Abendbrotkommentare aus Dinxperlo, Coevorden und Bad Bentheim

18. September 2010 - 11:26 Uhr

„Einmal war ich hier in der Gegend zum Abendbrot eingeladen. Dort habe ich ein merkwürdiges Teeritual kennengelernt: Mit einem Teebeutel wurde eine Tasse Tee aufgegossen, dann eine zweite, eine dritte und weitere. Schließlich wurde dieser Teebeutel in die Kanne gehängt und nochmals aufgegossen… Das sind sparsame Menschen hier.“

„Wir sind eine gemischte Familie hier in Dinxperlo: deutsch-holländisch. Das klassische, deutsche Abendbrot spielt bei uns eine große Rolle. Es gibt Brot und verschiedene Beläge. Von der holländischen Familie haben wir das Milchtrinken übernommen. Die Niederländer trinken die Milch ja mittags zu den Brötchen. Bei uns darf sie abends zum Brot nicht fehlen. Manchmal essen wir aber abends auch warm, wie es üblich ist hier.“

„Das deutsche dunkle Brot ist uns zu hart und zu trocken. Wir mögen das Brot gerne weicher.“

„Hier (im Abendbrotmobil) riecht es wie früher bei meiner Großmutter zum Abendbrot – nach gutem deutschen Sauerteigbrot.“

„Wir haben eine ganze Zeit in den Niederlanden gelebt und unsere Essgewohnheiten den holländischen angepasst. Mittags gab es also „broodje“. Nun leben wir wieder auf der deutschen Seite der Grenze und essen abends kalt. Das hat aber auch damit zu tun, dass wir nun Kinder und einen klarer strukturierten Tag haben. Mittags koche ich für die Kinder, abends essen wir alle gemeinsam Abendbrot.“

„Hier in Dinxperlo gibt es noch die PAPKLOK, die um 21 Uhr läutenden Kirchenglocken. Früher war dies das Zeichen für die Bauern, nach Hause zu kommen, um den PAP zu essen. Pap ist ein Brei aus Grießmehl oder Haferflocken. Danach war der Arbeitstag beendet und man ging zu Bett. Heute isst kaum jemand mehr abends Pap. Aber die Papklok läutet hier immer noch um 21 Uhr.“

„Mein Vater lebt hier in den Niederlanden in einem Altersheim. Dort können die Bewohner wählen, wann sie ihre warme Mahlzeit einnehmen wollen – ob mittags oder abends. Die meisten essen zu Mittag warm, obwohl sie das früher traditionell nicht gemacht haben.“

„Ich komme zu spät nach Hause, um Abendbrot zu essen.“

„Ich habe eine deutsche Mutter – von daher kenne ich das deutsche Abendbrot. Hier essen ja sonst alle abends warm. Ich mag deutsches Essen sehr – besonders Eisbein und Haxe. In Deutschland schmeckt mir auch die Wurst besser. Mett ist besonders gut, das gibt es hier in Holland nicht. Aber das deutsche Brot mag ich nicht. Das ist mir zu hart. Da bin ich einfach das weiche holländische Brot gewöhnt.“

„Ja, natürlich essen wir  Abendbrot. Aber mittags. Naja, Mittagsbrot müsste es dann wohl heißen… Dazu gibt es immer ein Glas Milch. Abends wird natürlich warm gegessen.“

„Danke für das leckere Abendbrot. Das Brot war allerdings ein bisschen fest.“

„Früher haben wir abends warm gegessen. Seit ich in Rente bin, hat sich das verändert. Nun kochen wir mittags und essen abends Brot. Jetzt haben wir einfach viel mehr Zeit, um in Ruhe mittags zu kochen. Außerdem finde ich es so viel gesünder. Das warme Essen am Abend ist mir oft zu schwer gewesen.“

„Wir essen abends nicht zusammen. Bei uns macht sich jeder irgendwas zu essen, je nachdem wann die Familienmitglieder nach Hause kommen.“

„Früher, als ich klein war, gab es ganz feste Abendbrotzeiten. Wenn meine Oma dabei war, wurde vor dem Essen gebetet. Heute gibt es keine festen Zeiten mehr. Wir essen auch kaum mehr zusammen.“

„Ich erinnere mich an das Abendessen bei meiner holländischen Großmutter. Da gab es vor dreißig Jahren abends schon immer warmes Essen. Besonders toll fand ich das Apfelmus, dass es zu fast jeder Mahlzeit direkt mit auf den Teller gab. Und Silberzwiebeln durften auch als Beilage nicht fehlen. Diese süß-saure Mischung fand ich sehr lecker.“

„Mein Lieblingsabendessen ist Brot mit Tomate. Wurst aus Schwein darf ich nicht essen.“

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Coevorden – GrensWerte

18. September 2010 - 11:25 Uhr

Coevorden, 11.09.2010

Nach der Auftaktveranstaltung in Dinxperlo machen wir heute unseren ersten Ausflug über die niederländische Grenze. Ein weitläufiger Marktplatz und mildes Spätsommerwetter laden die Abendbrotforscher zum Verweilen mitten im Zentrum von Coevorden ein. Um 17.30 Uhr fahren wir mit unserem mobilen Abendbrotimbiss auf dem Marktplatz der beschaulichen Grenzstadt ein – neugierig beäugt von den Gästen der umliegenden Kneipen und Eiscafés.

Die Abendbrotforschung wird zum Bühnenstück: wir mitten auf dem Platz, das amüsierte Publikum in den gastronomischen Besucherrängen um uns herum. Wir bauen in der Abendsonne auf, richten unser Mobil ein und schmieren Brote  – mit deutschem Sauerteigbrot und verschiedenen Belägen. Rechts und links flitzen die radelnden Holländer vorbei – alleine, zu zweit und in größeren Gruppen – ganz Coevorden scheint sich auf’s Rad geschwungen zu haben. Erstaunte Blicke, hier und dort ein Lachen, verstohlenes Getuschel – aber man radelt weiter.

Nur vereinzelt trauen sich die Coevordener an unsere Brot-Ausgabelucke heran. Es sind vor allem die Gäste aus den umliegenden Lokalen, die sich aus Neugier und nach einer ganzen Weile des Beobachtens und Mutmaßens zu uns trauen, um zu fragen, was es mit unserer Aktion auf sich hat. So bringen wir doch noch Häppchen unter die Leute und kommen über deutsche und niederländische Abendbrotgewohnheiten ins Gespräch (Details dazu unter „Abendbrotnotizen“).

Was wir wiederholt zu hören bekommen: das deutsche Brot ist den Holländern zu trocken, zu hart! Unsere geschmierten Häppchen kommen zwar gut an – besonders die importierte „ahle Worscht“ – aber auch hier heißt es auf Nachfragen: „Ja, das war lecker, aber das Brot war schon ein bisschen fest. Wir sind weicheres Brot gewöhnt.“ Nun gut.

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Dinxperlo – GrensWerte

18. September 2010 - 11:25 Uhr

Dinxperlo, 10.09.2010

Kunstkirmes in Dinxperlo, einer kleinen niederländischen Gemeinde, die zu Aalten gehört und sich unmittelbar an der deutsch-niederländischen Grenze befindet. FELDFORSCHUNG ABENBROT findet sich dort um die Mittagszeit mit einigen weiteren Wohnwägen und mobilen Kunsteinheiten aus Deutschland und den Niederlanden ein. Unmittelbar angrenzend an den gerade stattfinden Dinxperloer Wochenmarkt sammeln sich die Künstlermobile zu einer platzfüllenden Wagenburg an. Mit der Kunstkirmes startet GrensWerte sein Passagen-Projekt, das die mobilen Kunsteinheiten auf unterschiedliche Reisen rechts und links der deutsch-niederländischen Grenze schickt. Für uns ist Dinxperlo der Start einer kleinen fortführenden Forschungsetappe, die uns in den nächsten Tagen in zwei weitere niederländische und eine deutsche Gemeinde schicken wird.

Pünktlich zur Abendbrotzeit klappen wir die Ausgabelucke unseres Abendbrotimbisses auf. Doch leider regnet es nicht nur auf unsere Abendbrote – die gesamte Veranstaltung wird nicht mit bestem Wetter belohnt. Was mittags noch freundlich aussah, wandelt sich gen Nachmittag zum Dauerregen. Nach der offiziellen Eröffnung sind Regenschirme gefragt und der Verweilwille seitens des Publikums ist verständlicherweise gering.

Doch einige dem Regen trotzende Gäste und Mitwirkende ziehen neugierig von Wohnwagen zu Wohnwagen. Wir haben gut zu tun und schmieren Brote, erläutern unser Projekt, sammeln Geschichten und verteilen Butterbrotboxen. Unsere Besucher sind ausgewogen sowohl niederländischer wie deutscher Herkunft. Viele Familien, die direkt an der Grenze wohnen, berichten von ihren Abendbrotgewohnheiten (Details dazu unter „Abendbrotnotizen“).

Die Grenze bleibt auch in der unmittelbaren Grenzregion spürbar – die Niederländer erzählen fast ohne Ausnahme von warmen Abendmahlzeiten, mittags gibt es traditionell belegte Brötchen und Milch. (Vom holländischen Mittagsklassiker konnten wir beim Mitwirkenden-Imbiss kosten: süße, weiche Brötchen mit Wurst und Käse belegt. Für deutsche Brotesser eher ungewohnt.) Ein Gemeinsames beidseitig der Grenzen wird im Laufe des Abends jedoch deutlich: mit dem Eintritt in das Rentenalter verändern sich häufig die Essgewohnheiten. Man nimmt sich nun hier wie dort mittags die Zeit zum Kochen und isst abends kalt.

Kalt sind am Abend auch unsere Füße. Zufrieden mit dem Verlauf des Abends sind wir trotzdem.

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GrensWerte

3. September 2010 - 09:27 Uhr

KUNSTKERMIS

Einladung für die festliche Eröffnung von GrensWerte
10. September 2010 ab 15 Uhr auf dem Kirchplatz, Markt 2, in Dinxperlo. Offizieller Eröffnungsakt um 17.30 Uhr

…Hereinspaziert: Seien Sie dabei, wenn Kunstmobile und mobile Kunst den Kirchplatz in Dinxperlo einen Tag lang in eine Kunstkirmes verwandeln. Sehen Sie bis spät in den Abend, wie Kunst bewegt und wie sie bewegt wird. Erforschen Sie das Abendbrot des Tischnachbarn, tanzen Sie zu projizierter Livemusik und genießen Sie das unkontrollierte Leben.

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Uitnodiging voor de feestelijke opening van GrensWerte
10 september 2010 vanaf 15.00 uur op het kerkplein, Markt 2, in Dinxperlo. Officiële openingshandeling om 17.30 uur

Kom naar de kunstkermis op het kerkplein in Dinxperlo, waar kunstmobielen en mobiele kunst zich presenteren. Ervaar tijdens het middag en avondprogramma hoe kunst beweegt en hoe kunst in beweging gebracht wordt: onderzoek het ‘ Avondbrood’ in de buitenlucht, dans op geprojecteerde live muziek en geniet van het ongecontroleerde leven….

http://www.grenswerte.eu/

FELDFORSCHUNG ABENDBROT

Mit der 2009 begonnenen ABENDBROTFORSCHUNG setzen wir in diesem Jahr bei GrensWerte unser Projekt mit Interesse an Essens-, Küchen- und Alltagskultur fort.

Das Abendbrot ist in unseren Augen, in Bezug zur  täglichen Speisenfolge, eine herausgehobene Mahlzeit, da es eine deutsche Besonderheit darstellt, die Schnittstelle zwischen Arbeit und Freizeit markiert und nicht zuletzt auch aus ästhetisch-formaler Perspektive reizvoll ist.

Die Untersuchung der Abendbrotkultur ist somit eine vertiefende Hinwendung zu einem Gegenstand – dem Brot und seinen Begleitern – der in unserer Arbeit immer wieder eine Rolle spielt. Eine künst­lerische Forschung, die deutsche Brot- und Abendbrotkultur regionalspezifisch in den Blick nimmt, ist ein Fortschreiben unserer Leidenschaft für Speisenzubereitung auf der einen und alltagskulturelle sowie kommunikative Phänomene auf der anderen Seite.

Nun wenden wir unseren Blick ins deutsch-niederländische Grenzgebiet. Im Mittelpunkt unseres Interesses stehen dabei Fragen nach unterschiedlichen Ritualen, Gewohnheiten, Vorlieben und Veränderungen rund um das alltägliche Abendbrot. Persönliche Präferenzen, Kindheitserinnerungen, re­gionale und familiäre Prägungen werden im deutsch-niederländischen Vergleich zu befragen, zu sammeln und künstlerisch zu bearbei­ten sein.

Mit einem zum Abendbrot-Imbiss umfunktionierten Wohnwagen setzen wir unsere Forschungsreise durch die EUREGIO fort. Der Abendbrotimbiss taucht Anfang September in Dinxperlo, Diepenheim, Coevorden und Bad Bentheim auf, um mittels schmackhafter Aktionen mit seinem Publikum ins Gespräch zu kommen.

In Dinxperlo startet die neue Etappe des künstlerischen Forschungsprojekts am 10. September 2010 zur Abendbrotzeit auf der „Kunstkirmes“. Hier werden am Abendbrotmobil Butterbrote gegen Abendbrot-Erfahrungen, Rezepte und Geschichten getauscht. Um den Gästen auf unkomplizierte Weise einen Beitrag zum ABENDBROTARCHIV zu ermöglichen, liegen am Mobil FELDFORSCHUNGS-BROTBOXEN zur Abholung bereit. Diese sollen zu Hause auf dem gedeckten Abendbrottisch platziert und fotografiert werden, um dann an das ABENDBROTARCHIV gesandt zu werden.

Termine und Orte

Fr, 10.9., Dinxperlo, Kirchplatz, 18-21 Uhr

Sa, 11.9., Coevorden, Marktplatz, 18-21 Uhr

Mo, 13.9., Bad Bentheim, Rathausplatz, 18-21 Uhr

Di, 14.9., Diepenheim, mobile Aktion, 18-21 Uhr

VELDONDERZOEK AVONDBROOD is op te vatten als mobiele keuken, als reizende snackbar, als artistiek onderzoeksinstituut en plaats van communicatie. Vervoermiddel voor de mobiele keuken is een speciaal daarvoor ingerichte caravan met een wisselend aanbod aan avondbrood en een archief voor avondbroodcultuur aan boord. Het „avondbroodmobiel“ zoekt openbare straten en pleinen op om deze tijdelijk in bezit te nemen en daar een „privé“-uitvoering te spelen via het aanbieden van avondbrood. Door gezamenlijk te eten komen de kunstenaars met het publiek in dialoog. Zij verzamelen en archiveren verhalen, herinneringen en foto`s rond het verschijnsel avondbrood, wisselen recepten uit en laten zich verder uitnodigen voor avondbroodmaaltijden bij de mensen thuis.

FELDFORSCHUNG ABENDBROT ist Bestandteil des Projektes GrensWerte.

GrensWerte ist ein Kooperationsprojekt von Münsterland e.V., Kunst & Cultuur Overijssel und EUREGIO. Das Projekt wird im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie der Wirtschaftsministerien der Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen und der Provinzen Overijssel und Gelderland kofinanziert.

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Abendbrot für unsere Gastgeber(innen) im DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst am 30.01.2010

23. Februar 2010 - 02:45 Uhr

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Hörstel, Kloster Gravenhorst, 18.00 Uhr: Abendbrotzeit

Mit dem Abbau unserer Ausstellung im Kunsthaus nimmt unser Feldforschungsprojekt im Münsterland sein Ende. Es heißt Abschiednehmen vom Kloster und unserem neuen Lieblingsbrot, dem Pumpernickel. Zum letzten Mal laden wir zum Abendbrot ein und bitten die Menschen an den Tisch unseres Projektraumes, die uns im vergangenen Jahr mit viel Neugier und Offenheit an ihre privaten Abendbrottische gebeten haben.

Schnee und glatte Straßen verhindern, dass wir vollzählig sind – aber der Tisch ist gut besetzt und wir freuen uns über die Gäste, die mit uns das Abschiedsabendbrot teilen! Bei Wurstsalat, Handkäse, „ahler Worscht“, Möhren-Apfelsalat, Eibrot und Pumpernickeldreispitz sitzen wir lange zusammen und plaudern kreuz und quer über den Tisch. Vertraut sind wir inzwischen mit unseren ehemals fremden Gastgebern und wissen, dass wir dies dem Abendbrot zu verdanken haben. Auch wenn wir nun abreisen und unsere Aufenthalte im Münsterland nun nicht mehr so regelmäßig stattfinden werden, können wir gewiss sein, dass es hier ab jetzt einige Abendbrottische gibt, die uns in freundschaftlicher Weise offen stehen!

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Wurste- und Leberbrot

28. Oktober 2009 - 13:47 Uhr

Zum Abschluß unserer Aufenthalte im Münsterland wurden wir ganz spontan nochmals eingeladen. Familie Lepa brachte dazu eine Herbst- und Winterspezialität auf den Tisch: Wurste- und Leberbrot. Die Münsterländer wissen wohl die Dinge richtig zu kombinieren. Mehr dazu auf http://de.wikipedia.org/wiki/Wurstebrot.

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Als Reinhard Lepa dann noch Reste vom „Kalten Hund“ –  http://de.wikipedia.org/wiki/Lukullus (Süßspeise) – auftischte, waren wir noch ein wenig trauriger, das Münsterland erst einmal wieder verlassen zu müssen.

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Erinnerte Abendbrote

18. Oktober 2009 - 19:55 Uhr

Am 8. Oktober haben wir in Ibbenbüren belegte Brote gegen Abendbroterinnerungen getauscht.

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„Ich erinnere mich an die Tomatenbrot-Reiterchen nach dem Samstagsbad von meiner Mutter vor dem Fernseher serviert.“

„Eine Geschichte zum gestrigen Abendbrot kann nicht erzählt werden, da der Stramme Max (2 Brote mit Schinken und Spiegelei) absolut unkommunikativ war und das Verspeisen seiner selbst schweigend hingenommen hat.“

„Da ich aus einer multikulturellen Familie komme, kenne ich das konventionelle Abendbrot-Dasein in Deutschland gar nicht. Bei uns zu Hause gibt es nämlich auch abends noch was Warmes.“

„Als Kind habe ich am liebsten mein Brot mit Leberwurst und Gurke gegessen, heute esse ich lieber Käse. Bei meinen Kindern ist es witzigerweise so, dass sie auch am liebsten Leberwurst und Gurke essen. Das Abendbrot ist für uns sehr wichtig, da wir tagsüber nicht die Gelegenheit haben, zusammen zu essen, daher dauert das Abendessen oftmals sehr lang.“

„Ich erinnere mich an eines der ersten Abendbrote bei meinen (damals noch nicht) Schwiegereltern: opulent mit drei Sorten Brot, Gemüse, Aufschnitt, Käse, Milch, Tee, Bier u.v. a.m. an geradezu festlich gedecktem Tisch.“

„In der Großfamilie wurde bei uns grundsätzlich im großen Kreis zu Abend gegessen. Heute schaffe ich mit meiner Ehefrau meistens nur am Wochenende ausgiebige Abendessen. Hierzu gehören im Idealfall Bratkartoffeln und im Anschluß ein guter Wein.“

„Das Abendbrot gehörte für mich trotz mancher Leckerei zu den lästigen Familienritualen, weil ich immer pünklich zu Hause sein musste. Für mich ist Zeit jedoch ein sehr dehnbarer Begriff, deshald gab es oft Ärger…“

„Ich freu mich immer auf Samstag abends, da gibt es meistens Italienisch mit der ganzen Familie.“

„Neidisch macht mich der Anblick einer Großfamilie beim gemeinsamen Abendbrot.“

„Wenn meine Enkelkinder kommen, heißt es immer: Oma machst du zum Abendbrot Arme Ritter mit Pflaumenmus?“

„Abends sitzen wir gerne lange in der Küche oder im Garten und lassen den Tag ausklingen. Oft mit Brot oder Brötchen und etwas Salat. Im Winter gibt es oft eine Tasse Suppe oder einen Strammen Max. Meine Kinder lieben diese Zeit, weil niemand hetzen muss. Am Wochenends kochen wir abends auch mal was Schönes.“

„Der Resopaltisch hier vermittelt sofort die Erinnerung an die eigene Kindheit, wo Frühstück, Mittagessen und Abendbrot gemeinsam mit der Familie eingenommen wurden und zwar in der Küche oder am Eßzimmertisch.“

„Meine Großeltern haben das Brot zum Abend sehr präzise (jeden Quadratmillimeter) mit Butter bestrichen. Auch der Aufstrich wurde sehr korrekt aufgetragen.“

„In Dänemark, wo ich herkomme, ißt man meistens abends warm. Ich hatte aber sehr schöne belegte Brote mit in der Schule, z.B. mit Bananenscheiben mit einer Rosine in der Mitte oder mit Leberwurst und Gurkenscheiben belegt. Abends habe ich am liebsten Kartoffelpüree mit Zwiebeln, Speck und Äpfeln gegessen. Das nennt man in Westfalen: Himmel und Erde. Und sooo gut schmeckt es auch!“

„Manchmal ist mein innigster Wunsch, das Abendbrot möge üppig und lautlos durch die Haustür spazieren. Manchmal ist es einsam und öde, nach einem langen Tag des Schaffens oder des Versuchs ein Abendmahl zu richten – oftmals misslingt’s.“

„Freitags war das Abendbrot immer am schönsten, weil mein Vater da immer einen großen Berg Wurst aus der Metzgerei mitgebracht hat, denn er hat im Lebensmittelhandel gearbeitet und zum Wochenende immer Probierpakete mit nach Hause bekommen.“

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FELDFORSCHUNG ABENDBROT Künstlerbuch

14. Oktober 2009 - 10:24 Uhr

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Das Künstlerbuch zur FELDFORSCHUNG ABENDBROT ist erschienen und im DA – Kunsthaus Kloster Gravenhorst oder bei den KünstlerInnen erhältlich.

Die Abendbrot-Edition mit Abendbrotmesser hat eine Auflage von 25 Stück.

Ein großes Dankeschön gilt  dem „Steinofenbäcker“ Reinhard Laukemper  für die finanzielle Unterstützung dieser Publikation und Giselheid Herder-Scholz von „Windmühlenmesser“ für die Unterstützung der Edition.

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Brotworte im Münsterland

6. Oktober 2009 - 13:15 Uhr

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6. Oktober 2009 - 13:13 Uhr

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Abendbrot-Rezepte Teil 3

6. Oktober 2009 - 13:09 Uhr

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Abendbrotforschung im WDR

6. Oktober 2009 - 08:40 Uhr

http://www.wdr.de/themen/kultur/3/abendbrot/index.jhtml

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Ausstellungseröffnung im DA-Kunsthaus am 10. Oktober 2009.

5. Oktober 2009 - 22:21 Uhr

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„Der Westfale mag es gerne süß.“

5. Oktober 2009 - 22:15 Uhr

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Ein Zitat – gehört bei „Zu Gast: Abendbrotforschung privat“.

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Feldforschung Abendbrot vor Ort, Steinfurt

6. September 2009 - 13:12 Uhr

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FELDFORSCHUNG ABENDBROT zu Gast in Pastors Garten

Unsere allererste private Einladung zum Abendbrot im Juni bei Familie Bäumer führte zu der spontanen Idee Willi Bäumers ein gemeinsames Abendbrot mit uns in „Pastors Garten“ zu organisieren. Heute soll dieses Abendbrot nun ab 18.00 Uhr im idyllischen Garten des katholischen Pfarrhauses in Steinfurt stattfinden.

Auf der weitläufigen Wiese des Gartens platzieren wir unser Abendbrotmobil unter dem schützenden Laubdach eines großen Baumes. Willi Bäumer sorgt für ausreichend Sitzgelegenheiten und an dem doch schon herbstlich kühlen Abend für Wärme aus der Gasflasche. Unsere Abendbrotgesellschaft ist an diesem Abend so international wie noch nie: Gäste aus Deutschland, Tschechien, Polen, Afrika und Indien nehmen an der langen Tafel Platz – darunter alleine sechs Geistliche.

Vielfältig ist auch das Speisenangebot dieses Abends und unsere geschmierten Brote sowie der Wurstsalat werden um einige mitgebrachte Abendbrotspezialitäten ergänzt. Brigitte Bäumer bereichert den Abendbrottisch um Kartoffelsalat und Würstchen sowie eine Platte mit „Schachbrettbroten“ aus Schwarzbrot, dazu Knochenfleisch und westfälischen Schinken. Aus dem Pfarrhaus kommen frisch zubereitete Rosmarinkartoffeln mit Kräuterbutter auf den Tisch, und ein Freund der Familie Bäumer serviert sein Junggesellenabendbrot: geschmierte Klappstullen, Tomaten und Bier.

Der Hausherr Pastor Heinrich Wernsmann spendiert Weißwein und Schnaps und der Abend nimmt den Verlauf eines ausgelassenen Gartenfestes. Zwischen den Bissen werden immer wieder persönliche und internationale  Abendbrotgewohnheiten ausgetauscht. Den Abend beschließt die christliche Abendbrotgemeinde mit dem Singen einiger Lieder und einem wärmenden Feuer.

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Wir danken Brigitte und Willi Bäumer für die Vermittlung in Pastors Garten, Herrn Pastor Wernsmann für die Gastfreundschaft und allen weiteren Gästen für den schönen und geselligen Abend. Für uns war dieser Abendbrotabend im Kreis einer Gemeinde eine außergewöhnliche Erfahrung!

Natürlich freuen wir uns über rücklaufende Rezepte, Abendbrottischfotos und Antwortkarten!

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FELDFORSCHUNG ABENDBROT privat, 8. Einladung

5. September 2009 - 10:18 Uhr

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8. Einladung: Brochterbeck

18:30 Uhr ist feste Abendbrotzeit bei Familie Gora-Hochstrate. Und heute Abend sind wir mit an den Abendbrottisch der Familie eingeladen. Dies ist gleichzeitig unser letzter privater Abendbrottermin im Rahmen unseres Projektstipendiums im Kreis Steinfurt. Als wir pünktlich erscheinen, ist auch Vater Henri gerade erst von der Arbeit nach Hause gekommen. Eva Gora-Hochstrate und Tochter Linda haben bereits den Tisch gedeckt, und wir dürfen gleich Platz nehmen, denn alle sind hungrig.

Die siebenjährige Linda hat extra für die Gäste einen Blumenstrauß im Garten gepflückt, der nun den Tisch schmückt. Auf der üppig bestückten Abendbrottafel gibt es außerdem Wurst, Käse und Kräuterquark, einen bunten Salat, hartgekochte Eier, selbstgebackene Brötchen, gemischtes Ost, Oliven und Gürkchen. Besonders lecker ist das mit Schafskäse gefüllte, selbstgebackene Weißbrot! Während des Essens sprechen wir lange über die Wichtigkeit von Strukturen, die gemeinsame Mahlzeiten im Familienleben bilden, über den Wert selbstzubereiteter Speisen, private Esskulturen, unser Abendbrotprojekt und partizipatorische Kunst im Allgemeinen. Wir sind erstaunt, mit welcher Offenheit und Sympathie unserem Projekt von Seiten unserer Gastgeber begegnet wird.

Wir danken Eva, Henri und Linda herzlich für die Einladung und den schönen Abend in freundschaftlicher Atmosphäre. Henri sei außerdem gedankt für den neuen Beitrag für das andere (Wort)Archiv. Dankbar wären wir natürlich, wenn das Rezept für das Weißbrot mit Schafskäse in unsere Sammlung  eingehen würde!

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Feldforschung Abendbrot vor Ort, Rheine

4. September 2009 - 17:18 Uhr

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Wenn man im öffentlichen Raum agiert, spricht man oft vom Wetter. Wieder blicken wir den ganzen Tag über bang in den Himmel – dunkle Wolken, kräftiger Wind und immer wieder Regenschauer beherrschen den heutigen Donnerstag.

In Rheine mit unserem Mobil angekommen, ist es kühl doch trocken – und soll es überraschenderweise auch bleiben. Vor dem Haus der Familie Lukaschek, die uns sowie Nachbarn und Freunde eingeladen hat, bauen wir unsere Abendbrotstation auf. Kaum fertig werden wir schon von einer großen Gästeschar umringt: eine ganze Berufsschulklasse begleitet von ihrer Lehrerin findet sich bei uns ein. Die Hauswirtschaftlerinnen haben in der Zeitung von unserer Aktion gelesen und bringen professionelles Interesse an der Abendbrotforschung mit. Schnell sind alle Sitzgelegenheiten belegt, eifrig werden unsere Fragekarten ausgefüllt, Brote und Radieschen-Salat verzehrt.

Mitten in dem Trubel stoßen weitere Gäste dazu – es wird eng um das Abendbrotmobil! Nach ausführlichen Gesprächen und Erläuterungen zu unserem Projekt verlassen uns die Damen von der Hauswirtschaftsschule und gleich finden sich weitere Gäste voller Neugier ein. Eine Nachbarin bringt Heringsdipp und Pellkartoffeln mit – eine typisch norddeutsche Abendbrotmahlzeit, die regen Anklang findet und unsere hessischen Wurstbrote ergänzt.

Obwohl es kühl ist, wird in guter Stimmung gemeinsam gegessen und geratscht. Eine gesellige Atmosphäre lässt verweilen. Abendbrotgespräche flammen hier und da immer wieder auf, wenn neue Gäste eintreffen. Erst um 22.00 Uhr räumen wir zusammen – angefüllt von vielen intensiven Gesprächen.

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Familie Lukaschek danken wir für ihre Einladung nach Rheine und das nachhaltige Neugierigmachen ihres Freundeskreises sowie das gute selbstgebackene Brot. Wir hatten viel Spaß an diesem lebendigen Abend mit vielen spannenden Begegnungen. Schön wäre es, wenn wir das Brotrezept sowie das Rezept für den Heringsdipp der Nachbarin für unsere Sammlung erhalten würden!

Anette Rose danken wir für die Fotos.

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Abendbrotnotizen

3. September 2009 - 14:41 Uhr

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Individuelle Abendbrotkultur in Ibbenbüren, Rheine, Steinfurt, Greven, Lengerich, Mettingen

„Manchmal kommen mein Mann und ich relativ spät von der Arbeit nach Hause. Dann ist es die Aufgabe der Kinder, das Abendbrot zu machen. Sie schmieren dann für die ganze Familie große Abendbrotteller mit belegten Broten, die sie sehr liebevoll dekorieren. Gegessen wird immer gemeinsam.“

„Das Abendbrot hat sich völlig verändert, seitdem die Kinder aus dem Haus sind. Als wir noch zu viert waren, gab es feste Zeiten und abends das klassische kalte Abendbrot. Nun gibt es kaum noch Rituale und Regelmäßigkeiten. Wir machen uns unser Abendessen sehr individuell und essen auch gar nicht immer zusammen. Ich schmiere mir oft ein paar schnelle Brote in der Küche, während mein Mann das Abendessen eher zelebriert und sich immer etwas Besonderes macht.“

„Auf unserem Abendbrottisch darf auf keinen Fall Kirschmarmelade fehlen!“

„Da ich berufsbedingt häufig sehr spät von der Arbeit nach Hause komme, findet ein  Abendbrot zuhause für mich eigentlich nicht statt. Meine Muße-Mahlzeit ist eher das Frühstück.“

„Das kalte Abendbrot, wie ich es aus meiner Kindheit kenne, spielt eigentlich erst wieder eine Rolle, seit wir selber Kinder haben. Seitdem gibt es ganz feste Zeiten, wir essen alle zusammen und sprechen über das, was wir den Tag über erlebt haben.“

„Das Abendbrot sieht bei uns ganz unterschiedlich aus. Eine Konstante ist allerdings, dass es immer etwas Frisches aus meinem Garten gibt.“

„Selbstgebackenes Brot darf auf unserem Abendbrottisch nicht fehlen. Alleine wegen des guten Brotes essen wir jeden Abend mit Freude kalt.“

„Früher gab es bei uns mittags häufig Reibeplätzchen. Die restlichen wurden dann abends kalt aufs Brot gelegt und gegessen. Das schmeckt unheimlich lecker und ich mag es heute noch gerne essen.“

„Wir essen abends alle gemeinsam. Das ist uns sehr wichtig, weil das Abendessen die einzige Mahlzeit ist, wo das geht, weil tagsüber alle unterwegs sind. Wir haben aber keine festen Zeiten. Das richtet sich danach, wann wir – mein Mann, ich und unsere drei Töchter – zuhause sind. Auch was wir essen, ist sehr unterschiedlich. Es gibt manchmal Brot, aber meistens doch etwas Warmes zu essen.“

„Brot nehmen wir beide, meine Frau und ich, mit zur Arbeit. Abends muss es dann eine warme Mahlzeit geben.“

„Wir haben keine festen Abendbrotgewohnheiten abgesehen von der Zeit – Abendbrot gibt es bei uns immer gegen 18.30 Uhr. Unsere Abendbrote sehen sehr unterschiedlich aus: mal wird gekocht, mal gibt es Reste vom Mittag, mal Brote. Wichtig ist uns allerdings, dass wir gemeinsam mit ausreichend Zeit essen. Außerdem legen wir Wert darauf, Speisen selber zuzubereiten. Ich koche gerne oder backe selber Brot und probiere dabei neue Dinge aus. Fertigprodukte gibt es eigentlich nicht.“

„Bei uns unterscheiden sich die Abendbrotgewohnheiten zwischen Alltag und Wochenende. Unter der Woche essen wir kalt – ganz klassisch: Brot, Aufschnitt und oft etwas Frisches wie Salat dazu. Am Wochenende fällt durch das spätere Aufstehen die Mittagsmahlzeit weg. Wir frühstücken lange und essen dann abends warm.“

„Als Junggeselle schmiere ich mir abends immer Stullen und trinke dazu gerne ein Bier.“

„Wir reden viel beim Abendessen. Die Schule ist dann allerdings kein Thema mehr. Schulsachen müssen die Kinder gleich loswerden, wenn sie aus der Schule kommen. Beim Abendessen ist dann Raum für andere Gespräche.“

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Feldforschung Abendbrot vor Ort, Ibbenbüren

3. September 2009 - 11:16 Uhr

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Ibbenbüren am 1. September 2009. Der Himmel kündigt schon seit dem Nachmittag nichts Gutes an, und so beschränken wir unsere Gestaltung am Ort schlicht auf unsere mobile Butterbrotausgabe – Tische und Stühle bleiben unausgepackt. Länger draußen verweilen mag ohnehin niemand. Auch unser Abendbrotangebot ist den Witterungsbedingungen angepasst – es gibt praktische Stullen, die auch im Vorübergehen verzehrt werden können.

So steht unser Mobil malerisch am Hang der Ibbenbürener Neubausiedlung und trotzt den schwarzen Wolkenwänden – wir tun es ebenso und schmieren Klappstullen. Diese finden auch Absatz, denn neugierig macht die unkonventionelle Situation am zentralen Verkehrskreisel der Siedlung doch. Mit Regenschirmen und Windjacken ausgerüstet kommen die Gäste ans Abendbrotmobil. Mancher nimmt die angebotene Stulle mit auf den Heimweg, andere bleiben, essen mit uns gemeinsam und berichten ausführlich über die persönliche Abendbrotkultur.

Unser kleiner Querschnitt für diese Siedlung zeigt: hier wird abends häufig warm gegessen. Etwas Warmes könnten wir heute auch gebrauchen – zumindest eine Fußbodenheizung im Abendbrotmobil. Dass es dies durchaus auch für Wohnwägen gibt, erfahren wir von einem Gast mit langer Campingerfahrung. Erstaunlich ist, wie viel Platz unser kleines Mobil bietet – als eine interessierte Mutter mit ihren drei Töchtern zu uns stößt, passen wir alle dicht gedrängt an unseren Abendbrottisch.

Und so führen wir an diesem Abend, bevor die Dunkelheit schneller als erwartet hereinbricht, intensive Abendbrotgespräche und hoffen, dass die ausgeteilten Brotboxen uns einige Lieblingsrezepte nebst Abendbrotfotos bringen werden!

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Feldforschung Abendbrot vor Ort Teil 3

25. August 2009 - 11:26 Uhr

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Feldforschung Abendbrot bei RESET im Kaiser and Cream Frankfurt/M.

17. August 2009 - 15:17 Uhr

Am 14.8.2009 war die FELDFORSCHUNG ABENDBROT zu Gast in der Ausstellung RESET im Kaiser and Cream Frankfurt/M.

Butterbrote im Bankenviertel. Die Sonne brannte. Und wir kamen unserer Lieblingstätigkeit nach: Stullen schmieren. Zwischen den hochaufragenden Bankentürmen gaben wir den wechselnden Gästen und Passanten mit Ei- und Radieschenbroten, Bilderschau und Gesprächen einen Einblick in unsere künstlerische Feldforschung im Münsterland.

Gemundet hat es – Spaß gemacht auch!

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Vielen Dank an Thorsten Grosch für die Bilder!

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Abendbrotfragen und Antworten Teil 1

17. August 2009 - 15:11 Uhr

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Serviervorschlag vom 17.8.2009

17. August 2009 - 15:06 Uhr

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33. Woche 2009

17. August 2009 - 15:04 Uhr

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Das Abendbrot der Woche – sehr lecker – wir freuen uns über die Rezepte von Darja und Mathias.

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Abendbrot-Rezepte, Teil 2

17. August 2009 - 14:59 Uhr

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