Archiv für August 2012


Feldforschung Abendbrot in der Schweiz – Tüütschi auf der Suche nach dem Café complet

24. August 2012 - 02:20 Uhr

Per Mail und zwischen Tür und Angel zugetragen:

„Abendessen ja, Abendbrot nein, insofern es nicht meine >Sitte< ist. Meine Großmutter nahm mich manchmal noch mit ins >Tearoom<, als ich noch klein war und bestellte dort dann dieses Café complet, was mir komplett fremd war und nur durch diese Tearoom-Besuche eine Realität gewann, verbunden mit meiner Großmutter… also ich spreche hier von einer Enkeltochter aus den 1960er Jahren. Ich selbst praktiziere nichts Ähnliches.“ (Andrea)

„Zu einem Café complet gehört für mich unbedingt billige Wurst dazu. Die billigste, die es gibt.“ (Ralf)

Kommentieren » | Allgemein, Café complet

Auf der Suche nach dem Schweizer Nachtessen Café complet: Donnerstag 23. August, 20 Uhr, Privat zu Gast

24. August 2012 - 02:15 Uhr

Donnerstag, 23. August 2012, 19.30 Uhr, zu Gast bei Katharina

Zu unserer letzten Abendbroteinladung in Basel nehmen wir heute eine „Ahle Worscht“ als Gastgeschenk mit und machen uns wieder auf den Fußweg nach Kleinbasel. Bei Katharina, die wir am Wettsteinplatz kennengelernt haben, wartet schon der gedeckte Abendbrottisch auf ihrem handtuchschmalen Balkon auf uns. Gemeinsam mit ihrer zehnjährigen Tochter Sophie rücken wir eng an einem Tisch zusammen, der von einer großen Schüssel Bircher Müsli und ungewöhnlich schönen Schalen dominiert wird. Letztere hat Katharina auf einem Flohmarkt in Odessa erworben, wo ihre große Tochter studiert.

Wir freuen uns über das erste Bircher Müsli, das wir zu einem Café complet serviert bekommen. Dazu gibt es Waliser Brot, selbstgemachte Quittenmarmelade und Tee – keinen Kaffee. „Für mich ist seit Kindertagen ein kaltes Nachtessen ein Café complet – dazu gehört alles Mögliche, aber kein Kaffee, auf keinen Fall Kaffee“, sagt Katharina, die lange Zeit in Deutschland gelebt hat. Aus dieser Zeit erinnert sie zwei Unterschiede im Vergleich der Abendbrotkultur: „Mir waren bis dahin die Abendbrotbrettchen völlig unbekannt, die es in Deutschland in unterschiedlichsten Formen gibt. Außerdem kenne ich aus der Schweiz einen anderen Umgang mit dem Butterbrot – nicht die ganze Scheibe wird mit Butter bestrichen und dann belegt, sondern Bissen für Bissen schmiert man ein bisschen Butter auf das Brot und bestückt es entsprechend mit mundgerechten Häppchen Käse oder Wurst. Das ist natürlich auch die eher bürgerliche Art, das Brot zu essen.“

Als Sophie ins Bett muss, rückt Janina, Katharinas Mitbewohnerin, an den Abendbrottisch nach – mit einem Teller duftender Kürbissuppe mit Zucchini nimmt sie Platz. Sie arbeitet als Deutsche in der Schweiz und hat den Begriff Café compet noch nie gehört. „Ich esse abends aber ohnehin meistens warm.“

Katharina macht uns an diesem Abend gleich dreifach Bircher Müsli-Freuden: mit einer persönlichen Geschichte, ihrem leckeren Müsli-Rezept und einem, für die Herstellung dieser schweizer Spezialität, unerlässlichen Utensil.

Katharinas Geschichte: Mit dem Bircher Müsli ist ihre Herkunft auf besondere Weise verknüpft. Die Mutter ihres Vaters hat seinerzeit ein Treffen zwischen ihren zukünftigen Eltern „angebahnt“, bei dem der Sohn, dessen Entlobung gerade vorausgegangen war, eine neue (progressive) Frau kennenlernen sollte. Diese hat sich auf Nachfragen der Großmutter als Speise zu dieser allerersten Zusammenkunft ein Bircher Müsli gewünscht.

Katharinas Bircher-Müsli-Rezept: Haferflocken in Wasser einweichen, zu den gequollenen Flocken später Joghurt, etwas saure Sahne, geraspelte Äpfel, geschnittene Nektarinen und Himbeeren geben.

Katharinas Präsent: eine original Bircher-Raspel (!) zum Reiben der Äpfel. Als Beleg, dass es sich um die echte Reibe handelt, zeigt sie ihre formgleiche, geerbte Familienraspel, die die Aufschrift: „Original Dr. Bircher“ trägt.

Wir verlassen Katharina nach einem sehr schönen Nachtessen mit Gesprächen über die Kunst, das Schreiben, eigene Häuser und Ställe und das bedingungslose Grundeinkommen. Mit auf den Weg gibt uns Katharina noch den wunderbaren Begriff „Uffgschtellts“. Eine Bezeichnung für das Nachtessen in der Innerschweiz – man stellt auf den Tisch, was Küche und Kühlschrank hergeben.

Wir danken Katharina für ihre Einladung und ein besonderes Abendessen wie unter Freunden.

Kommentieren » | Allgemein, Café complet, Zu Gast: Abendbrotforschung privat

Auf der Suche nach dem Schweizer Nachtessen Café complet: Mittwoch 22. August, 20 Uhr, Privat zu Gast

24. August 2012 - 02:08 Uhr

Mittwoch, 22. August 2012, 20 Uhr, zu Gast bei Annabel und Hans

Die Einladung zum heutigen Nachtessen stammt von einem echten Café complet-Experten und geht auf unsere Abendbrotstation am Rheinufer zurück – dort  haben wir unseren Gastgeber Hans kennen gelernt. In Badehose trat er amüsiert an unseren Abendbrottisch heran und sagte: „Café complet? Das mache ich jeden Abend. Den Kaffee lasse ich allerdings inzwischen weg.“

Nun sind wir bei ihm und seiner Frau Annabel eingeladen und setzten uns an den bereits mit Bedacht gedeckten Tisch. Bei geöffneten Fenstern blicken wir auf den Rhein. Wie angekündigt haben die beiden auf den früher obligatorischen Kaffee verzichtet und bieten uns ein Nachtessen an, wie sie es auch sonst im Alltag jeden Abend gemeinsam einnehmen: Brot, Butter und eine Auswahl an Käse, Salat und Obst. Dazu einen Apfelmost und Wasser, manchmal einen Wein, den es auch heute gibt. Besonders der Salat aus fleischigen, geschälten Tomaten, Avocado und Rucola schmeckt ausgezeichnet. Beide Gastgeber legen Wert auf gesunde Ernährung, einen schön gedeckten Tisch und Essen ohne Hektik. „Dieses ständige Essen im Gehen kann ich nicht nachvollziehen“, sagt Annabel, die ursprünglich aus England stammt, aber sehr lange in Hamburg gelebt hat und akzentfrei Deutsch spricht. Von ihr lernen wir die Bezeichnung „englische Arbeitszeiten“ – er steht für den Arbeitstag mit kurzer Mittagspause und Feierabend um 17 Uhr, auf den am Abend eine warme Mahlzeit folgt. Auch in Deutschland und der Schweiz ist dies immer verbreiteter.

Während des Nachtessens, das ohne Kaffee und Konfitüre an ein Abendbrot erinnert, wie wir es aus Deutschland kennen, sprechen wir ausgiebig über unser aktuelles Projekt, das von Gesprächen und Begegnungen lebt. Außerdem kommen wir bei unserer anregenden Unterhaltung auf die Existenz als Künstler, Ernährungsgewohnheiten in anderen Ländern, ganzheitliche Gesundheitskonzepte, die angebliche „Germanophobie“ der Deutschschweizer und die Beschleunigung des täglichen Lebens zu sprechen.

Wir danken Hans und Annabel für die Einladung an ihren Abendbrottisch, an dem wir uns schnell nicht mehr fremd gefühlt und gemeinsam einen entspannten Abend mit guten Gesprächen verbracht haben.

P.S.: Vom Gastgeschenk, dem „Handkäs mit Musik“, wurde vom Hausherrn mit Neugier, aber nicht unbedingt nachhaltiger Freude gekostet…

Kommentieren » | Allgemein, Café complet, Zu Gast: Abendbrotforschung privat

Auf der Suche nach dem Schweizer Nachtessen Café complet: 22. August 2012, Rheinsprung

24. August 2012 - 02:05 Uhr

22. August 2012, ABENDBROTTISCH am Rheinsprung 18

Für unsere letzte Abendbrotintervention im öffentlichen Raum in Basel haben wir uns einen Platz in unmittelbarer Nähe zu unserem Domizil in der Altstadt ausgesucht. Eine schmale Gasse weitet sich zu einer Terrassensituation und gibt den Blick auf den Rhein und die Mittlere Brücke frei. Auffällig ist hier eine große, quadratische Teerfläche, die auf das Pflaster gelegt ist. Wahrscheinlich eine temporäre Ausbesserungsmaßnahme. Uns ist sie willkommen, denn sie bietet unserem Abendbrottisch eine fast bühnenartige, auf jeden Fall herausgehobene Situation.

Berufstätige eiligen Schrittes sowie Touristen, die zum Ausblick auf den Rhein kurz an der Mauer verweilen, passieren unseren Tisch. Besonders auffällig sind die vielen Radfahrer, die sich die steile Straße herauf kämpfen oder flott in die andere Richtung herunterfahren. Auch Jogger in großen Gruppen eilen schwitzend und schmunzelnd an unserem Aufsteller vorbei.

Café complet? Noch nie gehört! Wir kommen allerdings auch aus Deutschland, leben und arbeiten aber hier. Ich bin mit einem Schweizer verheiratet. Komisch, dass mir der Begriff noch nie begegnet ist. Ich werde meinen Mann gleich heute Abend mal interviewen, was er damit verbindet.“ (Junge Frau in Begleitung einer Freundin)

„Ich komme aus der Westschweiz – aus Lausanne – da ist das Café complet nicht so verbreitet, aber ich kenne es und esse abends oft kalt. Heute werde ich im Zug essen, da ich noch nicht einmal zum Mittagessen gekommen bin. Ich bin Student und arbeite gerade in  einer Firma in Lörrach. Wenn ihr sehen wollt, wie mein Nachtessen heute aussieht (breitet seinen Einkauf auf unserem Tisch aus) – Brot, Käse und Nektarinen wird es heute geben. Das ist eigentlich ein typisches Essen für mich. Das Leben in der Schweiz ist teuer und ich bemühe mich, preiswert einzukaufen (legt auch den Bon auf den Tisch zu seinem Einkaufsstillleben).“ (Junger Mann mit großer Tasche)

„Ich weiß nicht, was ein Café complet ist, aber eure Wurst kenne ich. Das ist >Ahle Worscht<, oder? Ich komme aus Kassel, dort gibt es diese hessische Wurst auch. Ja, eure ist sehr lecker. Mit meiner Mutter hat es einmal ein Missverständnis gegeben, als wir uns zum Essengehen verabredet haben. Klar war, dass wir uns zu einer warmen Mahlzeit verabredet haben, über die Uhrzeit haben wir nicht gesprochen. Als ich abends kam, um sie abzuholen (ich esse immer abends warm), war sie tödlich beleidigt, denn sie hat ab mittags auf mich gewartet. Für sie war ganz natürlich die warme Mahlzeit mit dem Mittagessen gleichgesetzt. Abends gab es bei ihr klassisch Abendbrot, pünktlich um 19 Uhr. Warum meine Mutter sauer war, habe ich erst viel später erfahren. Ich dachte damals, weil ich mich um einige Minuten verspätet habe…“ (Ältere Dame, die für einige Tage in Basel ist und gerade aus der Jeff Koons Ausstellung kam.)

Café complet? Das ist doch ganz klar! Das ist das, was wir daheim haben: Kaffee, Konfi, Käse, Gschwellti.“ (Ruft uns ein Mann mittleren Alters im Vorbeigehen zu und zählt die Zutaten wie einen Abzählreim auf.)

„Na klar, kennen wir den Café complet. Wir sind Deutsche, die hier im Grenzgebiet wohnen. Ob wir den für uns auch machen? Nein, das ist ganz klar eine Schweizer Sache. Wir würden nie abends Kaffee trinken. Wir trinken unseren Kaffee immer schon direkt nach dem Mittagessen. Wichtig ist uns dabei, dass er aus einem Glas getrunken wird. Seit ich denken kann, gab es bei uns nach dem Mittagessen einen Kaffee und diesen immer aus Gläsern, die an einfache Weingläser erinnern. Nach dem Krieg hat mein Vater seinen Kaffee mittags immer mit einem Kirschwasser darin getrunken. Ich glaube, der Café complet spielt hier eine Rolle, weil die Schweizer einfach sehr gerne und viel Kaffee trinken. Die machen ja auch einfach einen verdammt guten. Wenn man sich in der Schweiz auf etwas verlassen kann, dann auf den Kaffee und die sauberen, guten Betten.“ (Älteres Ehepaar)

„Ich kenne mich mit dem Café complet nicht aus. Mit Abendessen aber schon – da bin ich sehr flexibel und esse sehr unterschiedlich, in der Regel, was eben da ist. Zurzeit bin ich wieder länger mit dem Fahrrad unterwegs – ich komme gerade aus Norwegen – da esse ich abends vor meinem Zelt meistens kalt. Das beste und reichlichste Abendessen habe ich in Georgien im Kaukasus kennengelernt, da wird man so gastfreundschaftlich und gut bewirtet, dass man kaum dagegen anessen kann.“

(Mann mittleren Alters aus Bayern, der mit dem Fahrrad bei uns anhält. Als Weltenbummler hat er in den vergangenen 12 Jahren den gesamten Globus mit dem Rad umrundet und war jeweils mehrere Monate am Stück unterwegs. Er berichtet uns von seinen Reisen, den vor Ort gemachten Erfahrungen und wie sich sein Beruf als Werkzeugmacher mit den Langzeitreisen in Verbindung bringen lässt. „Ich finde es viel verrückter jeden Tag zur Arbeit zu gehen, als das, was ich mache.“ Uns verspricht er ein spezielles Abendbrotfoto von einer seiner Reisen.)

Kommentieren » | Allgemein, Café complet, Feldforschung Abendbrot vor Ort

Stadt(t)räume – Programm

20. August 2012 - 10:55 Uhr

Stadt(t)räume
Ein Projekt von Susanne Schär & Peter Spillmann und Janine Schmutz.

Event #01
24. – 26. August 2012

Vernissage: Freitag, 24. August 2012 . 19 Uhr
Ausstellung: 25./26. August 2012 . 14-19 Uhr

Maria Ångermann / FIN
Nicolas Carrier / F
Urs Aeschbach / CH
Merrick Belyea / AUS
Jan Torpus / CH
Ingke Günther & Jörg Wagner / D

Zum Kleinen Markgräflerhof
Augustinergasse 17 . Basel / CH

http://project.supe.ch

. . . . . . . . . .

 

Programm: Details – Event #01

Inke Günther & Jörg Wagner – Feldforschung Abendbrot
. „Café complet“ – Aktion und Installation
.
. Freitag, 24. August: Vernissage ab 19 Uhr
. Aktion – „Café complet en miniature“, Kleines Nachtessen für alle.
. Samstag, 25. und Sonntag, 26. August 2012 . 14-19 Uhr
. Ausstellung – das „Café complet“ ist als Installation begehbar.
. Sonntag, 26. August . ab 17 bis 19 Uhr
. Aktion – „Geschlossene Gesellschaft“.

Jan Torpus – lifeClipper3
. Augmented Reality-Spaziergänge im St. Johannspark, Basel
.
. Samstag, 25. und Sonntag, 26 August
. Spaziergänge – jeweils ab 14 bis ca.18 Uhr im St. Johannspark
. Anmeldung während der Vernissage.

. mehr Informationen unter http://project.supe.ch

Kommentieren » | Allgemein, Café complet

Auf der Suche nach dem Schweizer Nachtessen Café complet: Samstag, 11. August, 20 Uhr, Privat zu Gast

20. August 2012 - 10:51 Uhr

Samstag, 11. August, 20 Uhr,  Privat zu Gast im Wirtshaus Lallekönig

Nachdem wir die Abendbrotstation am Wettsteinplatz abgebaut haben, packen wir erneut unser Gastgeschenk, den hessischen Handkäs, ein und laufen zum Lallekönig, der unweit unseres Domizils, dem Kleinen Markgräflerhof, liegt. Hier werden wir von Barbara, der Wirtsfrau, begrüßt, die auf den einzigen eingedeckten Tisch im Lokal verweist. „Wir haben da was vorbereitet.“ Kaffeetassen stehen neben den Tellern bereit, die gleich darauf mit schwarzem Kaffee und warmer Milch gefüllt werden. Der Kaffee ist nicht zu stark und sehr lecker. Kurz darauf folgen die Gschwellti – Barbaras Kindheitserinnerung – unter einer Serviette zum Warmhalten verborgen. Dazu serviert sie uns einen Teller mit Butter umringt von zweierlei Hartkäse. Das schlichte Essen schmeckt uns äußerst gut, gegen die Menge können wir allerdings nicht ganz anessen. Barbara erläutert uns, das der Begriff „Gschwellti“ von „geschwellt“ = „gekocht“ kommt. Geschwellt werden aber keine Nudeln, geschwellt werden nur Kartoffeln, erklärt sie auf unsere Nachfrage. Die Kinderspeise ihrer eigenen Kinder sei Griespudding mit Apfelmus gewesen, dass habe es abends häufig gegeben. Mit einer Süßspeise abgerundet wird auch unser Nachtessen: wir bekommen eine lauwarme, köstliche Apfel-Aprikosen-Wähe. Sehr fein – wobei wir nach den mächtigen Gschwellti ziemlich kämpfen müssen. Zum Abschluss kosten wir von einer der vielen Basler Biersorten auf die Barbaras Wirtschaft spezialisiert ist.

Wir danken Barbara für die großzügige private Einladung in ihr Lokal, die sie neben dem normalen Gasthausbetrieb gehändelt hat. Die Verpflegung war ganz hervorragenden und ein bisschen „wie bei Muttern“!

 

Kommentieren » | Allgemein, Café complet

Auf der Suche nach dem Schweizer Nachtessen Café complet: 11. August 2012, Wettsteinplatz

20. August 2012 - 10:50 Uhr

11. August 2012, Wettsteinplatz  

Auf dem neu gestalteten Wettsteinplatz richten wir unseren Abendbrottisch im Schatten eines aufgelassenen Kiosks ein. In Interwallen gesellen sich um uns herum immer wieder Menschentrauben, die auf die Ankunft von Tram oder Bus warten. Die Taktung der Abfahrtszeiten regelt häufig die Verweil- und Gesprächsdauer und unterbricht den Dialog amüsant-abrupt. Doch einige Café-complet-Experten vergessen die Zeit und entscheiden sich bewusst dazu, den nächsten Bus zu nehmen, um ausgiebig mit uns zu plaudern.

„Heute hatten wir schon unseren Café complet, da wir jetzt noch in den Park gehen. Normalerweise nehmen wir um 18 Uhr unser Nachtessen ein, das eigentlich immer ein Café complet ist. Und ja, wir nennen das auch so, denn wir kommen vom Land. Inzwischen, wir sind ja nicht mehr die Jüngsten, haben wir den Kaffee gegen Tee eingetauscht. Früher gab es auch häufig Reste vom Mittag zum kalten Nachtessen dazu. Heute koche ich mittags weniger für mich und meinen Mann und es bleibt nichts mehr übrig. Mein Mann ist 89 Jahre alt und – schauen Sie ihn an – mein Essen und Café complet haben ihn fit gehalten. Als ich Kind war, gab es jeden Tag Rösti zum Café complet und einmal in der Woche Gschwellti.“ (Älteres Ehepaar; sie erzählt ausgiebig, nachdem sie zu Beginn des Gesprächs noch meint, sie wisse nicht, was Café complet sei. Dies lag aber nur an unserer falschen Aussprache…)

„Ja, vor allem im Spital ist das Café complet noch ein Begriff. Dort wird es jeden Sonntag gemacht. Es ist wendig aufwendig und gut vorzubereiten für die Küche.“  (Ältere Dame)

„Was? Café complet? Kenn ich nicht!“, er. Sie: „Doch – das kennst du. Das ist eine Brotzeit. Mit Kaffee? Nein, für mich ohne Kaffee.“            (Junges Paar mit zwei Kindern)

„Ein Café complet wird mit Filterkaffee gemacht und mit warmer Milch serviert. Zum Frühstück gibt es dann ein Hörnchen zum Eintunken dazu. Eine andere Variante ist die mit Brot, Butter und Konfi. – Ja, als Abendbrot gibt und gab es das auch, aber in meiner Familie haben wir das nicht gemacht. Ich glaube der Begriff kommt ursprünglich aus der französischsprachigen Schweiz.“                    (Ältere, sehr elegante Dame)

Café complet? Das ist ja lustig – meine Tochter und ich haben kürzlich gesagt, wenn wir mal ein Café aufmachen sollten, dann muss es Café complet heißen, denn wir essen das gerne am Abend. Wir kommen nicht von hier, sondern sind aus Graubünden, da ist es, glaube ich, noch üblicher.“   (Junge Mutter mit drei Kindern – die große Tochter freut sich tierisch darüber, auf unserem Plakat einen Café complet zu entdecken)

„Ob es DER oder DAS Café complet heißt? DER Café complet heißt es amtssprachlich und das sagt man wohl eher im Dialekt.“            (Susanne)

Café complet ist in der Schweiz so beliebt, weil der Schweizer eben gerne Kaffee trinkt. Hier gibt es einfach auch guten Kaffee. Der Kaffee in Deutschland schmeckt mir zum Beispiel nicht. Morgens esse ich in der Regel ein Bircher Müsli und abends ein Stück Brot, dann auch gerne einen Kaffee dazu – ich habe kein Problem mit dem Schlafen. Aus der Kindheit hat sich eine Abendbrotgeschichte besonders eingeprägt: Meine Mutter hat früher als Nachtessen häufig Griespudding gekocht. Der kam dann in der Form zum Auskühlen in ein Wasserbad; oft schwamm er dann im Badezimmerwaschbecken. Eines Tages – ich war ein kleines Mädchen und musste auf die Toilette – hat es mich sehr gereizt, den im Becken dümpelnden Pudding anzuschubsen. Einmal, zweimal, bis natürlich Wasser reinschwappte. Zur Strafe musste ich dann ins Bett. – Nein, nicht ohne Essen, ich musste den wässrigen Griespudding aufessen während mein Vater mit strenger Miene daneben saß.“   (Ältere Dame, die länger mit uns redet und mehrere Busse verpasst)

„Für mich steht der Begriff >Abendessen< für eine kalte Mahlzeit, wie der Café complet und ein >Nachtessen< ist warm. Ich bin ein Bauernsohn und meine Mutter hat immer eine ganz spezielle Kaffeemischung in einem großen Topf angerührt: Bohnenkaffe, Getreidekaffee, Zichorie und dunkler, gerösteter Zucker – den gab es in so blauen, abgepackten Würfeln – wurden vermischt. Dazu gab es natürlich warme Milch. Dieser Kaffee wurde dann auch in großen Behältnissen aufs Feld gebracht.“ (Mann mittleren Alters mit Tochter; als seine Frau dazu stößt, werden wir spontan zum Abendessen eingeladen)

 

 

 

 

Kommentieren » | Allgemein, Café complet

Auf der Suche nach dem Schweizer Nachtessen Café complet: Freitag, 10. August 2012, 19.30 Uhr, zu Gast bei Danielle und Christian

20. August 2012 - 10:48 Uhr

Freitag, 10. August 2012, 19.30 Uhr, zu Gast bei Danielle und Christian

Nach Danielles ungemein spontaner und freundlicher Einladung packen wir, nachdem wir unsere Abendbrotsituation an der Straßenecke aufgelöst haben, unser Gastgeschenk ein – im Weckglas eingelegter „Handkäs“ – und fahren mit der Tram nach Kleinbasel. Mit Säugling auf dem Arm und Linus, dem bald dreijährigem Sohn, an der Seite begrüßt Danielle uns zu einem „einfachen und improvisierten“ Nachtessen am bereits gedeckten Tisch.

Als Christian, ihr Mann, wenige Minuten später von der Arbeit eintrifft, essen wir gemeinsam zu Abend. Wir bekommen (natürlich!) Kaffee und kosten von der leckeren Konfi von Danielles Mutter – Johannisbeer-Marmelade mit ganzen Früchten – sehr lecker! Danielle berichtet, dass in ihrem Bekanntenkreis eigentlich mehr Leute kalt zum Abend essen als warm und dass eine besondere Kindheitserinnerung  „Fotzelschnitten“ (schweizerisch für „Arme Ritter“) und „Griesmus mit Früchten“ als Nachtessen sei. „Wärt ihr letzte Woche zu Gast gewesen, dann hätte ich ein bisschen mehr Vorbereitungszeit gehabt und hätte wohl eine dieser Speisen zubereitet.“ Wir freuen uns aber auch über dieses Nachtessen mitten im Alltagsleben, sprechen über deutsche und schweizer Besonderheiten in Politik und Leben und schauen Linus beim Holzeisenbahnbau zu. Danielle erzählt uns außerdem, wie sie das Bircher Müsli gerne mag und dass schon ihre Mutter es in dieser schlichten Weise angerührt habe: Flocken in Milch einweichen, etwas Joghurt und Beeren dazu – fertig. Besonders freut uns, dass unser kulinarisches Gastgeschenk gut ankommt. Christian ist ganz begeistert von dem ungewöhnlichen Käse, „der gar nicht wie ein Käse aussieht.“ Nach dem Essen verlassen wir die sympathische Familie, da es Zeit wird, die Kinder zu Bett zu bringen.

Wir danken Danielle und Christian für die nette Einladung und unkomplizierte Gastfreundschaft und sind beeindruckt, wie entspannt sie sich gleichzeitig völlig fremden Gästen und ihren kleinen Kindern gewidmet haben.

Kommentieren » | Allgemein, Café complet

Auf der Suche nach dem Schweizer Nachtessen Café complet: 10. August 2012, Ecke Spitalstraße

20. August 2012 - 10:46 Uhr

10. August 2012, Ecke Spitalstraße

Nach zwei Tagen am Rheinufer wechseln wir den Ort und richten unseren Abendbrottisch auf einer großflächigen Straßenecke in unmittelbarer Nähe zum Universitätsspital ein. Hier sind wir schon von weitem sichtbar und auch der vorbeirauschende Verkehr wird auf uns aufmerksam. Bus-,  Auto- und Velofahrer grüßen amüsiert. Wir ernten Schmunzeln, ungläubige und interessierte Blicke oder werden gar nicht erst wahrgenommen, obwohl wir sehr prominent – fast wie auf einer Bühne – die Straßenecke bespielen. Viel höher als am Rhein ist hier das Schritttempo der Vorbeieilenden. Man schlendert nicht, sondern eilt geschäftig vorbei. Ein Passant möchte unsere Wurst kaufen; nur wenige Menschen können wir dazu bewegen, an unserem Abendbrottisch zu verweilen. Diese Begegnungen sind dann aber intensiv und eine endet mit einer Einladung zum Nachtmahl noch für den heutigen Abend.

„Café complet? Das kenne ich nicht. Was soll das sein?“ (fragt Risto K., der seit 30 Jahren in der Schweiz lebt und ursprünglich aus Finnland kommt. Obwohl er uns mit dem Café complet nicht weiterhelfen kann und auch unser Wurstbrot ablehnen muss, weil er kein Fleisch isst, sprechen wir lange und ausgiebig über Essgewohnheiten, kulturelle Gepflogenheiten, Erziehung und natürlich über „Luonas“ –  so heißt das Abendbrot auf Finnischen. Nach dieser wirklich sehr netten Begegnung bleibt vor allem eine Abendbrotgeschichte haften, die Risto zum Besten gibt: Als Vater habe er großen Wert darauf gelegt, seine Kinder ohne Spielzeugwaffen aufwachsen zu lassen. Insbesondere sein Sohn sei damit aber ganz und gar nicht einverstanden gewesen. Eines Tages beim Nachtessen habe der Sohn intensiv an einem großen, kreisrunden, finnischen Knäckebrot genagt. Plötzlich habe er dem Vater das entstandene Knabbergebilde strahlend unter die Nase gehalten: „Schau mal, ein Gewehr.“ Heute trage der Sohn täglich eine Waffe – als Polizist der Basler Polizei…)

„Ja, mit dem Café complet kenne ich mich aus – das gab es bei uns früher täglich. Als Kind habe ich allerdings Kakao statt Kaffee bekommen. Auch heute essen wir abends in der Regel kalt, aber Café complet sagen wir dazu nicht mehr. Was das frühere Nachtessen vom heutigen unterscheidet, ist wohl, dass man nicht mehr das Brot in den Kaffee tunkt.“   (Junge Mutter mit Säugling und Kleinkind, die uns spontan zum Nachtessen einlädt. Das freut uns sehr, sind wir doch am Tag zuvor eingeladen und dann – aus terminlichen Gründen – wieder ausgeladen worden sind. „Ich habe keine Zeit mehr, etwas Besonderes vorzubereiten – es wird ein alltägliches Nachtessen.“ Genau das ist es, was wir uns wünschen!)

 

 

 

 

 

Kommentieren » | Allgemein, Café complet

Auf der Suche nach dem Schweizer Nachtessen Café complet: 8. & 9. August 2012

20. August 2012 - 10:44 Uhr

Oberer Rheinweg auf der Höhe der Hausnummer 63

Bei schönstem Sommerwetter haben wir uns am Rheinufer der Kleinbaseler Seite mit unserem Abendbrottisch eingerichtet. Ein gedeckter Tisch mit hessischer Wurst und dunklem Brot lädt zum Verweilen ein und zieht neugierige Blicke auf sich. Es herrscht hohes Fußgänger- und Fahrradfahreraufkommen. Menschen auf dem Heimweg mischen sich mit Touristen, Spaziergängern und Rheinschwimmern. Letztere prägen die Atmosphäre, die eher einem Strand als einer großstädtischen Uferpromenade gleicht. Flaneure/innen in Badehose und Bikini überwiegen, was sie aber nicht davon abhält, an unseren Abendbrottisch heranzutreten oder Platz zu nehmen. Mit ihnen kommen wir ins Gespräch über das traditionelle Nachtessen in der Schweiz.

Wir möchten wissen, ob es den Café complet als aktuelle kulturelle Praxis überhaupt noch gibt, welche persönlichen Erinnerungen damit verbunden sind und was zu einem richtigen Café complet unbedingt dazugehört. Außerdem möchten wir natürlich gerne zu einem Basler Nachtessen, am besten einem Café complet, eingeladen werden…

Die folgenden Zitate verstehen sich als sinngemäße Zusammenfassungen der Gespräche. Wir geben hier nur die wieder, aus denen sich keine inhaltlichen Wiederholungen ergeben.

„Ja, Café complet gibt es natürlich noch. Aber sicher nicht mehr flächendeckend. In Altersheimen ist es aber nach wie vor sehr beliebt!“ (Älterer Passant in Badehosen)

„Café complet gab es früher jeden Tag – und ich fand das prima. Da wurde ein großer Krug mit dünnem Kaffee gekocht, der immer wieder aufgewärmt wurde. Dazu gab es Brot, Konfi, Käse und oft die Reste vom Mittag dazu. Ich denke, den Kaffee gab es vor allem, um das Brot darin einzutunken. Ich bedaure sehr, dass es das heute bei uns nicht mehr gibt. Meine Frau ist Italienerin und schätzt Café complet gar nicht. Heute würde ich, wenn man mich ließe, drei Mal am Tag Bircher Müsli als Café complet essen.“ (Ein weiterer Passant in Badehosen)

„Ich arbeite im Spital. Da gibt es einmal in der Woche Café complet zur Auswahl auf der Karte. Auch wir Beschäftigten im Krankenhaus essen es dann gerne.“ (Junge Frau im Schwimmdress, die sich mit dem Kommentar: „Sau guat, die Wurst“, verabschiedet.)

„Café complet war in der armen Zeit das Essen zum Abend. In der Regel gab es Käse zum Kaffee, denn Wurst war zu teuer. Heute existiert das Café complet auch noch, es ist im Wohlstand nur aufwendiger geworden und es gibt von allem mehr. Für mich heißt Café complet: >Kaffee, der komplettiert wird< – eigentlich egal mit was. Ich persönlich mache mir sehr gerne Rösti dazu.“ (Ältere Herr nebst Gattin, der lange mit uns redet und vom Nachtmahl zur Politik kommt und feststellt, dass es nur in der Schweiz echte Demokratie gibt.)

„Für mich gehört unbedingt Bircher Müsli zum Café complet. Am liebsten mag ich es mit acht Anteilen geriebenen Äpfeln auf einen Teil Getreideflocken. Bei uns gibt es allerdings ein deutsches Abendbrot, da ich mit einem Deutschen verheiratet bin.“                                                                                                                                                                                                                                              „Und ich glaube, dass eigentlich noch nicht einmal unbedingt Kaffee dazugehört. Café complet steht für das kalte Nachtessen. Brot und Butter gehören auf jeden Fall dazu. Alles andere ist variabel.“ (Zwei junge Frauen mit Kinderwagen)

„Bis zu meinem 12. Geburtstag gab es Café complet mit Brot, Butter und Käse. Als Käse hat meine Mutter immer Emmentaler zum Nachtessen serviert, den ich bis zum heutigen Tag überhaupt nicht mag. Bei uns gibt es jetzt oft Salat am Abend – ich mache dann zwei bis drei verschiedene.“ (Roland)

„Für mich gehört zu einem traditionellen Café complet unbedingt Konfi dazu. Früher gab es Kaffee, Butter und Konfi, vielleicht auch noch Käse. Das, was die Leute eben hatten. Aber Konfi war unbedingt dabei, denn Früchte zum Einkochen hatten die Leute immer – das war preiswert und Café complet war ja eher ein armes Essen. Bei uns zu Hause gab es früher oft Gschwellti (Pellkartoffeln, Butter, Käse) zum Nachtessen – auch ein schlichtes Essen.“ (Barbara vom Wirtshaus Lallekönig, die uns zu einem Nachtessen in ihr Lokal einlädt, da sie abends immer arbeiten muss. Extra für uns möchte sie am kommenden Samstag Gschwellti servieren, das nicht auf der Karte steht, aber das Nachtessen ihrer Kindertage ist.)

„Café complet steht schlicht für einen Kaffee, der komplettiert wird, und den man zum Abend einnimmt. Mit was, ist persönliche Vorliebe.“ „Café complet steht für eine alte Tradition: man aß, was da war. Zum Milchkaffee gab es Brot, Butter und Konfi. Vielleicht noch Käse oder Wurst, wenn man zum Beispiel Tiere hatte. Das Café complet gibt es heute noch, es ist nur üppiger geworden. Inzwischen wird der Begriff aber auch für ein Frühstück verwendet. Ich glaube, dass in der Innerschweiz das traditionelle Café complet am Abend noch mehr vorkommt als hier in Basel.“ (Ein Paar in Begleitung von fünf Kindern)

„Bei mir gibt es JEDEN Abend Café complet, denn mittags kann ich nach Hause gehen, um warm zu essen, was ja sehr selten geworden ist. Inzwischen lasse ich aber den Kaffee weg und trinke eine Schorle dazu, damit ich nachts besser schlafen kann.“ (Älterer Passant in Badehose in Begleitung seiner Stieftochter)

„Vor sechzig Jahren gab es bei meiner Mutter immer nach der frischen Obsternte Café complet. Dann mussten die restlichen Konfi-Gläser vom Vorjahr aufgegessen werden. Heute kennt man den Begriff Café complet wohl vor allem aus der Gastronomie. Da steht er inzwischen für ein Frühstück – eben mit Kaffee, Brot, Konfi, Käse und je nach Aufwand auch mit mehr dazu. Früher war das wirklich ein einfaches Nachtessen. Aber nicht mehr viele Schweizer essen abends kalt.“ (Hans)

„Bei uns zu Hause gab es das Café complet immer montags. Da war Waschtag. Dann hatte meine Mutter genug zu tun und abends wollte sie nichts Aufwendiges mehr machen. Auch heute mache ich mir noch ein Café complet, wenn ich nur noch ein bisschen was am Abend essen möchte. Für mich ist Café complet: >Man isst, was noch das ist<.“  (Renate)

Kommentieren » | Allgemein, Café complet

Stadt(t)räume

8. August 2012 - 12:03 Uhr

Die Abendbrotforscher fragen in BASEL nach der Praxis des „Café complet“. Mit ihrem mobilen Abendbrottisch ziehen sie durch den Stadtraum, bieten ein einfaches deutsches Wurstbrot an und möchten mit Passanten über das Nachtessen ins Gespräch kommen. Im besten Falle werden zu einem „Café complet“ nach Hause eingeladen…

Anzutreffen sind sie:

am 8.8.2012 und 9.8.2012 von 17 bis 19 Uhr am Oberen Rheinweg 63,

am 10.8.2012 von 17 bis 19 Uhr Ecke Spitalstraße/Totentanz,

am 11.8.2012 von 17 bis 19 Uhr am Wettsteinplatz in Basel.

am 22.8.2012 von 17 bis 19 Uhr am Rheinsprung 18 in Basel.

 

Das Projekt findet statt im Rahmen von „Stad(t)räume“ und mündet dort in einer Aktion/Installation.

Zur Stadt(t)räume Website  http://supe.ch/doc/index.php?id=190

 

 

 

 

Kommentieren » | Allgemein, Café complet, Feldforschung Abendbrot vor Ort