Kategorie: Projekt KunstKommunikation 09, DA-Kunsthaus


Abendbrot für unsere Gastgeber(innen) im DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst am 30.01.2010

23. Februar 2010 - 02:45 Uhr

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Hörstel, Kloster Gravenhorst, 18.00 Uhr: Abendbrotzeit

Mit dem Abbau unserer Ausstellung im Kunsthaus nimmt unser Feldforschungsprojekt im Münsterland sein Ende. Es heißt Abschiednehmen vom Kloster und unserem neuen Lieblingsbrot, dem Pumpernickel. Zum letzten Mal laden wir zum Abendbrot ein und bitten die Menschen an den Tisch unseres Projektraumes, die uns im vergangenen Jahr mit viel Neugier und Offenheit an ihre privaten Abendbrottische gebeten haben.

Schnee und glatte Straßen verhindern, dass wir vollzählig sind – aber der Tisch ist gut besetzt und wir freuen uns über die Gäste, die mit uns das Abschiedsabendbrot teilen! Bei Wurstsalat, Handkäse, „ahler Worscht“, Möhren-Apfelsalat, Eibrot und Pumpernickeldreispitz sitzen wir lange zusammen und plaudern kreuz und quer über den Tisch. Vertraut sind wir inzwischen mit unseren ehemals fremden Gastgebern und wissen, dass wir dies dem Abendbrot zu verdanken haben. Auch wenn wir nun abreisen und unsere Aufenthalte im Münsterland nun nicht mehr so regelmäßig stattfinden werden, können wir gewiss sein, dass es hier ab jetzt einige Abendbrottische gibt, die uns in freundschaftlicher Weise offen stehen!

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Wurste- und Leberbrot

28. Oktober 2009 - 13:47 Uhr

Zum Abschluß unserer Aufenthalte im Münsterland wurden wir ganz spontan nochmals eingeladen. Familie Lepa brachte dazu eine Herbst- und Winterspezialität auf den Tisch: Wurste- und Leberbrot. Die Münsterländer wissen wohl die Dinge richtig zu kombinieren. Mehr dazu auf http://de.wikipedia.org/wiki/Wurstebrot.

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Als Reinhard Lepa dann noch Reste vom „Kalten Hund“ –  http://de.wikipedia.org/wiki/Lukullus (Süßspeise) – auftischte, waren wir noch ein wenig trauriger, das Münsterland erst einmal wieder verlassen zu müssen.

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FELDFORSCHUNG ABENDBROT Künstlerbuch

14. Oktober 2009 - 10:24 Uhr

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Das Künstlerbuch zur FELDFORSCHUNG ABENDBROT ist erschienen und im DA – Kunsthaus Kloster Gravenhorst oder bei den KünstlerInnen erhältlich.

Die Abendbrot-Edition mit Abendbrotmesser hat eine Auflage von 25 Stück.

Ein großes Dankeschön gilt  dem „Steinofenbäcker“ Reinhard Laukemper  für die finanzielle Unterstützung dieser Publikation und Giselheid Herder-Scholz von „Windmühlenmesser“ für die Unterstützung der Edition.

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6. Oktober 2009 - 13:13 Uhr

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Abendbrot-Rezepte Teil 3

6. Oktober 2009 - 13:09 Uhr

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Ausstellungseröffnung im DA-Kunsthaus am 10. Oktober 2009.

5. Oktober 2009 - 22:21 Uhr

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„Der Westfale mag es gerne süß.“

5. Oktober 2009 - 22:15 Uhr

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Ein Zitat – gehört bei „Zu Gast: Abendbrotforschung privat“.

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Feldforschung Abendbrot vor Ort, Steinfurt

6. September 2009 - 13:12 Uhr

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FELDFORSCHUNG ABENDBROT zu Gast in Pastors Garten

Unsere allererste private Einladung zum Abendbrot im Juni bei Familie Bäumer führte zu der spontanen Idee Willi Bäumers ein gemeinsames Abendbrot mit uns in „Pastors Garten“ zu organisieren. Heute soll dieses Abendbrot nun ab 18.00 Uhr im idyllischen Garten des katholischen Pfarrhauses in Steinfurt stattfinden.

Auf der weitläufigen Wiese des Gartens platzieren wir unser Abendbrotmobil unter dem schützenden Laubdach eines großen Baumes. Willi Bäumer sorgt für ausreichend Sitzgelegenheiten und an dem doch schon herbstlich kühlen Abend für Wärme aus der Gasflasche. Unsere Abendbrotgesellschaft ist an diesem Abend so international wie noch nie: Gäste aus Deutschland, Tschechien, Polen, Afrika und Indien nehmen an der langen Tafel Platz – darunter alleine sechs Geistliche.

Vielfältig ist auch das Speisenangebot dieses Abends und unsere geschmierten Brote sowie der Wurstsalat werden um einige mitgebrachte Abendbrotspezialitäten ergänzt. Brigitte Bäumer bereichert den Abendbrottisch um Kartoffelsalat und Würstchen sowie eine Platte mit „Schachbrettbroten“ aus Schwarzbrot, dazu Knochenfleisch und westfälischen Schinken. Aus dem Pfarrhaus kommen frisch zubereitete Rosmarinkartoffeln mit Kräuterbutter auf den Tisch, und ein Freund der Familie Bäumer serviert sein Junggesellenabendbrot: geschmierte Klappstullen, Tomaten und Bier.

Der Hausherr Pastor Heinrich Wernsmann spendiert Weißwein und Schnaps und der Abend nimmt den Verlauf eines ausgelassenen Gartenfestes. Zwischen den Bissen werden immer wieder persönliche und internationale  Abendbrotgewohnheiten ausgetauscht. Den Abend beschließt die christliche Abendbrotgemeinde mit dem Singen einiger Lieder und einem wärmenden Feuer.

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Wir danken Brigitte und Willi Bäumer für die Vermittlung in Pastors Garten, Herrn Pastor Wernsmann für die Gastfreundschaft und allen weiteren Gästen für den schönen und geselligen Abend. Für uns war dieser Abendbrotabend im Kreis einer Gemeinde eine außergewöhnliche Erfahrung!

Natürlich freuen wir uns über rücklaufende Rezepte, Abendbrottischfotos und Antwortkarten!

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FELDFORSCHUNG ABENDBROT privat, 8. Einladung

5. September 2009 - 10:18 Uhr

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8. Einladung: Brochterbeck

18:30 Uhr ist feste Abendbrotzeit bei Familie Gora-Hochstrate. Und heute Abend sind wir mit an den Abendbrottisch der Familie eingeladen. Dies ist gleichzeitig unser letzter privater Abendbrottermin im Rahmen unseres Projektstipendiums im Kreis Steinfurt. Als wir pünktlich erscheinen, ist auch Vater Henri gerade erst von der Arbeit nach Hause gekommen. Eva Gora-Hochstrate und Tochter Linda haben bereits den Tisch gedeckt, und wir dürfen gleich Platz nehmen, denn alle sind hungrig.

Die siebenjährige Linda hat extra für die Gäste einen Blumenstrauß im Garten gepflückt, der nun den Tisch schmückt. Auf der üppig bestückten Abendbrottafel gibt es außerdem Wurst, Käse und Kräuterquark, einen bunten Salat, hartgekochte Eier, selbstgebackene Brötchen, gemischtes Ost, Oliven und Gürkchen. Besonders lecker ist das mit Schafskäse gefüllte, selbstgebackene Weißbrot! Während des Essens sprechen wir lange über die Wichtigkeit von Strukturen, die gemeinsame Mahlzeiten im Familienleben bilden, über den Wert selbstzubereiteter Speisen, private Esskulturen, unser Abendbrotprojekt und partizipatorische Kunst im Allgemeinen. Wir sind erstaunt, mit welcher Offenheit und Sympathie unserem Projekt von Seiten unserer Gastgeber begegnet wird.

Wir danken Eva, Henri und Linda herzlich für die Einladung und den schönen Abend in freundschaftlicher Atmosphäre. Henri sei außerdem gedankt für den neuen Beitrag für das andere (Wort)Archiv. Dankbar wären wir natürlich, wenn das Rezept für das Weißbrot mit Schafskäse in unsere Sammlung  eingehen würde!

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Feldforschung Abendbrot vor Ort, Rheine

4. September 2009 - 17:18 Uhr

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Wenn man im öffentlichen Raum agiert, spricht man oft vom Wetter. Wieder blicken wir den ganzen Tag über bang in den Himmel – dunkle Wolken, kräftiger Wind und immer wieder Regenschauer beherrschen den heutigen Donnerstag.

In Rheine mit unserem Mobil angekommen, ist es kühl doch trocken – und soll es überraschenderweise auch bleiben. Vor dem Haus der Familie Lukaschek, die uns sowie Nachbarn und Freunde eingeladen hat, bauen wir unsere Abendbrotstation auf. Kaum fertig werden wir schon von einer großen Gästeschar umringt: eine ganze Berufsschulklasse begleitet von ihrer Lehrerin findet sich bei uns ein. Die Hauswirtschaftlerinnen haben in der Zeitung von unserer Aktion gelesen und bringen professionelles Interesse an der Abendbrotforschung mit. Schnell sind alle Sitzgelegenheiten belegt, eifrig werden unsere Fragekarten ausgefüllt, Brote und Radieschen-Salat verzehrt.

Mitten in dem Trubel stoßen weitere Gäste dazu – es wird eng um das Abendbrotmobil! Nach ausführlichen Gesprächen und Erläuterungen zu unserem Projekt verlassen uns die Damen von der Hauswirtschaftsschule und gleich finden sich weitere Gäste voller Neugier ein. Eine Nachbarin bringt Heringsdipp und Pellkartoffeln mit – eine typisch norddeutsche Abendbrotmahlzeit, die regen Anklang findet und unsere hessischen Wurstbrote ergänzt.

Obwohl es kühl ist, wird in guter Stimmung gemeinsam gegessen und geratscht. Eine gesellige Atmosphäre lässt verweilen. Abendbrotgespräche flammen hier und da immer wieder auf, wenn neue Gäste eintreffen. Erst um 22.00 Uhr räumen wir zusammen – angefüllt von vielen intensiven Gesprächen.

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Familie Lukaschek danken wir für ihre Einladung nach Rheine und das nachhaltige Neugierigmachen ihres Freundeskreises sowie das gute selbstgebackene Brot. Wir hatten viel Spaß an diesem lebendigen Abend mit vielen spannenden Begegnungen. Schön wäre es, wenn wir das Brotrezept sowie das Rezept für den Heringsdipp der Nachbarin für unsere Sammlung erhalten würden!

Anette Rose danken wir für die Fotos.

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Abendbrotnotizen

3. September 2009 - 14:41 Uhr

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Individuelle Abendbrotkultur in Ibbenbüren, Rheine, Steinfurt, Greven, Lengerich, Mettingen

„Manchmal kommen mein Mann und ich relativ spät von der Arbeit nach Hause. Dann ist es die Aufgabe der Kinder, das Abendbrot zu machen. Sie schmieren dann für die ganze Familie große Abendbrotteller mit belegten Broten, die sie sehr liebevoll dekorieren. Gegessen wird immer gemeinsam.“

„Das Abendbrot hat sich völlig verändert, seitdem die Kinder aus dem Haus sind. Als wir noch zu viert waren, gab es feste Zeiten und abends das klassische kalte Abendbrot. Nun gibt es kaum noch Rituale und Regelmäßigkeiten. Wir machen uns unser Abendessen sehr individuell und essen auch gar nicht immer zusammen. Ich schmiere mir oft ein paar schnelle Brote in der Küche, während mein Mann das Abendessen eher zelebriert und sich immer etwas Besonderes macht.“

„Auf unserem Abendbrottisch darf auf keinen Fall Kirschmarmelade fehlen!“

„Da ich berufsbedingt häufig sehr spät von der Arbeit nach Hause komme, findet ein  Abendbrot zuhause für mich eigentlich nicht statt. Meine Muße-Mahlzeit ist eher das Frühstück.“

„Das kalte Abendbrot, wie ich es aus meiner Kindheit kenne, spielt eigentlich erst wieder eine Rolle, seit wir selber Kinder haben. Seitdem gibt es ganz feste Zeiten, wir essen alle zusammen und sprechen über das, was wir den Tag über erlebt haben.“

„Das Abendbrot sieht bei uns ganz unterschiedlich aus. Eine Konstante ist allerdings, dass es immer etwas Frisches aus meinem Garten gibt.“

„Selbstgebackenes Brot darf auf unserem Abendbrottisch nicht fehlen. Alleine wegen des guten Brotes essen wir jeden Abend mit Freude kalt.“

„Früher gab es bei uns mittags häufig Reibeplätzchen. Die restlichen wurden dann abends kalt aufs Brot gelegt und gegessen. Das schmeckt unheimlich lecker und ich mag es heute noch gerne essen.“

„Wir essen abends alle gemeinsam. Das ist uns sehr wichtig, weil das Abendessen die einzige Mahlzeit ist, wo das geht, weil tagsüber alle unterwegs sind. Wir haben aber keine festen Zeiten. Das richtet sich danach, wann wir – mein Mann, ich und unsere drei Töchter – zuhause sind. Auch was wir essen, ist sehr unterschiedlich. Es gibt manchmal Brot, aber meistens doch etwas Warmes zu essen.“

„Brot nehmen wir beide, meine Frau und ich, mit zur Arbeit. Abends muss es dann eine warme Mahlzeit geben.“

„Wir haben keine festen Abendbrotgewohnheiten abgesehen von der Zeit – Abendbrot gibt es bei uns immer gegen 18.30 Uhr. Unsere Abendbrote sehen sehr unterschiedlich aus: mal wird gekocht, mal gibt es Reste vom Mittag, mal Brote. Wichtig ist uns allerdings, dass wir gemeinsam mit ausreichend Zeit essen. Außerdem legen wir Wert darauf, Speisen selber zuzubereiten. Ich koche gerne oder backe selber Brot und probiere dabei neue Dinge aus. Fertigprodukte gibt es eigentlich nicht.“

„Bei uns unterscheiden sich die Abendbrotgewohnheiten zwischen Alltag und Wochenende. Unter der Woche essen wir kalt – ganz klassisch: Brot, Aufschnitt und oft etwas Frisches wie Salat dazu. Am Wochenende fällt durch das spätere Aufstehen die Mittagsmahlzeit weg. Wir frühstücken lange und essen dann abends warm.“

„Als Junggeselle schmiere ich mir abends immer Stullen und trinke dazu gerne ein Bier.“

„Wir reden viel beim Abendessen. Die Schule ist dann allerdings kein Thema mehr. Schulsachen müssen die Kinder gleich loswerden, wenn sie aus der Schule kommen. Beim Abendessen ist dann Raum für andere Gespräche.“

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Feldforschung Abendbrot vor Ort, Ibbenbüren

3. September 2009 - 11:16 Uhr

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Ibbenbüren am 1. September 2009. Der Himmel kündigt schon seit dem Nachmittag nichts Gutes an, und so beschränken wir unsere Gestaltung am Ort schlicht auf unsere mobile Butterbrotausgabe – Tische und Stühle bleiben unausgepackt. Länger draußen verweilen mag ohnehin niemand. Auch unser Abendbrotangebot ist den Witterungsbedingungen angepasst – es gibt praktische Stullen, die auch im Vorübergehen verzehrt werden können.

So steht unser Mobil malerisch am Hang der Ibbenbürener Neubausiedlung und trotzt den schwarzen Wolkenwänden – wir tun es ebenso und schmieren Klappstullen. Diese finden auch Absatz, denn neugierig macht die unkonventionelle Situation am zentralen Verkehrskreisel der Siedlung doch. Mit Regenschirmen und Windjacken ausgerüstet kommen die Gäste ans Abendbrotmobil. Mancher nimmt die angebotene Stulle mit auf den Heimweg, andere bleiben, essen mit uns gemeinsam und berichten ausführlich über die persönliche Abendbrotkultur.

Unser kleiner Querschnitt für diese Siedlung zeigt: hier wird abends häufig warm gegessen. Etwas Warmes könnten wir heute auch gebrauchen – zumindest eine Fußbodenheizung im Abendbrotmobil. Dass es dies durchaus auch für Wohnwägen gibt, erfahren wir von einem Gast mit langer Campingerfahrung. Erstaunlich ist, wie viel Platz unser kleines Mobil bietet – als eine interessierte Mutter mit ihren drei Töchtern zu uns stößt, passen wir alle dicht gedrängt an unseren Abendbrottisch.

Und so führen wir an diesem Abend, bevor die Dunkelheit schneller als erwartet hereinbricht, intensive Abendbrotgespräche und hoffen, dass die ausgeteilten Brotboxen uns einige Lieblingsrezepte nebst Abendbrotfotos bringen werden!

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Feldforschung Abendbrot vor Ort Teil 3

25. August 2009 - 11:26 Uhr

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Abendbrotfragen und Antworten Teil 1

17. August 2009 - 15:11 Uhr

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Abendbrot-Rezepte, Teil 2

17. August 2009 - 14:59 Uhr

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Abendbrot-Hauptdarsteller, Teil 2

17. August 2009 - 14:55 Uhr

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Ein wirklich gutes Pumpernickel

3. August 2009 - 18:39 Uhr

„Ein wirklich gutes Pumpernickel muss an der Wand kleben bleiben, wenn man es dagegen wirft.“ (Westfälische Pumpernickelweisheit, uns zugetragen bei einem privaten Abendbrotbesuch)

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Abendbroterinnerungen

3. August 2009 - 18:26 Uhr

Abendbroterinnerungen von Besuchern am Abendbrotmobil in Greven, Rheine und Steinfurt

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„Als Kind musste ich immer etwas Ordentliches essen, d.h. Wurst- und Käsebrote. Ich hätte aber viel lieber Brot mit Marmelade gegessen, was aber von meinen Eltern nicht erlaubt wurde.“

„In meiner Kindheit gab es nie abends Brot. Es war Krieg, und Brot war sehr knapp. Mittags wurde ein großer Topf Eintopf gekocht, und zum Abendessen wurde das Gemüse, das vom Mittag übrig war, aufgewärmt und gegessen.“

„Ich erinnere mich an den Butterbrotetausch unter Freunden auf dem Spielplatz. Da haben wir zum Beispiel Cervelatwurstbrote gegen Quarkschnitten getauscht. Außerdem mochte ich gerne nur Radieschen auf’s Brot. Davon habe ich aber raue Lippen bekommen.“

„Zum Abendbrot gab es immer Tee. Das machen wir heute auch noch so. Wir essen kalt, aber ein warmer Tee – Pfefferminze, Kamille oder Fenchel – darf nicht fehlen. Schwarzen Tee trinken wir abends nicht mehr.“

„Ich habe als Kind unglaublich gerne frisches Brot bestrichen mit dick‘ Butter und Senf gegessen. Leider durfte ich mir diese Schnitten aber nur sehr selten machen, weil Senfbrote – so meine Mutter damals scherzhaft – dumm machen.“

„Eine meiner schlimmsten Kindheitserinnerungen ist Klunkersuppe. Die mochte ich überhaupt nicht, aber es gab sie sehr häufig zum Abendessen. Klunkersuppe ist eine Milchsuppe mit kleinen Mehlklümpchen.“

„Als ich Kind war, gab es bei uns sehr häufig kalte Eierpfannkuchen aufs  Brot. Das waren dann die Reste vom Mittagessen, die abends praktischerweise verarbeitet wurden. Ich mochte das als Kind sehr gerne.“

„Brote gab es bei uns nicht täglich zum Abendbrot. Milchsuppe war eine häufige Abendmahlzeit, als ich Kind war. Belegte Brote haben wir eigentlich nur samstags gegessen. Nach dem Samstagsbad haben wir Kinder diese zusammen mit einem warmen Kakao bekommen.“

„Ich kann mich gut daran erinnern, dass sich das Abendbrot für mich als Kind mit dem Jahr 1964 verändert hat. Da haben wir unser erstes Fernsehgerät bekommen. Eigentlich habe ich ab diesem Zeitpunkt unsere Abendbrote nicht mehr als wirklich schön empfunden. Vor dem Einzug des Fernsehens in unsere Familie haben wir immer unheimlich viel beim Abendessen miteinander geredet. Danach wurde das schleichend weniger und das Fernsehprogramm hat oft den Ablauf des Abends bestimmt.“

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Abendbrot-Rezepte, Teil 1

29. Juli 2009 - 09:51 Uhr

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Abendbrot-Hauptdarsteller, Teil 1

29. Juli 2009 - 09:40 Uhr

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Feldforschung Abendbrot vor Ort, Lengerich

28. Juli 2009 - 21:25 Uhr

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Der Wetterbericht hält, was er verspricht: der strahlende Sonnenschein, der uns tagsüber beglückt hat, wird abends einer Regenfront weichen. Als wir in der idyllischen Siedlung in der Robert-Koch-Straße ankommen, ist es erst noch trocken. Kaum haben wir jedoch aufgebaut, stellt sich schwacher aber nachhaltiger Regen ein – keine guten Voraussetzungen für ein geselliges Beisammensein im Freien. Wir verziehen uns ins Abendbrotmobil, und die Bewohner bleiben vorerst in ihren Häusern – allenfalls mitleidige Blicke lassen sich hinter wackelnden Gardinen erahnen.

Aber wir sollen nicht alleine bleiben: trotz des Regens kommen immer wieder vereinzelt Gäste zu uns an und vor allem in das Mobil. Marion Marx, die wir schon im DA-Kunsthaus Kloster Gravenhorst kennengelernt haben, besucht uns und bringt einen köstlichen Kartoffelsalat mit. Westfälisch ist er insofern, da nur Gemüse aus dem eigenen Garten verwendet wurde (Danke für das Rezept!). Wir decken im Mobil den Tisch, essen gemeinsam Abendbrot und tauschen uns lange über Lebensläufe, Essensgewohnheiten und Nachbarschaften aus.

Und so schreitet der Abend voran und der wenige Platz im Mobil ist fast immer durch Besuch besetzt. Es sind erstaunlicher Weise ausschließlich die Damen, der umgebenden Nachbarschaft, die wissen wollen, was es mit dem Mobil in ihrem beschaulichen Wendehammer auf sich hat. Eine nette Nachbarin macht gleich mit Rauhaardackel Olli bei uns Station und lässt sich zu einem Abendbrot-Imbiss einladen. So sind wir im Nieselregen doch ständig im Gespräch, wenn auch intimer als erwartet. Ein öffentlich gedachtes Abendbrot bekommt einen privaten Charakter.

Wir danken Marion Marx und den Nachbarinnen der Robert-Koch-Straße für die Gesellschaft im Abendbrotmobil und den aufgeschlossenen Austausch. Natürlich würden wir uns freuen, wenn das eine oder andere Abendbrotfoto vom privat gedeckten Tisch in den nächsten Wochen bei uns eintrudeln würde!

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FELDFORSCHUNG ABENDBROT privat, 7. Einladung

28. Juli 2009 - 21:14 Uhr

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7. Einladung: Riesenbeck

Gastgeschenk: Angemachter fränkischer Zwiebeleskäs‘ und hessische „Ahle Worscht“

Eine Abendbroteinladung im größeren Familienkreis steht heute Abend an: um 19.30 Uhr sind wir auf dem BIOLAND-Bauernhof der Familie Gehring in Riesenbeck eingeladen. Ruth und Wolfgang Gehring führen neben der Landwirtschaft mit Schweinehaltung ein Bauernhofcafé und einen Partyservice. Sie haben sechs Kinder, von denen fünf noch zu Hause leben.

Auf dem Bauernhof angekommen bewundern wir das auf der Weide hinter dem Haus grasende Damwild, während Wolfgang Gehring professionell den Grill anwirft. Im Hintergrund tummeln sich noch die Helfer des Bauerncafés, die den Betrieb nach einem langen Sonntag langsam seinem Feierabend entgegenführen. Sonntags herrscht besonderer Andrang im Café – drei Buffets bietet Familie Gehring dann über den Tag an: ein Bauernfrühstück, ein Mittags- und ein großes Kuchenbuffet. Nun klingt der Arbeitstag aus und die Reste des Tages (die nicht danach aussehen!) werden auf den Abendbrottisch der Familie auf die Terrasse hinterm Haus getragen. Am Grill hilft der Praktikant aus Irland, am Tisch die Praktikantin aus Usbekistan – beide jungen Leute leben auch in der Familie.

Schnell sind Fleisch (aus eigener Haltung) und Würstchen fertig gegrillt. Ruth trommelt die Familie zusammen, und rasch sammelt sich die Großfamilie nebst Helfern um den Abendbrottisch. Mit der Großmutter, vier anwesenden Kindern und einem Freund, den beiden Praktikanten und den Eheleuten Gehring nehmen außer uns zehn Personen am gedeckten Tisch Platz! Während des Essens berichtet Ruth von den Abendbrotgewohnheiten der Familie. Außer dem selbstgebackenen Brot, das es immer gibt, sehen die Abendmahlzeiten recht unterschiedlich aus. Im Sommer wird bei schönem Wetter oft gegrillt, warmes Essen herrscht auch sonst vor – gegessen wird zumeist, was in der Gastwirtschaft vom Tage übrig blieb. Heute gibt es zum Gegrillten Tortellini-Salat und einen Salat mit Paprika, Schafskäse, Zucchini, Zwiebeln und Oliven.

Nach dem Essen sind alle schnell wieder verschwunden. „Das ist eigentlich immer so.“, berichtet Ruth. „Eine so große Bande ist nicht lange gemeinsam am Tisch zu halten.“ Während Lea, das Nesthäkchen der Familie um uns herumturnt, erfahren wir viel über den Alltag der Gehrings, der von Landwirtschaft und Gastronomie geprägt ist. Außerdem bekommen wir Einblicke in die regionale Speisekarte, auf der „Rindfleisch mit Zwiebelsoße“, „Töttchen“ und „Herrencreme“ nicht fehlen darf. Zum Abschluss bekommen wir noch eine Führung über das weitläufige Gelände des Hofes mit Gemüsegärten, Strohlabyrinth für die Kinder, Damwild-Weide, Ziegengatter, Schweineställen und einem sehr schönen Biergarten.

Wir danken Ruth und Wolfgang für die Gastfreundschaft und für die Zeit, die sie sich am Ende eines langen Arbeitstages für uns genommen haben. Die BIOLAND-Schweinesteaks waren außerordentlich lecker! Außerdem würde uns die Zusendung der Salat-Rezepte sehr freuen und unsere Sammlung bereichern.

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Feldforschung Abendbrot vor Ort, Greven

25. Juli 2009 - 12:10 Uhr

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Der Wetterbericht hat für die Abendstunden Starkregen angekündigt. Ein Gewitter liegt schon hinter uns, als wir im Kloster Gravenhorst aufbrechen, um mit dem Abendbrotmobil nach Greven zu fahren. Dort angekommen empfängt uns erst einmal ein strahlender Himmel. Doch das Bild trügt – kaum haben wir aufgebaut, spült uns ein starkes Gewitter wieder in den sicheren Schutz unseres Wohnwagens. Kurz nach 18.00 Uhr – dem offiziellen Beginn unserer Aktion vor Ort – reißt der Himmel aber auf; das Gewitter ist vorbeigezogen.

Der dunkel drohende Gewitterhimmel hat aber wohl so manche Nachbarn verschreckt, die von unserer Mitgastgeberin Anne Fellenberg eingeladen wurden (oder ist es etwa das merkwürdige Abendbrotvorhaben der Akteure?). Doch nach und nach finden sich die Gäste ein und die, die kommen, sind neugierig und verweilen lange. Zusammen lässt man sich am größten der Tische nieder, isst Brote und tauscht sich aus. Was es mit dem Projekt auf sich hat, ist eine zentrale Frage. Wir antworten gerne und fragen im Gegenzug nach Kindheitserinnerungen. Bei geschmierten „Reiterchen“ (unserer Kindheitserinnerung) erfahren wir einiges über die von Mangel geprägten Kindheitsabendbrote der vorwiegend älteren Anrainer.

Besonders lecker sind die Pumpernickel-Käse-Rosinenbrot-Sandwiche, die Anne auf einer großen Platte anbietet. Süß-herb im Geschmack, skulptural ansprechend und für uns völlig neu in dieser Kombination sind die von ihr so getauften Münsterländer „Dreispitze“. Helmut, Annes Ehemann, bereichert später die Abendbrotgesellschaft mit gutem Rot- und Weißwein (den der Sohn Dirk gerade erst aus Hamburg importiert hat), und das Abendbrot bekommt nun den Charakter einer kleinen Feier unter Freunden.

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Ein besonderer Moment des Abends: eine Nachbarin stößt später zu der geselligen Runde dazu und bringt auf einem Tablett ein arrangiertes Abendbrot-Stillleben mit, das in eindrücklicher Weise die Veränderungen der Abendbrotgewohnheiten der vergangenen 50 Jahre zeigt. Ein schlichtes Abendessen steht für 1959: Holzbrettchen, schlicht belegtes Brot und eine Tasse starker schwarzer Tee. Stellvertretend für die international gewordenen Abendbrotgewohnheiten des Jahres 2009 dagegen: ein Glas Weißwein und italienische Bruschetta mit gehackten Tomaten. Wir sind begeistert über diesen spontanen und bildhaften Beitrag zur Abendbrotforschung!

Wir danken Anne und Helmut für die Unterstützung, den freundschaftlichen Austausch, das überlassene Quiche-Rezept und die prima Dreispitzbrote! Außerdem ein Dankeschön an die Nachbarschaft, mit denen wir einen schönen Abendbrotabend verbracht haben.

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FELDFORSCHUNG ABENDBROT privat, 6. Einladung

25. Juli 2009 - 11:59 Uhr

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6. Einladung: Mettingen-Schlickelde

Gastgeschenk: Angemachter fränkischer Zwiebeleskäs‘

Um 18.00 Uhr, zur traditionellen Abendbrotzeit, sind wir bei Elisabeth und Thomas Hartmann in Schlickelde eingeladen. Das Wetter ist uns wieder zugetan, und wir nehmen in der Abendsonne auf der Terrasse des ehemaligen Bauernhofes Platz. Die Gastgeber überlassen uns ihre angestammten Plätze, so dass wir auf der Bank sitzend in den ungewöhnlich weitläufigen und schönen Garten schauen können. Ein kleiner Skulpturenpark eingebettet in viel grüne Rasenfläche und versehen mit einzelnen Plastiken von Thomas Hartmann erstreckt sich da vor unseren Augen.

Elisabeth Hartmann bereitet den Abendbrottisch vor. Die aufgedeckten Teller wecken bei mir Erinnerungen an die eigene Kindheit – das Dekor lässt vergangene Abendbrotbilder aufsteigen. Es gibt dreierlei Brot, Käse, Wurst und einen leckeren grünen Salat mit wilden Erdbeeren und Kräutern aus dem Garten. Eines der Brote, ein Roggenschrotbrot, hat Thomas Hartmann selbst gebacken. (Es ist auffällig, wie oft unsere Gastgeber selbst Brot backen!) Das Schwarzbrot, Pumpernickel von Bosse, schmeckt uns besonders gut, da es eher mild ist und hervorragend zum Schinkenbelag passt. Den bei der letzten Abendbroteinladung kennengelernten Wurf-Test (siehe 5. Einladung) würde es allerdings wohl eher nicht überstehen.

Das Abendessen begleiten Gespräche über Kunst, Brotsorten, flügge Kinder, westfälische Spezialitäten und die Mettinger Familie. Gespannt lauschen wir den Erzählungen über „die Firma“, bekannt als Kaufmannsfamilie Brenninkmeijer und Besitzer von C&A.

Nachdem wir mit Wein und Wasser noch eine Weile im Haus am Kamin Platz genommen haben, um uns etwas aufzuwärmen, beschließt ein Einblick in Thomas Hartmanns Atelier – hier gibt es u.a. für die Abendbrotforscher spannende „Honigscheiben“ zu sehen – den anregenden Abend.

Wie danken Elisabeth und Thomas Hartmann für die Gastfreundschaft, das gute Abendbrot und die Tagua-Nuss und würden gerne unser Rezept für den Zwiebeleskäs‘ gegen das für den Salat und das Brotrezept tauschen!

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FELDFORSCHUNG ABENDBROT privat, 5. Einladung

23. Juli 2009 - 16:49 Uhr

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5. Einladung: Ibbenbüren

Gastgeschenk: Hessische „Ahle Worscht“

Pünktlich um 19.30 Uhr sind wir in Ibbenbüren bei unserem Gastgeber Peter Hole, der schon den Abendbrottisch auf der Terrasse gedeckt hat. „Das sieht so aus, wie wir auch sonst im Alltag Abendbrot essen“, betont der bekennende Koch aus Leidenschaft, von dem man den Eindruck hat, er hätte seinen Gästen auch gerne mehr von seiner Kochkunst gezeigt. Aber wir sind froh über die Zurückhaltung und den Einblick in eine alltägliche Essenssituation, wie Peter Hole und seine Lebensgefährtin Anne sie an gemeinsamen Abenden gestalten.

Wir nehmen Platz an dem mit Bedacht gedeckten Tisch (mit Buttermesser!) und lassen uns die Vorspeise, einen Salat, zum Weißwein schmecken. Mit Tomaten und Kräutern aus dem Garten (apart schmeckt der Liebstöckel raus) ist der grüne Salat um Weintrauben ergänzt, die hervorragend zu dem mit Honig abgeschmeckten Dressing passen. „Der Westfale mag es süß“, berichtet der Hausherr, der selber als gebürtiger Schwabe die Soße auch gerne mal saurer zubereitet, mit Blick auf die Lebensgefährtin aus dem Münsterland. Uns schmeckt es hervorragend und die große Schüssel wird schnell leer. Im Anschluss gibt es selbstgebackenes Brot, Aufschnitt, Käse und Radieschen. Abgerundet wird die Abendbrotmahlzeit durch ein Eis mit Schokolade sowie einen Riesling-Schnaps.

Während des ausgedehnten Abendessens plaudern wir angeregt über unser Projekt, Kunstvereinstätigkeiten, Abendbrotgewohnheiten, regionale Mentalitäten und Geschirrvorlieben. Wir erfahren, dass ein wirklich gutes Pumpernickel an der Wand kleben bleiben muss, wenn man es dagegen wirft, und dass wir im Münsterland unbedingt „Beschüten“ beim Bäcker einkaufen müssen. Beim Gespräch über Tischkultur zeigt sich, dass es im Haus geteilte Auffassungen über Buttermesser und Messerbänkchen gibt. Ist das Messerbänkchen nun ein Zeichen für Ärmlichkeit, weil man sich die zweite Garnitur Besteck verkneift, oder ein Ausweis gepflegter Bürgerlichkeit?

Später bekommen wir noch einen Einblick in das im großzügigen Garten befindliche Gewächshaus mit prachtvollen (!) Tomaten. Unsere gemeinsame Leidenschaft für Geschirr beschließt den Abend mit der Betrachtung einiger schöner KPM Stücke.

Wir danken Peter Hole für die Einladung, das gute Abendbrot, die viele Zeit und anregenden Gespräche. Gerne würden wir das Rezept für den leckeren Salat mit Gartenkräutern in unsere Sammlung aufnehmen.

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