deutsche Abendbrot spielt bei uns eine große Rolle. Es gibt Brot und verschiedene Beläge. Von der holländischen Familie haben wir das Milchtrinken übernommen. Die Niederländer trinken die Milch ja mittags zu den Brötchen. Bei uns darf sie abends zum Brot nicht fehlen. Manchmal essen wir aber abends auch warm, wie es üblich ist hier.“

„Das deutsche dunkle Brot ist uns zu hart und zu trocken. Wir mögen das Brot gerne weicher.“

„Hier (im Abendbrotmobil) riecht es wie früher bei meiner Großmutter zum Abendbrot – nach gutem deutschen Sauerteigbrot.“

„Wir haben eine ganze Zeit in den Niederlanden gelebt und unsere Essgewohnheiten den holländischen angepasst. Mittags gab es also „broodje“. Nun leben wir wieder auf der deutschen Seite der Grenze und essen abends kalt. Das hat aber auch damit zu tun, dass wir nun Kinder und einen klarer strukturierten Tag haben. Mittags koche ich für die Kinder, abends essen wir alle gemeinsam Abendbrot.“

„Hier in Dinxperlo gibt es noch die PAPKLOK, die um 21 Uhr läutenden Kirchenglocken. Früher war dies das Zeichen für die Bauern, nach Hause zu kommen, um den PAP zu essen. Pap ist ein Brei aus Grießmehl oder Haferflocken. Danach war der Arbeitstag beendet und man ging zu Bett. Heute isst kaum jemand mehr abends Pap. Aber die Papklok läutet hier immer noch um 21 Uhr.“

„Mein Vater lebt hier in den Niederlanden in einem Altersheim. Dort können die Bewohner wählen, wann sie ihre warme Mahlzeit einnehmen wollen – ob mittags oder abends. Die meisten essen zu Mittag warm, obwohl sie das früher traditionell nicht gemacht haben.“

„Ich komme zu spät nach Hause, um Abendbrot zu essen.“

„Ich habe eine deutsche Mutter – von daher kenne ich das deutsche Abendbrot. Hier essen ja sonst alle abends warm. Ich mag deutsches Essen sehr – besonders Eisbein und Haxe. In Deutschland schmeckt mir auch die Wurst besser. Mett ist besonders gut, das gibt es hier in Holland nicht. Aber das deutsche Brot mag ich nicht. Das ist mir zu hart. Da bin ich einfach das weiche holländische Brot gewöhnt.“

„Ja, natürlich essen wir  Abendbrot. Aber mittags. Naja, Mittagsbrot müsste es dann wohl heißen… Dazu gibt es immer ein Glas Milch. Abends wird natürlich warm gegessen.“

„Danke für das leckere Abendbrot. Das Brot war allerdings ein bisschen fest.“

„Früher haben wir abends warm gegessen. Seit ich in Rente bin, hat sich das verändert. Nun kochen wir mittags und essen abends Brot. Jetzt haben wir einfach viel mehr Zeit, um in Ruhe mittags zu kochen. Außerdem finde ich es so viel gesünder. Das warme Essen am Abend ist mir oft zu schwer gewesen.“

„Wir essen abends nicht zusammen. Bei uns macht sich jeder irgendwas zu essen, je nachdem wann die Familienmitglieder nach Hause kommen.“

„Früher, als ich klein war, gab es ganz feste Abendbrotzeiten. Wenn meine Oma dabei war, wurde vor dem Essen gebetet. Heute gibt es keine festen Zeiten mehr. Wir essen auch kaum mehr zusammen.“

„Ich erinnere mich an das Abendessen bei meiner holländischen Großmutter. Da gab es vor dreißig Jahren abends schon immer warmes Essen. Besonders toll fand ich das Apfelmus, dass es zu fast jeder Mahlzeit direkt mit auf den Teller gab. Und Silberzwiebeln durften auch als Beilage nicht fehlen. Diese süß-saure Mischung fand ich sehr lecker.“

„Mein Lieblingsabendessen ist Brot mit Tomate. Wurst aus Schwein darf ich nicht essen.“

Kategorie: Abendbrotnotizen, Allgemein, GrensWerte Kommentieren »


Kommentar schreiben

Kommentar