Coevorden – GrensWerte

Coevorden, 11.09.2010

Nach der Auftaktveranstaltung in Dinxperlo machen wir heute unseren ersten Ausflug über die niederländische Grenze. Ein weitläufiger Marktplatz und mildes Spätsommerwetter laden die Abendbrotforscher zum Verweilen mitten im Zentrum von Coevorden ein. Um 17.30 Uhr fahren wir mit unserem mobilen Abendbrotimbiss auf dem Marktplatz der beschaulichen Grenzstadt ein – neugierig beäugt von den Gästen der umliegenden Kneipen und Eiscafés.

Die Abendbrotforschung wird zum Bühnenstück: wir mitten auf dem Platz, das amüsierte Publikum in den gastronomischen Besucherrängen um uns herum. Wir bauen in der Abendsonne auf, richten unser Mobil ein und schmieren Brote  – mit deutschem Sauerteigbrot und verschiedenen Belägen. Rechts und links flitzen die radelnden Holländer vorbei – alleine, zu zweit und in größeren Gruppen – ganz Coevorden scheint sich auf’s Rad geschwungen zu haben. Erstaunte Blicke, hier und dort ein Lachen, verstohlenes Getuschel – aber man radelt weiter.

Nur vereinzelt trauen sich die Coevordener an unsere Brot-Ausgabelucke heran. Es sind vor allem die Gäste aus den umliegenden Lokalen, die sich aus Neugier und nach einer ganzen Weile des Beobachtens und Mutmaßens zu uns trauen, um zu fragen, was es mit unserer Aktion auf sich hat. So bringen wir doch noch Häppchen unter die Leute und kommen über deutsche und niederländische Abendbrotgewohnheiten ins Gespräch (Details dazu unter „Abendbrotnotizen“).

Was wir wiederholt zu hören bekommen: das deutsche Brot ist den Holländern zu trocken, zu hart! Unsere geschmierten Häppchen kommen zwar gut an – besonders die importierte „ahle Worscht“ – aber auch hier heißt es auf Nachfragen: „Ja, das war lecker, aber das Brot war schon ein bisschen fest. Wir sind weicheres Brot gewöhnt.“ Nun gut.

Kategorie: Allgemein, Feldforschung Abendbrot vor Ort, GrensWerte Kommentieren »


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